Ich weiß nicht, wie viel gute Speisegaststätten es in Ulm gibt. Wenn wir uns mal vorgenommen haben, am Wochenende zu Hause den Herd kalt zu lassen und das Geld in ein Wirtshaus zu tragen, müssen wir suchen. Ab und zu waren wir in Blaubeuren/Gerlingen in dem Ausflugsrestaurant „Schillerhöhe“. Da schmeckt das Essen. Entsprechend sind auch die Preise gestaltet.

In Oberdischingen am Jacobsweg kann man in der „Alten Post“ gut essen. Die Preise sind ähnlich wie in der „Schillerhöhe“.

An diesem Wochenende haben wir uns für die „Klosterbrauerei Oberelchingen“ entschieden.

Oberlchingen, Biergarten der "Klosterbrauerei"

Von der Autobahnabfahrt Elchingen auf der A 8 sind es nur wenige hundert Meter bis zur „Klosterbrauerei“. Die Gaststätte hat einen Biergarten, in dem man bei herrlichem Sonnenschein im Schatten der Bäume sitzen kann. Das Lokal wird auch gern von Pilgern, die auf dem Jacobsweg unterwegs sind, aufgesucht.

Auch heute kam eine fünfköpfige Gruppe. Die zwei Frauen und drei Männer haben ihre Rucksäcke abgelegt und sich im Biergarten niedergelassen. Die weit von sich gestreckten Beine ließen erahnen, dass sie eine lange Strecke gewandert sind.

Als wir nach dem Essen aufbrechen wollten, zog mich der Maxl zu den Pilgern. Ich interessiere mich sehr für den Jacobsweg. Es wäre mein Traum, bis nach Spanien zu wandern. Das war natürlich das Thema als ich mit den Leute ins Gespräch kam. Die Gruppe hat ihre Pilgertour in Bamberg begonnen und wollte heute noch die zehn Kilometer bis Ulm gehen. Morgen müssen sie abbrechen und zurück nach Bamberg fahren.

Es ist immer interessant, mit Pilgern zu sprechen.

Vielleicht klappt es doch noch einmal, dass ich in Richtung Schweiz, Frankreich, Spanien gehe. Das Kap Finisterre, das „Ende der Welt“ oder zumindest das von Europa, wäre mein Ziel.

Der Gedanke daran läßt mich nicht los.