Im Sommer ist immer ein bissel Saure-Gurken-Zeit. Die Gazetten habe ein Problem, ihre Seiten zu füllen. Keiner mag eine Zeitung, in der nur Anzeigen geschalten sind. In dieser Zeit finden sich immer wieder Politiker, die mit hohlen Äußerungen Stoff liefen, die leeren Seiten zu füllen.

Solch ein Rohstofflieferant ist Herr Brüderle, seines Zeichens Wirtschaftsminister der derzeitigen gelb-schwarzen Regierung. Die Renter müssen bis 67 arbeiten, um in die Rente gehen zu können.

Die wenigsten schaffen es, bis 65 zu arbeiten. Da fällt den Brüderle nichts anderes ein, als diese o.g. Forderung zu stellen. Selbst wenn die 61- bis 65-jährigen arbeiten wollten, die werden doch aus den Betrieben hinausgedrängt. Die könnten höchstens in ihrem Garten arbeiten. Diese Arbeit ist aber weder sozialversicherungspflichtig noch spült sie anderweitig Beiträge in die Rentenkasse.

Der Herr Hundt, Arbeitgeberpräsident meint dazu, bis 67 reicht nicht aus, bis 70 ist es nötig zu arbeiten. Hätte ich eine Arbeit wie die des Herrn Hundt, ich könnte auch bis 80 arbeiten. Aufgrund meiner Darmerkrankung wurde ich jedoch mit 56 ausgemustert.

Bleibt die Frage, wer soll das alles bezahlen. Nun, die Rentenkasse wurde in der Vergangenheit oft genug geplündert, so von Herrn Kohl um Kosten der Vereinigung zu begleichen. Keiner fragt, wer soll das bezahlen, wenn es um die Diäten der Abgeordneten geht. Da wird nur darauf verwiesen, dass in der freien Wirtschaft mehr verdient wird als im Bundestag.

Sollen doch die Brüderles in die Wirtschaft gehen. Die frei werdenden Mittel könnten in die Rentenkasse fliesen.