Die Schwäbische Alb ist ein Wanderparadies. In allen Regionen der Alb gibt es auf den Wanderwegen vieles zu entdecken.
Bisher wandert ich Wege, die ich zufällig entdeckt habe. Nun hatte ich mir ein Buch besorgt, in dem Wanderwege auf der Alb beschrieben sind: „Bruckmanns Wanderführer 2011“ mit „Die 40 schönsten Touren – Schwäbische Alb.

Ich suchte mir eine Wanderung in der Nähe Ulms aus. Meine Wahl fiel auf „Das Tal der Kleinen Lauter“, im Wanderführer die Tour 11.

Los geht´s in Herrlingen, einem Ortsteil von Blaustein, zwischen Ulm und Blaubeuren gelegen. An der Kirche in Herrlingen kann bequem das Auto parken. Nach wenigen Metern auf der Bergstraße in Richtung Weidach zweigt der Weg scharf rechts ab. Über Treppen und einige Serpentinen steigt man schnell in Richtung des Funkmastes auf. Man kann sich für den Aufstieg ruhig Zeit nehmen. Oben angelangt führt der Weg immer auf annähernd gleicher Höhe bis zum Weiler Weidach. Das Wanderwegzeichen ist hier die Rote Raute.

Die Kirche in Herrlingen

Die Kirche in Herrlingen

Gleich in der Nähe des Funkmastes traf ich eine älter Frau. Ich fragte sie, ob sie in Herrlingen wohnt. Ja, sie wohnt hier. Sie geht gern auf den Berg, kann man doch von hier aus die Aussicht auf das Blautal so schön geniessen. Außerdem freut sie sich an den Schafen, die hier dem Hang abweiden. Und wirklich, Lämmer und alte Schafe lagen unter einem Baum im Schatten, um sich vor der Sonne zu schützen. Die älteren Tiere lagenbequem da, von den Lämmern sprang immer wieder eines herum, gerade so, als wolle es die Wiese testen. Eines hatte sogar die eingezäunte Weide verlassen. Als ich mich näherte, kroch es geschmeidig unter den Elektrozaun hindurch, um zur Herde zu kommen.

Noch vor Weidach kommt man an einem Sportgelände vorbei. Von hier aus kann man aber schon den Weiler sehen. Die Entfernung von 1,5 km bis zum Ort, die auf einen der Wegweiser angegeben ist, kann keinesfalls stimmen.

Weiler Weidach

Der Weiler Weidach ist der erste Etappenpunkt der Wanderung.

Nach Bruckmanns Wanderführer überquert man in Weidach die Kapellenstraße und sucht nun die Lautertalsteige, geht diese bis zum Ortsrand und von da aus rechts einen Waldweg (Rote Raute). Über einen Pfad am Waldrand gelangt man an die Straße Herrlingen – Bermaringen, geht etwa 150 Meter nach rechts und dann links zur Weidacher Hütte.

Man kann sich den Schwenk zur Lautertalsteige auch sparen und geht entlang der Straße Herrlingen – Bermaringen auf einem bequemen Fußweg bis zum Abzweig zur Weidacher Hütte.

Weidacher Hütte

Die Weidacher Hütte des Schwäbischen Albvereins.

Gegenüber der angegebenen Gehzeit war ich etwa 30 Minuten früher. Ich konnte mir als ganz bequem eine kleine Rast leisten. Ich genehmigte mir eine Tasse Kaffe und ein Stück Kuchen und lies es mir schmecken.

Von der Weidacher Hütte führt ein Wiesenweg am Waldrand links bis zu einer Kreuzung mit einem Feldweg. Hier geht man nach links den Feldweg, überquert abermals die Straße Herrlingen – Bermaringen und hat schon den Weiler Hohenstein erreicht. Verlaufen kann mansich nicht, denn die Häuser von Hohenstein sind schon von der Ferne zu sehen.

Weiler Hohenstein

Am Rand von Hohenstein begegnete ich eine älteren Frau, die mit einem „Rolli“ daher kam. Ich sprach sie an. Sie freute sich, dass sie die wärmenden Strahlen der Sonne geniessen konnte.

Rote Gabel

Wanderwegzeichen Rote Gabel

Die „Rote Gabel“ führt in ein Nebental der Kleinen Lauter. Der Weg nach unten ist sehr steil. Wer mit Wanderstöcken unterwegs ist, wird sich auf diesem Abstieg über diese Hilfen freuen. Nach den ersten zwei Serpentinen ist die Rote Gabel am ersten Baum bergauf angebracht. Das soll uns aber nicht hindern, bergab zu gehen.

Wenn man unten ist und nicht mehr auf jeden Schritt aufpassen muss, erkennt man das malerische Tal der Kleinen Lauter. Unversehens ist man in „Lautern“. Wer möchte, kann hier in einem Gasthaus einkehren. Das „Lamm“ hat freitags bis sonntags geöffnet.

Lautern Gaststätte Lamm

Lautern Gaststätte Lamm

Der weiter Weg führt auf dem Teersträßen zu nahe gelegenen Kirche „Unsere lieben Frauen zu Lautern“. Unweit der Kirche kommt man zum Gasthof „Krone“. Hier wechselt man ans andere Ufer der Lauter und geht nun auf einem Schotterweg talabwärts nach Herrlingen zurück.

Kirche "Unsere Lieben Frauen zu Lautern"

Kirche "Unsere Lieben Frauen zu Lautern"

Ich wählte von Lautern einen etwas bescherlicheren Weg. Ich ging auf der „Roten Raute“ und der „Roten Gabel“ bergauf. Am Hang entlang und jedes Nebental mitnehmend ging ich in Richtung Herrlingen. Nach dem Überqueren der Wipplinger Straße kam ich nach Oberherrlingen und von da aus nach Herrlingen zurück.

Länge: 14 km

Quelle: Bruckmanns Wanderführer Schwäbische Alb, Tour 11

Karte: Freizeitkarte 525 Ulm, Blaubeuren

2 Kommentare

  1. Schöne Tour, lieber Frieder. Aus diesem Buch bin ich jetzt auch schon 2 Touren gelaufen, und beide waren sehr schön. Diese hier ist leider ziemlich weit weg von mir, aber vielleicht schaffe ich das auch einmal.
    Viele liebe Grüße
    von Katrin

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