Meine Wanderung auf dem Westweg 2011 (Teil 3)

Der neunte Tag

Heute geht’s nach Hinterzarten. Der Ort ist bekannt vom Wintersport. Hinlänglich bekannt sind die Skisprungschanzen. Jedoch schlängelt sich der Westweg wieder an der B 500 entlang. Er führt zwar immer durch den Wald, aber die Fahrzeuge hört man schon. Nun, da hat man auch eine Orientierung, wenn man mal die „Rote Raute“ des Westwegs vermisst. Das geht so bis zum „Süßen Häusle“. Das ist ein Bauernhof mit Zimmer- bzw. Ferienwohnungsvermietung. Die Lage ist günstig, denn unweit vom „Süßen Häusle’“ können Wintersportler Skilifte nutzen. Auch im Sommer kann man von hier aus schöne Wanderungen unternehmen. Gar nicht weit ist die „Weißtannenhöhe“, von der aus man schon einen Vorgeschmack auf den folgenden Tag bekommt, man sieht ganz deutlich den „Feldberg“. An seinen Hängen waren Anfang Mai immer noch Schneefelder zu sehen.
Von nun an geht es bergab bis nach Hinterzarten.

Sprungschanzen in Hinterzarten

Sprungschanzen in Hinterzarten

Unterwegs kann man die mächtigen Sprungschanzen bestaunen. Ist man dann in Hinterzarten, kann man das Flair eines Kurortes erleben. Die Urlauber schlendern durch den Ort, sitzen in Straßencafés und lassen es sich gut gehen.
Ich ging zunächst in die Tourismusinformation und erkundigte mich, wie ich zu meiner Unterkunft komme. Ich habe auch gefragt, wie der Weg zum Feldberg beschaffen ist. Schließlich hatte ich noch Bedenken wegen der Schneefelder. Ich wurde beruhigt, Schnee liege nicht auf dem Wanderweg.
Dann suchte ich meine Pension auf, erfrischte mich und ging noch einmal in den Ort. Ich leistete mir einen Kaffee, kaufte noch etwas zu trinken und setzte mich auf eine Bank vor der Info, um die herrlich warme Frühlingssonne zu genießen. Wunderbar, dieser Zustand, in dem man mit sich und der Welt zufrieden ist und das Leben um sich herum einfach vorbeiziehen lässt.

Heute war ein vergleichsweise ruhiger Tag. Ich war zeitig genug in Hinterzarten, um am Nachmittag ein bissel bummeln zu gehen. Am Abend schaltete ich noch den Fernseher an. Zufrieden und optimistisch konnte ich einschlafen. Am nächsten Tag stand sozusagen das „Höchste des Schwarzwaldes“, der Feldberg, vor der Tür.

Der zehnte Tag

Frohgelaunt und wie schon seit Beginn der Wanderung ohne Muskelkater krabbelte ich aus dem Bett. Meinen Rucksack hatte ich schnell gepackt. Pünktlich acht Uhr saß ich im Frühstücksraum. Meine sieben Sachen hatte ich gleich mitgenommen. Ich stellte meinen Rucksack neben den Tisch, legte meine Mütze, ja, genau die, die Emma wieder mitgebracht hatte, auf´s Gepäck und lies es mir schmecken.
Als ich aufbrechen wollte, kam die Gastgeberin, stellte mir noch zwei Scheiben Brot hin und meinte, ich solle mir für den Weg übern Feldberg noch eine Brotzeit machen. Ich dankte und machte mir die beiden Schnitten zurecht. Dann legte ich meine Mütze auf den Stuhl und packte die Brotzeit in den Rucksack. Ich war in Eile, deshalb verabschiedete ich mich schnell und ging los.
Der Weg war nicht zu steil, ich wollte zunächst durchziehen bis zur Lichtung „Am Feldberg“. Nun war ich vielleicht drei Kilometer unterwegs, da fiel mir auf, dass ich meine Mütze vergessen hatte. So was Ägerliches. Zwei Jahre zuvor ließ ich die Mütze bei Emma, dann bekam ich sie zurück nach dem ich eine andere vergessen hatte und nun war die auch wieder weg. Dabei war das noch ein Andenken an die Tschechien vor der Wende. Aber die drei Kilometer zurück und dann noch einmal losgehen, nee, das war mir zuviel. Ich rief Marlies an, die telefonierte mit der Zimmerwirtin und diese versprach, uns die Mütze zuzusenden. Na, Gott sei Dank war Kopfbedeckung gerettet. Es hätte mir wirklich leid getan, wäre sie ein Opfer meiner Vergesslichkeit geworden.

Holztranport am Feldberg

Holztranport am Feldberg

Nach dem Telefonat mit zu Hause war mir leichter. Unterwegs sah ich auf einer Forststraße einen Langholzlaster. Der Fahrer war gerade dabei, sein Auto zu beladen. Die Holzfahrer haben es nicht leicht. Ist es kalt und die Straßen sind vereist, müssen sie höllisch aufpassen. Brennt die Sonne auf die Wälder, fällt einem schon das Atmen schwer. Wenn man sich dann auch noch da aufhalten muss, wo die Luft steht, wie man so sagt, ist es auch seht schwer. Von der Arbeit des Mannes habe ich ein Bild gemacht.

Kurze Zeit später, es war kurz vor der Lichtung „Am Feldberg“, überholte mich der Laster. Ich trat paar Schritte zur Seite in den Wald hinein. Der Laster fuhr an mir vorbei und der Fahrer winkte mir freundlich zu. Als Dank für meine Schritte in den Wald fuhr er extra langsam, um nicht ganz so viel Staub aufzuwirbeln. Ich habe zurück gewunken und mich für diese Höflichkeit bedankt. Es war so eine stille Begegnung, bei der ich wusste, dass der Fremde und ich uns gut verstehen.

Weiter ging´s bergan. Nach dem Rufenholzplatz wurde der Weg schmaler und steiler. Über manchen Wegabschnitt führte ein Bohlensteg. Schließlich kam ich zu einer Stelle, von der aus man einen herrlichen Blick auf den in der Tiefe liegenden Feldsee hat. Atemberaubend ist dieser See in seinem Kar anzuschauen.

Nur noch wenige Minuten trennten mich von der Baumgrenze. Wenn man einmal freie Sicht nach oben hat, ist der Weg auch nicht mehr weit. Über einen bequemen Pfad führt der Wanderweg ins Grüble, der Senke zwischen Seebuck und Feldberggipfel. Vom Grüble aus erreicht man den Gipfel über eine Teerstraße. Auf dem Gipfel ist ein großer Platz, auf dem ein paar Bänke stehen. Hier habe ich das Brot gegessen, das ich mir vor Stunden in der Pension zurecht gemacht hatte.

Ich  auf dem Feldberg

Auf dem Feldberg.

Gegenüber von diesem Platz steht die Wetterwarte. Schon am Vortag hat sie signalisiert, dass mein Weg da vorbei führt. Nun war ich da. Ich hatte aber noch etwa 13 Kilometer vor mir. Also ging ich nach kurzer Zeit weiter zur St. Wilhelmer Hütte. Hier hatte ich mir vorgenommen zu rasten. In der Hütte kann man eine warme Mahlzeit einnehmen und auch etwas trinken. Ich genehmigte mir eine Kartoffelsuppe mit einem Paar Wienerle. Hmmm, hat das geschmeckt. Der Hüttenhund war auch zugegen. Natürlich bekam er von mir über die Wirtin sein Leckerlie.

Auf dem Weg zur Hütte traf ich einen Mann. Er war im Vorruhestand, wie er sagte. Er war dabei, etwas zu fotografieren. Sein Motiv war blau, blau wie der Enzian. Jawohl, es war Enzian. So kamen wir ins Gespräch. Er wohnt in Freiburg und nutzt die Zeit des Vorruhestandes für seine Wanderungen. Es war eine nette Unterhaltung. Wir haben in der Hütte gemeinsam gegessen und sind auch gemeinsam weiter gewandert, bis ich in Richtung Stübenwasen musste und er zur Todtnauer Hütte abbog.

Ein paar hundert Meter vor dem Gasthaus Stübenwasen setzte ich mich noch mal auf eine Bank und entspannte mich. Das tat gut. Nach einem kräftigen Schluck aus der Wasserflasche nahm ich das kommende Stück des Weges in Angriff. Am Stübenwasen vorbei immer abwärts gelangt man an die Skiarena Notschrei. Diese Arena stand vor drei Jahren noch nicht. Ein Schießstand zeugt davon, dass hier auch Biathlonwettkämpfe ausgetragen werden. Wenig weiter ist das Hotel Notschrei, ein Wellnesstempel der gehobenen Klasse. Hier kann man ein Zimmer ab 100 Euro pro Tag aufwärts buchen. Nichts für kleine Leute, die hier auf der Wanderung vorbei kommen.

Jetzt näherte ich mich meinem Tagesziel. Nur noch der Troubelmattskopf und der lange Abstieg nach Wieden musste bewältigt werden. Hundert Meter nach oben waren dabei noch zu überwinden. Dann war auf einmal das Wiedener Eck, auch ein Höhengasthof, da. Ich hatte ob der Preise in Münstertal Neuhof in einem kleinen Gasthaus gebucht. Dazu musste ich noch weitere 500 Meter steil bergab gehen. Huch, war das steil, dachte ich als ich zurück blickte. Da musste ich ja am nächsten Morgen mitsamt Rucksack gehen. Es grauste mir bei diesem Gedanken. Es sollte aber eine Lösung geben.

Der elfte Tag

Der Kronprinz wartet heute auf mich. Der Kronprinz, das ist der Belchen. Der Belchen ist 1.414 Meter hoch, die Bergstation der Seilbahn 1363 Meter. Übrigens, die Fahrt mit der Belchenbahn ist gar nicht so teuer. Für eine Bergfahrt zahlt man 6.00 Euro, Senioren ab 63 Jahren sparen da noch 50 Cent. Ich wollte aber nicht mit der Seilbahn fahren, ich wollte den Belchengipfel zu Fuß erreichen.

Der Belchen wartet.

Der Belchen wartet auf mich.

Am Morgen beim Frühstück sinnierte ich noch einmal über den steilen Weg bis zum Wiedener Eck. Die Wirtin musste zeitig zum Arzt, ich saß beim Frühstück und tat meine Sorgen kund. Da kam mir die Wirtin zu Hilfe. Sie hat ihren Mann gefragt, der sie doch sowieso zum Arzt fahren musste, ob er mich mit dem Auto bis zum Westweg fährt. Der übernahm die Aufgabe. Die Fahrt dauerte keine fünf Minuten und ich war am Ausgangspunkt der Wanderung über den Belchen und den Blauen bis nach Kandern.

Der Weg steigt nur leicht an. Man kann unterwegs noch einmal die Aussicht auf die Gemeinde Münstertal genießen. Bis zur Krinne geht man auf Forstwegen und auch ab und zu auf schmalen Waldpfaden immer am Berghang entlang. Erst danach führt der Weg immer steiler werdend im Zickzack auf dem Gipfel. Dieses letzte Stück war für mich so etwas wie ein Filetstück beim Aufstieg. Auf der einen Seite hat man den steilen Hang zum Tal hin, auf der anderen Seite zum Berg. Man muss sich gut auf den Weg konzentrieren. Wenn es dann von Zick nach Zack geht, hat man wieder Gelegenheit, sich die Rheinebene anzuschauen.

Aufstieg auf den Belchen

Der "Zick-Zack" beim Aufstieg auf den Belchen.

Nach etwa zwei Stunden Weg hatte ich die sechs Kilometer Aufstieg bewältigt. Mit der kleinen Digitalkamera machte ich am Gipfelkreuz ein Bild von mir, nicht aus Eitelkeit, nein nur der Dokumentation wegen.

Auf dem Belchen.

Ich auf dem Belchen. Herrlich!

Ich hatte mir vorgenommen, im Belchenhaus einen Kaffee zu trinken und ein Stück Kuchen zu essen. Das Belchenhaus ist die höchstgelegene Gaststätte Baden-Württembergs. Ich musst aber noch eine Viertelstunde warten, es war noch nicht 10.00 Uhr. Aber dann bekam ich meinen Willen, einen Kaffee, ein Stück Rhabarberkuchen und einen Stempel in den Wanderpass. Gegen halb elf ging ich weiter. Der Tag war sonnig und warm. Vom Belchen sind es noch 17 Kilometer bis zum Blauen. Und vom Blauen aus ist noch der zehn Kilometer lange Abstieg zu bewältigen.

Vom Belchen in Richtung Hoher Kelch ist es wunderbar zu gehen. Man könnte meinen, man sei in den Alpen. Wenn ich daran denke, komme ich so richtig ins Schwärmen. Ein unendlich lang wirkender Weg führt dann bis zum Haldenhof. Hier habe ich mich noch einmal bei einer Apfelschorle erfrischt. Das war auch notwendig, denn es folgte ein kleiner aber sehr steiler Anstieg, der mich bis hinauf Parkplatz Kreuzweg führte. Von hier aus bis zum Müllheimer Egerten konnte ich wieder etwas Kraft tanken. Das war auch wichtig, denn jetzt sind noch einmal etwa 150 Höhenmeter zu bewältigen, um auf den Blauen zu kommen.

Der Blauen, der letzte große Berg auf der Wanderung.

Der Blauen, der letzte große Berg auf der Wanderung.


Im Blauenhaus gibt es ein Hotel mit einer Gaststätte. Man findet da auch einen Kiosk und kann sich auf der Terrasse ausruhen. Ich kaufte mir im Kiosk ein Mineralwasser und versuchte, mich von der langen Tour zu entspannen. Mir stand ja noch der Abstieg nach Kandern bevor, genauer nach Sitzenkirch, einem Ortsteil von Kandern. Von der Terrasse aus konnte ich Gleitschirmflieger beobachten, die sich auf den Start vorbereiteten. Die mussten lange Zeit auf den richtigen Wind warten. So viel Zeit hatte ich nicht.

Nachdem ich mich wieder gestärkt fühlte, machte ich mich auf den Weg. Bis Sitzenkirch rechnete ich gut zwei Stunden. Die brauchte ich auch. Ich war dann dennoch eine halbe Stunde zu früh, denn meine Gastgeberin rief mich unterwegs an, ob es mir viel ausmacht, wenn sie zunächst ihre Sportstunde zu Ende führen kann. Na klar, stimmte ich ihr zu. Vor der Unterkunft war eine Bank, so recht bequem fürs Warten. Ich saß in der Sonne, Beine ausgestreckt, etwas müde von der langen Strecke. Die Hausherrin kam pünktlich. Sie zeigte mir das Zimmer und fragte, was sie noch für mich tun könne. Ich war durstig und bat sie deshalb um eine Flasche Mineralwasser. Die bekam ich auch sofort mit dem Hinweis, dass ich das Wasser nicht bezahlen muss. Danke, liebe Frau Heide.

Zufrieden und müde legte ich mich schlafen. Fernsehen war für mich uninteressant.

Der nächste Tag war der letzte meiner Wanderung. Ein bissel stolz war ich auf meine Leistung.

Der zwölfte Tag

Heute geht meine Wanderung auf dem Westweg zu Ende. Ja, bei aller Anstrengung , es war wieder schön im Schwarzwald. Aber zunächst habe ich ja noch ein paar Kilometer vor mir.
Unser Sohn wird mich abholen, so dass eine weiter Übernachtung in Weil am Rhein oder anderswo nicht notwendig ist. Wir haben ausgemacht, dass er mich von der Burg Rötteln abholt. Das ist schon in Ordnung so. Die letzten zehn Kilometer von Lörrach bis zum Badener Bahnhof in Basel waren für mich schon vor drei Jahren nicht mehr so interessant.

Ich musste zunächst von Sitzenkirch nach Kandern gehen. Der Weg war teils geteert, teils eben ein „echter“ Feldweg. Ich ging gegen acht Uhr los, da war es noch nicht so warm. In Kandern „begann gerade das Leben.“ Es war Samstag. Die Leute gingen zum Bäcker frische Brötchen fürs Frühstück zu holen, sie hatten Zeitungen in der Hand. Frohgemut ging ich der „Roten Raute“ nach. Der Weg führte neben der Kandertalbahn über Hammerstein nach Wollbach. Jetzt sieht man auch, dass hier der Weinanbau zu Hause ist. In Wollbach verlassen wir die Eisenbahnlinie um durch den Röttler Wald zur Burgruine Rötteln zu kommen. Zu Mittag konnte ich die Burgruine bewundern. Etwas unterhalb der Burg ist eine Gaststätte mit einem Biergarten. Es war „Kaiserwetter“, da war es im Biergarten recht gemütlich. Das Essen und Trinken ist hier erschwinglich. Ich suchte mir also einen schattigen Platz, stärkte mich und wartete auf mein „Taxi“.

Nun hatte ich Zeit, über die vergangenen Tage nachzudenken. Ich hatte es wieder geschafft, den Westweg zu gehen. Ich hatte die Streckenführung etwas für mich präzisiert, aber 280 Kilometer waren es bestimmt.

Das Portal "Dreiländereck" bei Lörrach.

Das Portal "Dreiländereck" bei Lörrach.

Vor drei Jahren habe ich die Wanderung zum ersten Mal gemacht. Auch damals kam ich überwältigt nach Hause. In diesem Jahr wußte ich, was auf mich zukommt. Ich dachte, ich sei körperlich gut in Form. Aber erst in der zweiten Hälfte der Wanderung fiel es mir nicht mehr so schwer, auf die Berge zu steigen.

Wie schon vor drei Jahren bin ich netten und aufgeschlossenen Menschen begegnet. Tagsüber allein zu gehen und trotzdem mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die einem irgendwo begegnen, das empfinde ich als besonders schön.

Vor drei Jahren ging es mir in erster Linie darum, anzukommen. Heuer nahm ich mir mehr Zeit für die Schönheiten unterwegs. So wußte ich nun, dass mich auf der Hornisgrinde ein Hochmoor erwartet. Deshalb nahm ich mir mehr Zeit, um ich auf der Hornisgrinde umzuschauen. Die Hornisgrinde wurde auch militärisch genutzt, von den Franzosen und später auch von den Deutschen.

Ich habe bei einer 80-jährigen Frau übernachten können. Sie lud mich zu einem Kaffee ein und wir plauderten über Gott und die Welt mehr als eine Stunde. Ist das nicht schön? Bei all dem gewährte sie mir für das Zimmer mit Frühstück auch noch einen Preisnachlaß.

Ich kam mit einen Pfarrer i.R. ins Gespräch. Wäre mein Essen nicht dazwischen gekommen, hätten wir uns noch viel länger unterhalten.

Ich habe vor allem im letzten Teil der Wanderung die Aussichten über die Rheinebene genossen. Einfach herrlich. Ich war „happy“, als ich den schmalen Pfad zum Belchen hoch gegangen bin. Einmalig!

Mein Fazit: Ich würde es wieder tun, aber ich würde mich anders vorbereiten. Mein Rucksack würde höchstens noch drei Kilo wiegen, eher weniger. Vielleicht würde ich mir Wanderstöcke zulegen. Aber das weiß ich nicht. Und ich würde mich vorher noch mehr informieren, was es unterwegs alles so zu sehen gibt.

Die Übernachtungen sind um fünf bis zehn Euro teurer geworden. Schade, so ist es nicht mehr so leicht, eine Wanderung zu planen. Essen und Trinken werden teurer je mehr man sich der Schweizer Grenze nähert. Im Nordschwarzwald hat eine Flasche Mineralwasser mit 0,7 Liter Inhalt 2,00 Euro gekostet, in Sitzenkirch 3,30 Euro. Aber das ist eben so.
Meinen Eindruck vom Schwarzwald kann das nicht trüben.
Steffen kam dann auch recht pünktlich. Er musste noch etwas zu Mittag essen, schließlich war er drei Stunden unterwegs. Wir ließen es gemütlich angehen.

Gegen 14.00 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. 20 Kilometer war ich gelaufen, 370 hatte ich jetzt noch im Auto vor mir. Auf jeden Fall waren wir zum Abendessen zu Hause.