Die Saalehorizontale
Es ist heute der Tag nach der Himmelfahrt. Ich sitze wieder pünktlich um 7 Uhr am Frühstückstisch. Wie immer wagen wir eine Wetterprognose. Zur Zeit nieselt es wieder. Ich bin zuversichtlich, dass es heute wieder ein schöner Wandertag werden wird.
Siggi fährt mich nach dem Essen, zu dem auch ein kleiner Schwatz gehört, nach Beutnitz.
Den Beginn der heutigen Wanderung kennt ihr ja bereits von Beitrag “Hulda”. Ich wiederhole schnell:
“Ein alter Mann mit einer Arbeitsjacke stand mitten auf der Straße. Da die Straßen dort eng sind, sagte ich, einen Moment, das Auto fährt gleich weiter. Und schon wurde ich wieder gefragt nach dem Woher und Wohin. Ich sagte, dass ich zwar hier fremd sei, aber doch schon zwei Einwohner von Beutnitz kenne. Da wollte der Mann wissen, wen ich kenne. Ich sagte, “Na Sie. Und da drüben in dem Hof wohnt eine Frau, die kenne ich auch.” Er stutzte und fragte: “War’s ne alte oder ne gunge Fraa?” Ich sagte, dass es die alte gewesen sei. “Och, des is de Hulda. Die is eweng neigierig.”
Nun wußte ich, dass ich mich gestern mit der Hulda unterhalten hatte.”
Die Saalehorizontale
Heute ist Himmelfahrt. Ich möchte heute den zweiten Teil der Saalehorizontale gehen. Start ist in Wogau am Gasthof “Deutsche Eiche”, da, wo ich gestern die Wanderetappe beendete.
Am Gasthaus war vermerkt, dass der Rost bereits 8 Uhr brennen soll. Ach ja, zum Himmelfahrtstag wird ja ganztägig gefeiert. Das darf sich kein Gastronom entgehen lassen. Ich vermute, dass ich heute einige Wandergruppen mit Bollerwagen und reichlich Bier darin treffen werde. “Es ist bei uns so Sitte ….”
Um sieben Uhr stehe ich auf. Ein Blick aus dem Fenster zeigt, es nieselt. Mir soll es recht sein. Ein bissel Kühlung von oben ist mir lieber als gleich am Morgen den Heizstrahler von oben zu haben.
Um neun Uhr war Siggi mit mir in Wogau an der “Eiche”. Tatsächlich, auf dem Parkplatz der “Eiche” qualmte schon der Grillrost. Der Niesel tröpfelte ganz leicht hernieder. Es war sehr angenehm, so zu gehen. Weniger angenehm war, dass der Weg steil bergauf aufgeweicht und damit auch rutschig war. Ich mußte ganz schön aufpassen, dass mein Gang nicht im Takt “zwei Schritte vorwärts, ein Schritt zurück” verlief. Alles Gute ist eben nie beisammen.
Langsam gewann ich an Höhe. Ein Blick zurück zeigte mit unterwegs den Weg, den ich gestern gelaufen bin. Ich kam den Feldweg von rechts, überquerte das Rapsfeld und ging bei den Häusern oben wieder in den Wald.
Die Saalehorizontale
Die Saalehorizontale zu laufen war schon lange mein Traum. Am 7. Mai bin ich nach Jena gefahren, um den Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Vornweg etwas zur Wanderung. Die Strecke beginnt in Jena-Lobeda nahe der Universitätsklinik, Erlanger Allee. Sie mißt etwa 70 Kilometer. Die Strecke berührt alle bekannten Aussichtspunkte der Saalestadt. Der Gesamtanstieg beträgt mehr als 2000 Meter. So gesehen kann “Horizontale” keineswegs mit “Waagerechte” vergleichen. Mein Schwager Siggi hat mich morgens zum Startpunkt gefahren und am Nachmittag am Tagesziel wieder abgeholt.
Genug geschwätzt, los gehts. Am 8. Mai pünktlich 9.00 Uhr habe ich in Lobeda meinen Rucksack aufgehuckt.
Der 7-Mühlen-Pfad
Am letzten Tag unseres Schwarzwaldurlaubes haben wir den Vorschlag von Angelika aufgegriffen und sind auf dem 7-Mühlen-Pfad gewandert.
Begegnung mit mir Bekanntem
Für den 2. Mai hatten wir uns vorgenommen, an den Mummelsee zu fahren und auf die Hornisgrinde zu krabbeln. Zu jedem Wanderbericht gehören auch ein paar Angaben übers Wetter. An diesem Tag war es wie immer. Es war früh neblig. Hätten wir vorher gewußt, dass am Nachmittag die Sonne raus kommt, wären wir sicherlich später losgefahren.
Wir sind die Murgtalstraße in Richtung Forbach gefahren. Bei Raumünzach nahmen wir die Straße in Richtung Sand. Unterwegs kamen wir an der Schwarzenbachtalsperre vorbei. Dies Talsperre kenne ich, aber nur vom gegenüberliegenden Ufer her. Da führt nämlich der Westweg vorbei. Wenn man von Forbach losgeht, muss man zunächst eine ganze Weile bergan gehen bis zur Schutzhütte “Wegscheid”. Von da an geht es moderat bergab und nach wenigen hundert Metern dann an der Talsperre entlang. Dieser Wegabschntt bietet ein wenig Erholung bevor es dann auf einem steinigen Weg hinauf zu “Badener Höhe” geht. An all das mußte ich denken, als wir auf einem Parkplatz an der Talsperre Halt machten.
Am Dienstag vergangener Woche fuhren wir für vier Tage in den Schwarzwald.
Das Hotel in Simmersfeld, einem kleine Ort im Nordschwarzwald war schon lange Zeit gebucht.
Bevor wir unser Zimmer beziehen konnten machten wir noch einen Abstecher nach Calw-Speßhardt. Da konnten wir noch Bekannte besuchen. Obwohl Calw nicht so weit von uns entfernt ist, hatten wir uns einige Zeit nicht gesehen. Umso herzlicher war das Wiedersehen. Kaffee und Kuchen haben sehr gut geschmeckt.
In Simmersfeld kamen wir am Anreisetag noch zum Abendessen zurecht. Auch nicht schlecht, mit dem Abendessen begrüßt zu werden.
Das Zimmer war nicht schlecht, ich konnte gut in meinem Bett schlafen. Das Frühstück war immer reichlich. Abends gab es warmes Essen, allerdings nur ein Gericht, ein kleines Manko nach meiner Auffassung. (weiterlesen…)
Zunächst, sollte mich jemand vermisst haben, ich bin noch da. ![]()
Mit meiner Marlies war ich ein paar Tage im Schwarzwald, genauer in Simmersfeld.
Wenn ich die Bilder gesichtet habe, wird hier auch ein Beitrag entstehen.
Viel Zeit bleibt mir nicht, denn nächste Woche möchte ich die Saalehorizontale in Jena laufen.
Also, schaut ab und zu hier wieder mal vorbei. Es wird bestimmt etwas Neues zu lesen sein.
Liebe Grüße
von Frieder
Eine Sonntagstour konnte ich am gestrigen Montag unternehmen.
Ja, das war gestern ein Tag. Das war bestimmt schon Sommer, wenigstens, wenn man die Temperaturen zugrunde legt.
Ich hatte mir vorgenommen, eine kleine Runde zu gehen. Meine Wahl fiel auf den Klingensteiner Wald. Ausgangspunkt der Wanderung war Arnegg. Das ist ein eingemeindeter Ortsteil von Blaustein und liegt im Blautal.
An der Kirche ist ein kleiner Parkplatz. Dahin stellte ich mein Auto. Von hier beginnt eine schöne Runde. Wenn man immer nach der “roten Gabel” geht, braucht man gar kein GPS und auch keine Karte. Ich nehme aber immer mein Garmin mit und eine Karte brauche ich auch.
Von der Kirche aus zweigt links nach wenigen hundert Metern in Richtung Ulm ein Wanderweg ab. Der führt zu dem kleinen Flüßchen Blau. Von Arnegg aus ist es gar nicht weit bis zum Blautopf, dem Quelltopf diese kleine gemütlich dahin fließenden Gewässers. Am Weg stehen zwischen Birken Bänke, so dass man das Gefühl hat, in einem Kurpark zu wandeln.
Der Erpel fühlte sich pudelwohl (hahaha) in der Blau. Seine Frau Gemahlin war nicht zu sehen. Dafür zeigte er mir, wie toll er tauchen kann.
Schwuppdiwupp war der Kopf im Wasser, nur sein Hinterteil war noch zu sehen und wackelte lustig hin und her.
Am Ortseingang von Klingenstein sieht man einen großen Felsen.
Ein paar Meter zurück nach Arnegg führt uns die “rote Gabel” steil bergan. Auf einem Fußpfad gewinnen wir schnell an Höhe und sehen bald einen Felstotzen vor uns. Eine Treppe bringt uns auf diesen Fels. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf das gegenüber liegende Herrlingen (von hier aus geht’s ins kleine Lautertal). Auch bis nach Ulm kann man von hier aus sehen. Am Horizont kann man auf dem Eselsberg die Ulmer “Wissenschaftsstadt” erkennen. Hier befinden sich die Unikliniken, Forschungsinstitute von namhaften Firmen und das Bundeswehrkrankenhaus.
Genug gestaunt. Wir steigen die Treppe wieder hinunter und gehen auf unserem Pfad weiter. Schon stehen wir auf dem nächsten Aussichtspunkt.
Hier ist auch eine Bank, die zum Rasten einlädt. Es ist ein wunderschöner schattiger Platz. Man könnte hier stundenlang sitzen und schauen. Es sind aber noch ein paar Kilometer zu gehen, also brechen ich nach einer kurzen Rast wieder auf.
Jetzt ist das steilste Stück des Weges bewältigt.
Hier sind dann auch diese Buschwindröschen zu sehen. Man könnte den Eindruck gewinnen, die Blumen seien hier ausgesät worden.
Die ersten Häuser von Klingenstein sind jetzt zu sehen.
Wer der “roten Gabel” nach geht, läuft auf einer Straße bis zu einem Spielplatz, um dann wieder im Wald weiter zu wandern. Ich bin jedoch oberhalb der Häuser auf einem schönen Feldweg gegangen, sozusagen parallel zur “roten Gabel”. Zunächst kommt man an diesem hübschen Häuschen vorbei.
Ein paar Meter weiter steht dieses Kreuz und daneben wieder eine Bank. Hier kamen mir zwei Joggerinnen entgegen. Die hatten aber mit sich zu tun und konnten nur ein ganz leises “Hallo” erwidern.
Ich kam dann auf einen Waldweg, auf dem gehen eine Erholung für Geist und Füße war. Im schattigen Wald kam ich schnell voran.
Den Weg zu wandern hat richtig viel Spaß gemacht. Für Abwechslung sorgten immer wieder Lichtungen, die einen Blick in Richtung Ulm gewährten.
Hier wird sich der Jäger mehr fürs Wild als für Ulm interessieren
Am Waldrand kurz vor Arnegg lud mich diese Bank zum Ausruhen ein. So einem netten Angebot konnte ich nicht widerstehen.
Auf dem Weg zum Parkplatz traf ich noch eine ältere Frau mit ihrem kleinen Terrier. Der kleine Kerl wollte mich verbellen. Da ging ich in die Hocke un zeigte ihm, dass ich gar nicht so groß bin. Schon kam er neugierig zu mir, um an mir zu schnuffeln. Die Frau erzählte mir von ihren Hunden und wie zu dem kleine Kerl kam. Bald verabschiedete ich mich von ihr und hatte nach etwa drei Stunden mein Ziel erreicht.
Es war eine schöne Wanderung an einem schöne Tag.
Hier noch der GPS-Track
Ursprünglich wollte ich an diesem Wochenende auf der Saalehorizontale wandern. Nun klappt das leider nicht. Nun möchte ich diesen Weg Anfang Mai gehen. Es ist also in absehbarer Zeit.
Nun muss ja deshalb nicht die Bewegung an frischer Luft ausfallen. So bin ich heute in nahe gelegenen Gögglinger Forst ein paar Kilometer gelaufen.
Die Bilder habe ich ein bissel aufgepeppt.
Auf dem Waldsportpfad kann man an verschiedenen Stationen Übungen machen. So stehen auf dem Pfad ein Reck, eine Hindernisstrecke, verschiedene Dehnübungen usw. zur Auswahl.
Am Rande des Waldes befindet sich eine Wohnanlage für behinderte Menschen. Innerhalb dieser Anlage ist auch ein recht großer Park, in dem man spazieren gehen kann.
Diese Bank ist nun schon recht alt. Wer weiß, wann da jemand zum letzen Mal darauf gesessen hat.
Diesen Farbklecks fand ich in dem Park. Man merkt, dass die Natur nun Versäumtes wieder aufholen will. Aber es wird noch eine Weile dauern, bis alles schön blühen wird.
An diesem schönen Fleck diente mir eine Bank als Unterlage für den Fotoapparat. So konnte ich mich selbst fotografieren.
Die Wolken haben ihrem Regen behalten. Von hier aus sind es noch etwa zwei Kilometer bis nach Hause.
Das Beste an diesem Nachmittag war das Wetter. Man konnte schön gehen. Es war nicht zu warm und auch nicht zu kalt. Es war wie fürs Wandern gemacht.
Gestern war bei uns Frühling.
Das Wetter nutzte ich am Nachmittag zu einer kleinen Runde entlang der Donau.
In unserem Garten zeigten die zwei im vergangenen Jahr frisch gesetzten Birnen Knospen, die kurz vor dem Aufgehen waren. Auch der Kirschbaum hatte Knospen, die erkennen liesen, dass doch die Kirschen im Jahreskreis recht zeitig reifen.
Beim Nachbar waren diese schönen Krokusse zu sehen. Es macht doch Freude, die Blumen anzusehen.
Wenige hundert Meter später zeigte mir jedoch der Winter, dass er immer noch präsent ist. Die Waldwege waren fast durchweg mit Schneematsch bedeckt. Waldwege ob mit oder ohne Schnee sind mir viel lieber als Asphaltwege.
Nach einem oder zwei Kilometern stößt man in Höhe der Wiblinger Abfahrt von der B 30 auf diese kleine Brücke.
Von hier aus sind es nur noch wenige Meter bis zur Brücke über die Donau, die ins Ulmer Industriegebiet “Donautal” führt. Hier überquert man das Naturschutzgebiet Lichternsee und Gronne. Viele Wildenten, Blesshühner, Frösche, Kröten und andere Tiere haben hier ihr Zuhause.
Den Haubentaucher konnte ich hier auch fotografieren. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie lange der tauchen kann und welche Strecken er unter Wasser zurück legt.
Viele Weidenkätzchen sind jetzt zu sehen. Auch sie signalisieren, dass die Natur sich regt.
Am Ufer der Donau konnte ich sehen, dass hier Biber am Werk waren.
Zuhause wieder angekommen, wartete Maxl auf mich. Sein Anliegen kenne ich. Er sagt, komm, wir gehen gemeinsam meine kleine Runde.
Die 6,5 km-Runde macht Hoffnung auf einen schönes Wanderjahr.
Heute hatte der Winter sich noch einmal zurück gemeldet. Mich kann er nicht mehr erschrecken.
Wenn er gar nicht weichen will, schaue ich mir die alten Dias aus vergangenen Zeiten an. Ich muss nur noch den alten Diaprojektor suchen. Der hat sich garantiert in einer Ecke versteckt.
Das Gerät hier dient doch nur zur Vorschau.