Mein bestes Stück, ok, meine Frau hat demnächst Geburtstag. Irgendwann in einem Nebensatz hatte sie sich einen Füllhalter gewünscht.

Sie schreibt Geburtstags- und andere Karten gern mit Hand. Handgeschriebene Briefe sind auch persönlicher als ein Ausdruck einer PC-Datei.

Heute habe ich ein Schreibwarengeschäft aufgesucht, einen Füllhalter zu kaufen. Die Chefin selbst hat mich bedient. Sie fragte mich nach meinem Begehr. Ich hätte gern einen Füllhalter, so einen zu Briefe und Karten schreibe mit der Hand, antwortete ich. Die Frau führte mich zu eine Glasvitrine. Jetzt wollte sie wissen, was ich ausgeben möchte für einen Füllhalter. Bei mir dachte ich, etwa 20 Euro, es können auch dreißig sein. Ich fragte jedoch, was ein „guter“ Füller kostet. 380 Euro hätte ich für das teuerste Modell hinblättern müssen. Das hat mich ja fast umgehauen. Dreihundertachtzig. Solange leben wir ja gar nicht mehr, um das viele Geld mit diesem Füller „abzuschreiben“.

Ich entschied mich für einen Füller für 20 Euro. Der sieht auch gut aus und liegt richtig angenehm in der Hand. Ich habe es ausprobiert.

Die Chefin hatte Verständnis dafür. Sie legte das gute Stück noch ein schönes Etui. Dann hat sie es noch als ein Geschenk verpackt, mit einer schön gebundenen Schleife. Und das alles ohne Aufpreis.

Nun wartet das Geschenk auf den Geburtstag.