In diesem Jahr ist seit vielen Tagen Sommer. Einen dieser Sonnentage nutzten wir für eine kleine Waldwanderung. Wir, das sind meine Marlies, unser Hund Bolek und ich.
In Unterweiler nahe der Sportgaststätte ist ein Parkplatz, auf dem wir bequem unser Auto abstellen konnten.
Gar nicht weit vom Parkplatz steht am Waldrand diese kleine Kapelle. Sie wurde in der letzten Zeit renoviert. Auch der Vorplatz und die Bank sind neu gemacht. Wer hier rasten möchte sollte schon zu Hause an ein Kissen denken, denn die Bank ist aus Metall und somit nicht für jeden Hintern bequem. 🙂

Kapelle am Unterweiler Wald (ein Bild im Mai ’17 aufgenommen)

Die gleiche Kapelle, fotografiert im Juli 2017

Die Kapelle im Juni ’17

Gleich am Waldeingang macht uns der Forst Baden-Württemberg auf den „Baum des Jahres 2017“ aufmerksam.

Die Fichte, Baum des Jahres 2017.

Seit 1989 wird in Deutschland der „Baum des Jahres“ ausgewählt. Die bisherigen Bäume kann man hier sehen: Baum_des_Jahres .

Bolek fühlte sich wohl. Im Wald stromern, das sind doch andere Gerüche als auf der täglichen „Gassi-Geh-Runde“.

Bolek im Wald

Am Wegrand konnte man die Bienen bei ihrer „Arbeit“ beobachten. So ein Gewimmel. Und jede Biene wußte, wo es noch etwas von dem süßen Nektar gibt.

Bienen im Wald

Nach einiger Zeit erreichten wir diesen urigen Rastplatz. Das Gras so hoch wie der Tisch, mir gefällt so etwas. Übrigens, Mücken und sonstige mitunter lästige Insekten waren nicht unterwegs.

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Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, wählten wir den Weg in Richtung Wanderparkplatz Donaustetten. An einem Getreidefeld vorbei kamen wir wieder in den Wald. Am Feld stand ein Schild, das unsere Aufmerksamkeit fand. Hier wird „Emmer“ angebaut. Emmer ist eine der ältesten Getreidesorten überhaupt. Emmer stellt wenig Ansprüche an den Anbau. Das Getreide eignet sich zum Backen und Kochen. Trotzdem wird es in der heutigen Zeit selten angebaut. Eigentlich schade.

Emmer, eine der ältesten Getreidesorten

Unterwegs fanden wir noch ein paar Stockschwämmchen. Als alte „Schwammegeher“ konnten wir an den herrlichen Suppenpilzen nicht vorbei gehen. Weiter, schon fast wieder am Waldrand, entdeckten wir diesen „Mammutbaum“.

Ein Mammutbaum im Unterweiler Wald.

Wir wußten, dass auf dem Marktplatz in Freudenstadt im Schwarzwald ein Mammutbaum steht. Von dem „Mammutbaum vor der Haustür“ wußten wir noch nichts.

Am Waldrand grüßte und die Gögglinger Kirche von weitem.

Die Gögglinger Kirche grüßte von der Ferne

Auf dem Weg zum Parkplatz begleiteten und viele Schmetterlinge. Es waren nicht nur zwei oder drei, es waren eben viele, die wir sahen.

Schmetterlinge

Alles in allem war es eine schöne Runde, die im schattigen Wald gut zu gehen war.

Irgendwann im Leben wird sich ein jeder Gedanken machen, was sein wird, wenn er nicht mehr ist.
Es könnte ja jedem egal sein. Schließlich hat man für sich selbst keine Verantwortung mehr, wann man nicht mehr lebt. Es ist einem aber nicht ganz einfach egal.

Nun, ein jeder, ob vermögend oder bettelarm, kommt irgendwie unter die Erde. Ein Platz in einem Friedhof wird schon werden. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten, bestattet zu werden. Immer mehr wird als Alternative zu einem Friedhof die Bestattung in einem Friedwald angeboten.

Den Zugang zum Münsinger Friedwald kann man nicht verpassen. Man fährt am Bahnhof der „Schwäbischen Alb-Bahn“ vorbei in Richtung Buttenhausen. Nach der Alb-Klinik sind es nur noch ein paar hundert Meter, dann biegt man rechts ab und fährt auf einem Teerweg bis zum Parkplatz des Friedwaldes.
Den Friedwald kann jeder nach Lust und Laune begehen. Natürlich sollte man die hier Bestatteten achten. Wer auf den angelegten Wegen bleibt und keinen Radau macht ist hier willkommen. Die zuständigen Förster geben auch gern Auskunft. Der Friedwald-Betreiber veranstalten auch regelmäßig Führungen.

Der Wald gehört der Stadt Münsingen, bewirtschaftet nd gepflegt wird er von der FriedWald GmbH, einer Gesellschaft, die auch in anderen Regionen Deutschlands aktiv ist.

Hier ein paar Eindrücke von einer Führung im Münsinger FriedWald vom 25. Juni diesen Jahres.

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An verschiedenen Stellen erklärt der Friedwaldförster, wie man zu „seinem Baum“ kommt.

Der Förster erklärt, wie der Friedwald organisiert ist.

Jeder kann hier „seinen Baum“, respektive, seinen Platz an einem bestimmten Baum kaufen. Dieser Platz bleibt 90 Jahre Eigentum des Käufers bzw. seiner Erben.

Er hat aufmerksame Zuhörer, die auch ihre Fragen stellen können.

Die Zuhörer

Der Hund des Försters, Benny, war immer dabei. Allerdings war für ihn auch der Bolek interessant, was dem Förster aber gar nicht gefiel

Der Hund des Försters.

Die Urnen, die für einen Friedwald verwendet werden, müssen verrottbar sein. Die Verrottung dauert zwischen zwei und acht Jahren.

Solche Urnen werden im Friedwald verwendet.

Im Friedwald gibt es auch einen Platz, an dem Abschied genommen werden kann. Es ist auch fast jede Form einer Trauerfeier erlaubt. Der Förster erzählte, dass sogar eine Rockergruppe mit ihren Motorrädern bis fast zu der Grabstätte fahren konnten. Und zum _Abschied erklang ein Rockkonzert. Solch außergewöhnlichen Dinge müssen aber vorher angemeldet werden.

Der Platz zum Abschied nehmen.

Mein Eindruck vom Friedwald: Es ist durchaus eine überlegenswerte Alternative zum Friedhof. Wer keine Erben mehr hat, wer seinen Erben die Grabpflege aus den verschiedensten Gründen ersparen möchte, der kann beruhigt einen Platz in einem Friedwald auswählen.

20. Juni 2017 · Kommentieren · Kategorien: Foto · Tags: , ,

Glockenblume

19. Juni 2017 · Kommentieren · Kategorien: Blumen, Foto · Tags: , , ,

Rosen sind ganz besondere Blumen. Es gibt unzählige Arten und jede hat etwas Besonderes. Diese hier habe ich bei uns im Garten fotografiert.

Rose im Garten

14. Juni 2017 · 2 Kommentare · Kategorien: Foto · Tags: ,

Hallo, hier möchte ich einige Bilder zeigen, die mir gut gefallen.

Mohn

Im letzten Beitrag hatte ich davon erzählt, dass ich auf jeden Fall wieder wandern möchte. Am Osterwochenende habe ich meinen Wunsch verwirklicht.

Wir waren wieder in Jena im Thüringen zu Gast. Ich hatte mir vorgenommen, auf den Cospoth zu wandern. Der Cospoth ist ein Berg bzw. eine Anhöhe bei Jena.

Los ging es an der Ringwiese. Ich wanderte in Richtung Winzerla zur Straßenbahnendhaltestelle. Mir fielen die vielen Tulpen am Wegrand auf. Ein schöner Anblick.

Tulpen in Jena


Noch vor der Endhaltestelle wurde ich auf ein Angebot einer neuen Kleingartensparte aufmerksam.

Kleingartensparte


Gar nicht weit ist es von der Endhaltestelle der Straßenbahn bis zur Kirche von Winzerla.

Die Kirche in Jena-Winzerla.


Hier an diesem Wegweiser biegt der Fußweg nach links ab.

Wegweiser


Kurz nachdem man diesen Wegweiser hinter sich gelassen hat, hört man schon einen kleinen Bach. Das beruhigende Murmeln kommt immer näher.

Ein kleiner Bach plätschert leise.


Nach einem am Ende doch recht steilen Anstieg durch einen kleinen Wald kommt man zur Kleingartensparte am Trießnitzweg. Am Ende der Gartenanlage hat man diesen Blick auf Jena.

Blick auf Jena


Von der Kleingartenanlage aus geht es durch einen Wald weiter bergauf.

Weiter geht es bergauf.


Als ich aus dem Wald herauskam konnte ich von oben auf den ehemaligen Steinbruch sehen. Weiter oben war die Antennenanlage auf dem Cospoth zu sehen.

Die Antennenanlage auf dem Cospoth


Es war ein überwältigendes Gefühl, da oben am Antennenmast zu stehen. Ich hatte den Traum Wirklichkeit werden lassen, den ich Anfang des Jahres träumte. An der Antennenanlage findet man ein paar Bänke. Hier kann man schön rasten und sich über den bislang zurückgelegten Weg freuen.
Jetzt geht man einfach den Weg weiter und biegt an der nächsten Weggabelung rechts ab. Hier sieht man schon das Vorwerk Cospoth.
Vom Vorwerk aus geht es leicht bergab. Über eine große Wiese führt der Weg wieder in einen Wald. Auf der Forststraße komme ich schnell voran. Ich muss aber noch durchs Unterholz den Weg zum „Alten Steinbruch“ von Ammerbach finden. Ich kannte die Richtung und so kam ich gut am „Ammerbachblick“ an. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf Ammerbach. Dieses Jahr fand ich eine neue Bank am Ammerbachblick. Ich hatte also Gelegenheit, die Aussicht ganz entspannt zu geniessen.

Die neue Bank am Ammerbachblick


Von dieser Bank aus kann man auch die Ammerbacher Kirche gut sehen. Es sind nur noch ein paar Meter, dann geht es steil bergab.

Die Kiche von Ammerbach ist links, der Pfad nach Ammerbach hinunter rechts zu sehen.


Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt meiner Wanderung. Meine Marlies und der Bolek holten mich unterwegs ab und verkürzten mir so die restliche Zeit der Wanderung.

Marlies und Bolek haben mich abgeholt

Insgesamt bin ich etwa zehn Kilometer gelaufen.

Ende Dezember hatte ich mir in Kniebis einen kleinen Fehltritt gehabt. Nein, nein, nicht was ihr denkt. Ich habe mir an der Wirbelsäule schmerzhaft verletzt.
Damals war ich sehr früh mit Bolek noch im Dunkeln zum Gassi gehen unterwegs. Ich musste einmal die Straßenseite wechseln (der Fußweg war dort zu Ende). Der Bordstein war etwas sehr hoch und ich sah das im Finstern nicht. Seither habe ich Schmerzen in diesem Bereich. Die Krankengymnastik tat zwar gut, aber Schmerzen habe ich immer noch.

Eine Neurologin meinte, die Schmerzen kommen alle von der Wirbelsäule. Operieren ist nicht drin. Ich fragte sie, ob ich die restlichen 27 Jahre meines Lebens nun mit Schmerzen leben müsse. Ich solle mich doch um eine Reha bemühen, meinte sie. Die Möglichkeiten dort wären viel effizienter.

Nun, ich habe mich trotz Schmerzen aus dem Haus getraut. Am 7. April bin ich wieder einmal vier Kilometer ohne Unterbrechung gegangen. Es war wundserschön, auf den eigenen zwei Beinen durch den Gögglinger Forst zu gehen. Darauf war ich richtig stolz. Ich habe nun ein gutes Gefühl, dass ich bald auch wieder längere Strecken wandern kann.

Am Sonntag, am 9. April, habe ich gleich noch einen „Gehversuch“ gestartet. Entlang der Donau bin ich bis nach Donaustetten gegangen um gleich am anderen Ufer des Flusses zurück nach Gögglingen zu gehen.

Hier ein paar Bilder von beiden „Spaziergängen“.

Buschwindröschen

Die Kirschen stehen zur Zeit in voller Blüte.

Das Stiefmütterchen in unserer Hofeinfahrt stellt keine großen Ansprüche.

Und hier noch ein paar Bilder „entlang der Donau“.

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Nun bin ich zuversichtlich, denn ohne Wandern geht es bei mir nicht.

Viele liebe Grüsse
von FriederKaffeetrinkender Smilie

Zur Zeit fällt es mir schwer zu wandern. Ich habe noch von unserem Aufenthalt in Kniebis ein paar Probleme mit dem Rücken.

Ich kann aber doch noch den Auslöser meiner Kamera betätigen. Es gibt doch so viel zu fotografieren, zu jeder Jahreszeit.

Gegenwärtig spriessen die Schneeglöckchen allerorten. Man könnte meinen, der Frühling würde schon Einzug halten. Dabei weiß ich, dass der Winter jederzeit noch einmal von den „rauhen Bergen“ zurück kommen kann.

Für mich sind die Schneeglöckchen Frühlingsboten.
 

Mit den Schneeglöckchen stecken auch die Winterlinge ihre Köpfchen aus der Erde. Die gelben Tupfer in den Gärten lassen zusammen mit den Schneeglöckchen unsere Herzen schneller schlagen. Ja, der Winter ist nun bald Vergangenheit, auch wenn er von den „rauhen Bergen“ noch einmal drohen sollte, wie der alte Goethe es in seinem „Osterspaziergang“ sagte.

Winterlinge

Winterlinge

 

Unser Bolek „inspiziert“ im Sonnenschein der letzten Tage ausgiebig „seinen Garten“.
 


 

In den vergangenen Tagen versuchte ich, während eines kleinen Spazierganges den sich auflösenden Frühnebel im Bild festzuhalten.

Der Nebel löst sich auf

Nebel

Als ich wieder in Richtung Gögglingen ging, war der Nebel weg und die Sonne schien prächtig.

Der Nebel hat sich verzogen

Es war herrlich diese Runde zu gehen. Ich konnte mich über Schneeglöckchen und Winterlinge freuen, und ich konnte sehen, wie der Nebel weichen musste.

Eine Ergänzung:
Inzwischen (also am 5. März 2017) sind auch die Märzenbecher und die Krokusse da.
Die Gögglinger Störche sind jetzt dabei ihren Horst für die kommenden Monate zu rüsten. Viele Fans werden dabei sein und das Storchenpaar bei der Aufzucht des Nachwuchses beabachten.

Viele liebe Grüsse
von FriederKaffeetrinkender Smilie

26. Januar 2017 · 2 Kommentare · Kategorien: Garten, Tiere · Tags: , , ,

Bei uns hier in Ulm ist bitterkalt geworden, so kalt, dass es der Jahreszeit gerecht wird. Die Spatzen und die Amseln sind den gesamten Tag Gäste am Futterhäuschen.
Natürlich wird auch das, was herunter fällt, gern noch verzehrt.

Bei uns sind nicht nur Amseln im Garten, auch die kleinen Spatzen suchen hier ihr Futter. Sie plustern sich auf, weil es doch so kalt ist.

Spatz

Spatzen in Nachbars Garten

Wenn die Sonne scheint, nutzen die Vögel in Nachbars Garten diesen Strauch, um Wärme aufzutanken.

Wandern ist für mich …
Unter dieser Überschrift hat Elke eine Blog- und Leserparade eröffnet. Ich möchte hier meine Gedanken zu dieser Frage darlegen.

Jetzt bin ich 72 Jahre alt. Gut zu Fuß war ich schon immer. Aber eine Wanderung planen, die Wanderstiefel schnüren, Rucksack packen und sich auf das, was kommt, freuen, das kam bei mir erst viel, viel später. Da war ich schon über die 60.

1996 wurde ich am Darmkrebs operiert. Danach folgten alles Übliche, als Chemo- und Strahlentherapie. Während dieser Therapien erholte ich mich fast täglich an der frischen Luft. Mir hat das sehr gut getan. Diese drei oder vier Kilometer wurden für mich zur Gewohnheit. Ich ging diese Strecke auch, nachdem die Therapien überstanden waren.

2007 las ich in der Münsinger Tageszeitung, dem “ALB BOTE“, dass drei ältere Damen aus Hamburg im Schwarzwald auf dem Westweg wanderten. Damals gab es ja schon das Internet und ich suchte, was denn der Westweg ist.
Aha, 280 Kilometer in 12 Etappen von Pforzheim bis nach Basel zu Fuß quer von oben nach unten den Schwarzwald durchqueren, das ist der Westweg.
Nun wollte ich auch den Westweg gehen. Was drei älter Damen aus Hamburg schaffen, das traute ich mir auch zu.

Ich plante meine Wanderung. Übernachtungen mussten gebucht werden, Rucksack, Wanderschuhe, Regenkeidung, Kartenmaterial, alles musste ich mir beschaffen.
Dann kamen noch die guten Ratschläge von allen Seiten. „Hast du eingelaufene Schuhe, hast du genug Unterwäsche und Socken eingepackt, hast du …“ Unendlich diese gut gemeinten Ratschläge.

Ach was war ich froh, als es los ging. Am 17. April 2008 fuhr ich zu Bekannten nach Calw. Da konnte ich das Auto 14 Tage stehen lassen. Am 18. April ging es dann in Pforzheim am Kupferhammer los. Natürlich hatte ich zuviel in den Rucksack gepackt. Nach der ersten Etappe schickte ich per Post alles nach Hause, was ich zu viel eingepackt habe.
Auf jeden Fall hatte ich eine wunderbare Wanderung. Ich habe die 280 Kilometer gut bewältigt.

Ich auf dem Belchen:
Ich auf dem Belchen

Und ich war stolz wie Spanier auf mich, als ich in Basel vor dem Badener Bahnhof, dem Ziel des Westweges, stand. Unterwegs habe ich überall nette Menschen getroffen.

So etwas sieht man nur als Wanderer.
Würm, ein Stadtteil von Pforzheim

Autofahrern entgehen solche schönen Momente. Das Schild findet man auf dem Ostweg am Ortseingang von Würm, einem kleinen Stadtteil von Pforzheim.

Die Mehrtageswanderungen haben mich nie mehr losgelassen. Den Westweg bin ich noch zweimal gelaufen. Den Mittelweg (von Pforzheim nach Waldshut) bin ich auch gegangen, nur den Ostweg (von Pforzheim nach Schaffhausen) musste ich in Freudenstadt abbrechen, mir fehlte einfach die nötige Zeit dazu.

Ich auf dem Mittelweg (von Freudenstadt nach Zwieselberg)

Auf dem Mittelweg unterwegs zwischen Freudenstadt und Zwieselberg

Ich auch war auf dem Vogtlandpanoramaweg unterwegs

Die Göltzschtalbrücke nahe der kleinen Stadt Mylau.

und ich bin auch auf der Saalehorizontale rund um Jena gewandert.

Hier der Napoleonstein auf dem Schlachtfeld der Schlacht von Jena – Auerstedt.
Der Napoleonstein erinnert an die Schlacht von Jena - Auerstedt

Als ich das große Schlachtfeld sah und mir vorstellte, dass da tausende Soldaten gegeneinander kämpften, dass es tausende Gefallene gab, da lief mir der kalte Schweiß den Rücken hinunter.

Ich bin aber auch Eintageswanderungen gelaufen. Ab und zu bin ich mit Katrin gelaufen. Das hat Spaß gemacht. Wir waren in Blaubeuren, ein sehenswertes Städtchen nahe Ulm, und wir sind im Tal der „Kleinen Lauter“ gegangen. Das hat auch viel Spaß gemacht.

Die Küssende Sau bei Blaubeuren ist doch eine Wanderung wert, zumal es auf dem Weg noch weitere schöne Fleckchen gibt.

Die

Auf den Mehrtagestouren sind die Etappen unterschiedlich lang. Die längste Etappe war etwa 35 Kilometer und führte mich von Unterstmatt über die Hornisgrinde, vorbei am Mummelsee, Ruhestein und Schliffkopf nach Kniebis.
Zwanzig Kilometer sind für mich auch kein Problem, obwohl ich unterscheiden muss, ob ich im bergigen Schwarzwald gehe oder an der Iller entlang.

Ich mag es, wenn ich allein unterwegs bin. Dann kann ich nach Lust und Liebe meinen Gedanken nachhängen. Das ist für so etwas wie Meditation. Das tut gut. In dieser Situation bin ich auch viel mehr für die Signale aus der Natur empfänglich als sonst. Man glaubt ja gar nicht, was man da alles erleben kann. Man sieht kleine Käferchen, die man noch nie gesehen hat, man entdeckt viele Blümchen neu. Das alles macht das Wandern so spannend.
Ich kann aber auch dem Wandern zu zweit viel abgewinnen. Mit Gleichgesinnten gehen und dabei Gedanken austauschen, das ist auch sehr sein.

Wald- und Feldwege sind mir besonders willkommen. Man muss zwar auf Wurzeln und Steine aufpassen, aber den Füßen tut sie Massage gut.
Der Hausberg von Wunsiedel ist die Kösseine. Das letzte Wegstück hoch zum Kösseinehaus sieht so aus:
Weg zum Kösseinehaus im Fichtelgebirge
Es ist sehr anspruchsvoll, diesen Weg zu gehen, es macht aber auch Spaß, wenn man es geschafft hat und einen Blick zurück wagt.

Natürlich muss man auch ab und zu auf Asphaltwegen gehen. Das macht mir auch nichts aus.

Auf Mehrtageswanderungen, man hat vielleicht schon drei oder vier Wochen vorher geplant, kann man sich das Wetter nicht aussuchen. Mir ist es zwar lieber, wenn der Himmel das Naß oben behält, aber wenn es tröpfelt ist das kein Grund alles abzublasen.
Ein paar Regenbilder habe ich auch zur Hand. Die sind zwischen Weihnachten und Silvester 2016 in Kniebis im Schwarzwald entstanden.

Hier habe ich noch einige Bilder von Meiner ersten Wanderung auf dem Westweg 2008 von Pforzheim nach Basel.

So, liebe Elke, es war schön, deine Anregungen zu nutzen. Man glaubt gar nicht, was einem so alles einfällt zu den von dir genannten Stichpunkten. Wunderschöne Erlebnisse ebenso wie Schnee im Mai, schöne Begegnungen, die ich nie vergessen werde und natürlich auch die Freude und der Stolz, einen eigenen Beitrag zur Überwindung einer schlimmen Krankheit geleistet zu haben.

Viele liebe Grüsse
von FriederKaffeetrinkender Smilie