15. Januar 2011 · Kommentieren · Kategorien: na so was · Tags:

Unser Maxl ist nun ein alter Mann. Ein Rüde, 13 Jahre alt, ist kein junger Hüpfer. So manches Gebrechen stellt sich ein.

Der Maxl sieht mit dem linken Auge gar nichts mehr, auf dem rechten hat er noch 50 %. Er müßte längst eine Brille tragen. Ein Herzklappe macht auch nicht mehr so recht mit. Zudem stellt sich auch noch Arthrose ein. Vor allem das linke hindere Beinchen will nicht mehr richtig.

Die Sache mit den Augen erträgt er mannhaft. Wichtig ist für ihn, dass seine Nase immer noch so empfindlich ist, wie vor vielen Jahren. Eine Hündin riecht er auf 100 Meter. Und andere Rüden bellt er immer noch wütend an, obwohl er bei einer Auseinandersetzung er den Kürzeren ziehen würde.

Nun muß aber doch der gute Kerl täglich wenigstens zweimal am Tag Gassi gehen. Gestern nachmittag war´s an der Zeit zu gehen. Der Maxl ging mit vor die Tür … und kehrte um. Er humpelte so sehr, dass ich seinem Drängen nachgeben mußte, wir gingen wieder zurück in die Wohnung.

Ich dachte so bei mir, wenn der Hund einmal auf einer Wiese oder an einem Feldrand ist, wird er zumindest das kleine und das große Geschäft erledingen. Ich lud den Kerl ins Auto und fuhr mit ihm vielleicht einen Kilometer auf einen Parkplatz, der meinen Vorstellungen entsprach.

Der Maxl zog mich zunächst an ein Gebüsch, gerade richtig für den Gassigeher. Mit der Nase auf der Erde untersuchte er den nahe gelegenen Feldrand. Und so peu à peu ging es in Richtung Heimat. Zunächst noch humpelnd, später richtig gehend und zuletzt schnell laufend bestimmte der Maxl die Richtung. Er vergaß auch nicht das kleine und das große Geschäft. Alles in allem bewältigte der Hund die Strecke in etwa einer halben Stunde. Nur das Auto, das stand noch auf dem Parkplatz. Was blieb mir übrig. Ich ging noch mal den Weg ohne Maxl und holte das Auto. Ich bin ja gut zu Fuß. Und für den Maxl tu ich es auch gern.