Wir hatten ein paar Tage frei. Unser Maxl, unser kleiner alter lieber Hund ist gut untergebracht.
Wir haben uns entschlossen, die paar Tage zu nutzen und in den Schwarzwald zu fahren. Gelandet sind wir in Kniebis im „Haus am Hang“.

Haus am Hang – hier waren wir gut untergebracht.

Kniebis ist mir in guter Erinnerung.
Einmal nach einer Wanderung über mehr als 30 Kilometer fragte ich einen Tankwart an der Tankstelle in Kniebis Dorf nach dem Weg. Der schickte mich in die falsche Richtung. Ich war noch keine 500 Meter von der Tankstelle weg, da stand er mit seinem Auto neben mir, entschuldigte sich wegen der falschen Auskunft, lud mich ein und brachte mich zu dem von mir gewünschtem Ort. Das war doch eine nette Geste.
Auf jeden Fall sind wir wieder in Kniebis. Über Nacht hatte es geschneit. Ein Blick in der Nacht aus dem Fenster lies fast Weihnachtsstimmung aufkommen. Wälder, Wiesen, Häuser, Straßen und Autos, alle mit einer dicken Schicht Schnee bedeckt.

Ein Blick aus dem Fenster – viel Schnee ist gefallen.

Wir hatten die Übernachtung im „Haus am Hang“ gebucht. Das war eine gute Entscheidung. Die Wirtin hatte uns immer gut versorgt, es gab überhaupt nichts auszusetzen.

Nach einem sehr guten Frühstück waren wir fest entschlossen, wandern zu gehen. Wir folgten dem Vorschlag unserer Wirtin und machten uns auf nach Baiersbronn. Wir wählten die Strecke über den Sankenbachwasserfall.
Es war sehr stimmungsvoll, durch den Winterwald zu laufen.

Schnee auf dem Weg zum Sankenbachwasserfall.

Die Wege waren trotz des Schneefalls gut zu begehen.

Guck, hier gehts lang.

Ich nahm oft die Wanderkarte zur Hand, um zu den Wasserfällen zu kommen.

Skeptisch, wie ich bin, schau ich immer wieder in die Wanderkarte.

Nach einigen Umwegen, wir hatten einige Wegzeichen übersehen oder sie waren nicht vorhanden, standen wir an dem Wasserfall. Es ging ja fast senkrecht nach unten. Der Weg war mit nassem Laub bedeckt und durch Schnee und Regen sehr glitschig. Aber wir hatten doch unsere Wanderstöcke mitgenommen. Das war jetzt für uns sehr wichtig.
Von hier an ging es dann sehr steil bergab.

Jetzt geht es steil bergab

Der Abstieg zum Sankenbachsee war herrlich. Immer wieder querte der Pfad den Wasserfall, so dass wir immer wieder wieder auf das herabstürzende Wasser schauen konnten. Gigantisch.

Der Rastplatz am Sankenbachsee. Hier ist auch ein Grillplatz.[/caption]

Der Sankenbachsee ist ein typischer Karsee. Man kann ihn in gut 20 Minuten einmal umrunden. Die Spiegelungen im See waren malerisch, wie bei Bob Ross im Fernsehen.

Spiegelungen im Sankenbachsee.

Spiegelungen im Sankenbachsee

Jeder See, der auf sich hält, und ist er noch so klein, hat eine Insel. Auch der Sankenbachsee hat eine Insel. Mit Sicherheit ist diese Insel ein kleines Paradies für Vögel und andere Tiere und auch für Pflanzen.
Auf dem Weg nach Baiersbronn kamen wir noch an einem Wildgehege vorbei. Die Tiere waren überhaupt nicht mehr scheu.

An diesem Wildgehege kommt man auf dem Weg nach Baiersbronn vorbei.

Noch eines fiel uns unterwegs auf. Der von der grün/roten Landesregierung angestrebte „Nationalpark Nordschwarzwald“ ist bei der Bevölkerung keineswegs allseits beliebt. Solche Bilder wie hier waren gar nicht selten. sie begegneten uns häufig.

Der Naturpark „Nordschwarzwald“ ist nicht bliebt.

Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Bahnhof in Baiersbronn
Im dem früheren Bahnhofsgebäude ist jetzt ein Informationspunkt wür Wanderer untergebracht. Der Ratsuchende findet hier hervorragende Hilfe. Wir wurden von der netten Frau gut beraten. Sie hatte auch einige Hinweise für Wanderungen im Winter parat. Sie kannte sich auch in Freudenstadt, Baiersbronn und Umgebung aus. Das hat uns gut gefallen.

Wanderauskunft im ehemaligen Bahnhof.

Dank Konuskarte (Gästekarte kann man im Schwarzwald Bus und Bahn kostenlos benutzen) konnten wir entspannt mit dem Zug nach Freudenstadt fahren. Unterwegs sahen wir auf den Weg, den wir im Frühjahr gewandert sind. In der Fischerhütte sahen wir, das Licht brennt. Da hatten wir gleich den Wunsch, am nächsten Tag diese Tour zu laufen.

Von Freudenstadt brachte und derm Bus nach Kniebis.
Es war eine sehr schöne Winterwanderung.

Weitere Bilder gibt es hier zu sehen.

4 Kommentare

  1. Hallo Frieder,
    da habt Ihr Euch ja wirklich was gewagt bei den Wetterverhältnissen am Wasserfall entlang – schöne Bilder – die Gegend und der See sind ja auch wirklich wunderschön die Herbstfarben im See gefallen mir ganz besonders.

    Liebe Grüße Angelika

    • Hallo Angelika,
      wir haben es einfach mal probiert. Mit dem Wanderstöcken und der entsprechenden Vorsicht kamen wir doch ganz gut hinunter. Die Spiegelungen im See haben uns auch besonders gut gefallen.
      Ich freue mich auch schon auf das Frühjahr.

      Viele liebe Grüße
      von Frieder

  2. FRIEDER, da habt ihr aber wirklich eine tolle Tour gemacht. Schnee und dann solche Wege. Richtig toll!

    • Hallo liebe Elke,
      Kniebis ist eine Reise wert.
      Der Westweg führt an Kniebis vorbei und es gibt viele schöne Wege hier zu laufen.
      Übrigens, Angelika und ihr Erik kennen sich hier bestens aus. Auf ihrer Seite fand ich manche Anregung für Wanderungen in dieser Region.

      Viele liebe Grüße
      von Frieder

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