27. Mai 2012 · Kommentieren · Kategorien: na so was · Tags: , ,

Mein Hund Maxl und ich, wir beide kennen uns nun seit etwa 13 Jahren.
Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich den kleinen Kerl zum ersten Mal im Tierheim sah. Der Schäferhund-Dackel-Mischlingsrüde hatte sofort unsere Herzen erobert.

Unser Hund - Maxl

Maxl ist ein Schäferhund-Dackel-Mischlingsrüde. Ein Bild von 2005.

Mit der Zeit ist Maxl älter geworden. Sein Kopf ist ergraut. Er trägt „Grau“ wie alte Menschen. Selbstbewußt verzichtet er auf´s Tönen. Das Leben ging nicht spurlos an ihm vorüber. Er ist auf dem linken Auge blind. Das Gebiß, der Stolz eines jeden Hundes, ist auch nicht mehr vollständig. Er hört schwer und hat zudem noch einen Herzklappenfehler. Dafür ist seine Nase sehr sensibel geblieben. Er ist heutzutage immer noch in der Lage, läufige Hündinnen auf viele hundert Meter zu orten. Das macht er dann auch mit Fleiß.

Morgens und abends bekommt er seine Medizin. Damit er sie auch wirklich schluckt, wird die Pille in Leberwurst verpackt. Wenn wir vergessen , ihm die Pille zu geben, sitzt er vorm Kühlschrank und starrt die Kühlschranktür an. Er geht nicht von der Stelle. Aha, wissen wir dann, der Maxl muss noch seine Medizin bekommen.

Maxl hat einige Rechte, die Hunde eigentlich nicht haben sollte. Zu den Mahlzeiten sitzt er mit auf der Eckbank. Er bettelt nicht, er sitzt da und wartet geduldig, bis wir unsere Mahlzeit verzehrt haben. Dann ist der Hund dran. Er bekommt einige Leckerlis, die Herrchen und Frauchen vorher „gespendet“ haben. Er weiß von diesem Privileg und besteht auch darauf.

Maxl ist jetzt 14 Jahre und sechs Monate alt. Wenn man das Alter eines Hundes mit dem eines Menschen vergleichen will, wendet man im Allgemeinen den Faktor „Sieben“ an. Unser Hund wäre jetzt also über 100 Jahre alt. Ich stell mir vor, wie mir es geht, sollte ich das „heestersche“ Alter erreichen und sollte es mir wie
meinem Maxl ergehen.

Ich könnte faul im Hof in der Sonne liegen, ich bekäme immer pünktlich meine Mahlzeiten. Ich brauchte mich nicht um meine Medis zu kümmern. Ich könnte noch selbst Gassi gehen. Ich müsste auch nicht nachts aufstehen, um die Blase zu entleeren.

Ich könnte mich immer noch den an hübschen jungen Frauen erfreuen, auch wenn die Augen nicht mehr richtig wollen und das Herz Schwierigkeiten hat, das Blut in den Kreislauf zu pumpen. Meine Nase ist noch 120 % in Ordnung. Welch ein Glück. Bei diesem Gedanken erhellte sich meine Miene.

Aber mein Aussehen wurde gleich wieder finster. Ich hatte nicht zu Ende gedacht. Da war doch noch das „Gassi-Gehen“. Ich konnte mir partout nicht vorstellen, dass ich mit einem Halsband und an der Leine spazieren ging.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*