Die Wanderer haben immer ein paar Weisheiten parat.
Eine davon: „Es gibt kein schlechtes Wetter. Es gibt nur schlechte Kleidung!“
Daran gibt es nichts auszusetzen. Das Wetter muss man akzeptieren. Wer bei Regenwetter wandern möchte oder muss, muss sich entsprechend anziehen.
Ich mag es aber, wenn es nicht regnet.
Am vergangenen Dienstag war das Wetter so, wie ich es mag. Also habe ich mein Ränzlein geschnürt und bin los gestiefelt. Im Internet hatte ich mir eine Tour herausgesucht, die keine großen Schwierigkeiten aufwies.
Zwischen Unterweiler, einem Stadtteil von Ulm, und Altheim, ein Ortsteil der Gemeinde Staig, gibt es einen Wanderparkplatz, an dem die Strecke vorbei führt.

Zunächst lief ich auf schattigen Waldwegen. Ach, war das eine Freude. Was gibt es Schöneres als die Natur so geniessen zu können.

Ein schattiger Waldweg.

Sonnenschein, Schatten, blauer Himmel, weiße Wolken dazu ein frisches Lüftchen, Wanderherz, was willst du mehr.

Sonnenschein, Schatten und blauer Himmel

An einer Wiese vorbei und dann wieder im Schatten der Bäume kam ich gut voran. Unterwegs traf ich einige Exemplare des „fliegenden Volkes“.

Pfauenauge

Aber auch größere Flieger waren im Luftraum unterwegs.

Ein Raubvogel

Ich komme doch an fast keinem Gänseblümchen vorbei. Ich muss einfach ein paar davon fotografieren.

Gänseblümchen

Nach einigen Kilometern kam ich aus dem Wald heraus …

Ein herrlicher Wanderweg

.. und gelangte an diese kleine eingewachsene Kapelle.

Eine kleine Kapelle am Wegrand

Jetzt führte der Weg etwa fünf Kilometer über Asphaltwege durch die Gemeinde Staig inklusive einiger Teilorte. Das war weniger schön. Aber vermutlich wollte der Autor der Strecke seine Heimat näher vorstellen. Egal, ich lernte auf jeden Fall Staig kennen. Als Autofahrer wäre ich ganz bestimmt an diesem Biotop einfach vorbei gerauscht.

Staig, ein Biotop an der Hauptstraße

Auch diese Kirche hätte ich nicht gesehen, denn sie ist viel leichter für Fußgänger als für Autofahrer zu erreichen.

Eine Kirche in Staig

Ich lernte noch die Gemeindehalle und den Fußballplatz kennen, durchstreifte Altheim (auch zu Staig gehörig)

Altheim

und kam bei diesem Pferd vorbei. Es blickte mich an und bedeutete mir, ich möge es doch fotografieren. Wer kann schon eine solche Bitte abschlagen? Ich nicht.

Das Pferd hatte Zutrauen zu mir.

Hier noch ein „Portraitbild“.

Hier mein Freund ganz groß.

Nun hatte ich bald den Wald wieder erreicht. Ja, solche Weg mag ich.

Waldwege, wie ich sie mag

Diesen Weiher hatte ich zunächst gar nicht als ein „Gewässer“ wahr genommen. Erst später, als ich noch ein paar Schritte gegangen war, konnte ich einige Stellen sehen, die noch nicht zugewachsen waren. Ein Mann kam mit einem Fahrrad angeradelt, hielt an und warf Futter in den Teich. Auf meine Frage sagte er mir, dass er Fische füttere. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass in so einem zugewachsenen Teich noch Fische existieren. Es fehle ein kräftiger Regen, sagte der Mann. Das wäre gut für das Wasser und die Oberfläche des Teiches wäre dann auch wieder durchsichtig. Na gut, für die Fische soll es mal kräftig regnen. Wenn ich wieder zu Hause bin. 🙂

Mitten im Wald befindet sich dieser kleine Teich.

Jetzt kam ich auf den mir schon bekannten „Oberschwäbischen Pilgerweg“.

Oberschwäbischer Pilgerweg

Und nach wenigen hundert Metern gelangte ich zu diesem Rastplatz.

Diesen Rastplatz kannte ich noch von Wanderungen im Frühjahr

Von dieser Stelle hatte ich in dem Beitrag Oberschwabischer Pilgerweg ein Bild gezeigt.

Rastplatz

Damals konnte man den Platz zum Rasten nutzen. Da war es allerdings noch kalt. Jetzt ist es warm, aber der der Platz zugewachsen. Es müßten eben viel mehr Leute die Stelle zum Picknick aufsuchen.

Kurz bevor ich wieder zu meinem Parkplatz kam, sind mir noch diese beiden jungen Damen mit ihrem Fortbewegungsmittel begegnet. Ich habe ihnen gesagt, dass sie ins Internet kommen. Die Beiden haben gelacht. Das habe ich als Zustimmung aufgefaßt.

Eine nette Begegnung mitten im Wald

Mein Weg war gut 11 Kilometer lang, dazu hatte ich keine drei Stunden benötigt.

2 Kommentare

  1. Hallo lieber Frieder,
    da hast du ja wieder viel gesehen und entdeckt auf deiner schönen Strecke. Das Wetter war ideal! Bei uns war es am Dienstag schon viel zu warm. Ich habe nur eine kurze Runde gedreht. Aber gestern war herrliches Wanderwetter, das wir auf der Alb genutzt haben. Ja und den Regen haben wir nun mehr als genug. 😀
    Das nächste Mal musst du einen Rasenmäher mitnehmen, um den schönen Rastplatz zu befreien.
    Ich wünsche euch ein ganz ganz gemütliches Wochenende und der trockenen und warmen Stube. Ich denke, heute und morgen wird kaum jemand unterwegs sein.
    Ganz liebe Grüße an euch
    von Katrin

    • Hallo liebe Katrin,
      ja am Dienstag war es schon sehr warm. Deshalb waren mir die schattigen Waldwege so willkommen.
      Auf der Alb kann man immer eine schöne Tour gehen. Und du kennst dich ja gut aus, hast immer eine Anregung für eine Runde nach deinem Geschmack.
      Hm, der Gedanke mit dem Rasenmäher ist nicht schlecht. 🙂
      Aber vielleicht könnte das Motiv auch so etwas wie ein „Vier-Jahreszeiten-Bild“ werden.
      Ich habe auch nichts dagegen, wenn der Regen jetzt mal aufhört und es dann wirklich Sommer wird.
      Ich wünsche euch auch ein schönes gemütliches warmes Wochenende.
      Viele liebe Grüße an euch
      von Frieder

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