Heute ist Samstag, der 10. September 2011.

Am Vormittag war ich einkaufen in einem Supermarkt. Eigentlich mach ich mir vor dem Einkauf einen Zettel zurecht, auf den ich aufschreibe, was ich alles in den Einkaufswagen legen will. Trotzdem guck ich auch in die Regale, ohne gleich Dinge in den Wagen zu legen, die ich nicht brauche.

Heute aber war mir, als hätte ich die Zeit verschlafen, als ich die angebotenen Backwaren inspizierte. Da wurden doch tatsächlich „Christstollen“ angeboten. Vielleicht sind das Restbestände vom vergangenen Weihnachtsfest, dachte ich. Nein, die Mindesthaltbarkeitsdauer war auf Ende Januar 2012 datiert. Die bieten Christstollen aus neuer Produktion im Sommer an. Auch die Verpackung war auf Weihnachten getrimmt. Schneebedeckte Landschaften sah man, Kinder rodelten den Hang hinunter, und auch das Weihnachtsmanngesicht fehlte nicht.

Glühwein

Im Supermarkt gibt es jetzt schon Christstollen. Warum gibt´s noch keinen Glühwein?


Nun habe ich mir überlegt, ob Handel und Großbäckereien vielleicht Angst haben, die Leute könnten zum Heiligen Fest kein Geld mehr für Stollen haben. Also verlegen wir Weihnachten ein paar Monate vor und bereiten den Leuten zum Ende des Sommers 2011 ein schönes Fest, ein schönes Weihnachtsfest. Jetzt fehlt nur noch das unendliche Gedudel von „Jingle Bells“.

4 Kommentare

  1. Lieber Frieder,
    ich traute gestern meinen Augen auch nicht. Nicht nur Stollen, auch Spekulatius, Zimststerne und Lebkuchen lagen da.
    Eine Bekannte ging an mir vorbei und hatte Lebkuchen im Wagen. Ich schaute kurz hin und wollte weitergehen. Sie meinte sich entschuldigen zu müssen: Jetzt schmeckt das Gebäck am besten. Später kaufe ich es nicht mehr. – Mein Gott, ist das eine Aussage.
    Ich zuckte die Achseln und ging weiter. Was sollte man sonst auch tun.
    Liebe Abendgrüße schickt
    Irmi

    • Hallo liebe Irmi,
      es ist eine verrückte Welt. Es wäre ganz wichtig, wenn nicht alles dem Konsum untergeordnet wird. Du hast heute mit deinem Beitrag „Dies und Das und Freiheit“ auf deinem Blog sehr schön beschrieben, was wichtig ist im Leben.

      Liebe Grüße
      Frieder

  2. Lieber Frieder,

    du sprichst mir aus dem Herzen. Ich finde das auch überhaupt nicht schön – kaum sind die Sommerfreien vorbei, sieht man Weihnachtsartikel in Geschäften, Supermärkten und Tankstellen! Nein, ich brauche das wirklich nicht. Ich versuche es mit Ignorieren.
    Aber dann denke ich wieder – der Konsument hätte es ja in der Hand. Wenn es niemand kaufen würde, dann gäbe es das jetzt auch nicht im Angebot. Der Konsument bestimmt, was es zu kaufen gibt! Es muss also Nachfrage geben, oder?

    Na dann – frohes Vor-Fest! :-))
    Katrin

    • Hallo liebe Katrin,

      du hast recht. Der Konsument hat es in der Hand, was gekauft wird.
      Ich bin eigentlich resitent gegen solche Angebote.
      Hätte meine mich nicht noch mal gebeten, fürs Wochenende Kloßteig zu kaufen,
      wäre mir das vorzeitige Weihnachten gar nicht aufgefallen.

      Liebe Grüße
      Frieder

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