In Zwieselberg an der Bushaltestelle.

Im April bin auf dem Mittelweg von Pforzheim nach Waldshut gelaufen. In Zwieselberg hatte ich damals übernachtet.

Zwieselberg, ein Stadtteil von Freudenstadt

Zwieselberg ist ein Ortsteil von Freudenstadt, ungefähr sieben oder acht Kilometer entfernt und liegt mitten im Wald. Es ist sehr ruhig in Zwieselberg. Deshalb wollten wir, meine Marlies und ich, in Zwieselberg ein paar Tage Urlaub machen. Die Pension, in der ich im April übernachtet hatte, hatte zur geplanten Zeit für uns ein Zimmer frei.

Also sind wir am 2. Juli nach Freudenstadt gefahren. Das Wetter war schön, nur gegen Abend zogen dunkle Wolken auf und es sollte ein paar Tropfen regnen.


Der folgende Tag versprach Sonnenschein und warmes Wetter, wie ein Blick aus dem Fenster zeigte.

Wir beschlossen, an diesem Tag von Freudenstadt nach Baiersbronn zu wandern, eine Stecke, die wir schon in beiden Richtungen gelaufen sind. Angelika hatte uns auf diese Wanderung aufmerksam gemacht.
Zwieselberg ist so gut wie vom öffentlichen Personennahverkehr abgenabelt. Zweimal täglich fährt der Bus nach Freudenstadt bzw. kommt von dort.
Der erste Bus war fuhr für uns zu zeitig. Der nächste, das ist die dritte Möglichkeit, Zwieselberg mit dem Bus zu verlassen, fuhr über Bad Rippolsau und Kniebis nach Freudenstadt. Da ist man mehr als eine Stunde unterwegs. Dafür hat man die Gelegenheit, ein paar Eindrücke von Rippoldsau zu sammeln und eine Fahrt durch den Schwarzwald zu genießen.

In Freudenstadt stiegen wir am Markt aus dem Bus. Wir schlenderten über den Platz und schauten uns die herrlichen Fontainen an. Das ist sehr schönes Bild, wenn das Wasser sehr hoch sprizt. Man kann sich kaum satt sehen.

Wir wollten aber noch nach Baiersbronn. Wir gingen ins Tal und wanderten entlang des Forbaches.
Am Bärenschlösschen war überhaupt kein Betrieb. Musste auch nicht sein, denn das Bärenschlösschen hat geschlossen. Ein neuer Pächter wird gesucht.

Freudenstadt Bärenschlössle. Ein neuer Pächter wird gesucht.


Aber was soll’s. Wenn die Gastwirtschaft geschlossen ist, muss man sich selbst verpflegen. 🙂 Marlies hatte unterwegs am Hang Heidelbeeren entdeckt. Die waren reif und warteten darauf, geerntet zu werden.

Heidelbeeren, eine willkommene Abwechslung unterwegs.

Bis zur Fischerhütte blieben wir auf dem Weg, den wir schon gewandert sind.

Nach der Fischerhütte blieben wir nicht konsequent auf dem ausgezeichneten Wanderweg, wir wechselten auf die andere Seite des Baches und gingen auf einem Rad- und Fußweg weiter. Die Michaelskirche, an der wir auch im Dezember vergangenen Jahres vorbei kamen konnten wir dieses Mal von dem unteren Weg aus bestaunen.

Michaelskirche


Weiter ging es zu diesem Kunstwerk , der Königssense.

Unterwegs kamen wir an der „Königssense“ vorbei und überquerten den Forbach

Bis nach Baiersbronn zum Bahnhof ist es nicht mehr weit. Unweit vom Bahnhof ist eine Gaststätte, in der wir einkehrten. Die Sonne schien prächtig. Da saßen wir im Biergarten im Schatten einiger Bäume recht gut.

Rechtes Bild: in einem Biergarten.
Linkes Bild: im Zug nach Freudenstadt


Das Essen hat geschmeckt und wir konnten rechtzeitig aufbrechen, um zum Bahnhof zu kommen. So konnten wir ohne langes Warten auch noch den Zug nach Freudenstadt erreichen.

Gegen 14.00 Uhr waren wir wieder in Freudenstadt.
Wenn man in Freudenstadt aus dem Stadtbahnhof kommt, ist man gleich am Zentralen OmnibusBahnhof (ZOB). Also suchten wir, wann ein Bus nach Zwieselberg fährt. Es ist zum Mäuse melken, auf den Fahrplänen war keine Busverbindung auszumachen. Was tun?

Wir fragten eine Taxifahrerin nach den Kosten. 20 Euro. Das war uns doch etwas teuer für die acht Kilometer auf der Straße.
Die nächste Anlaufstelle war die Touristinfo am Markt.
Wir hatten schon ein- oder zweimal diese Touristinfo in Anspruch genommen.
Wir bekamen immer schnell und höflich unsere gewünschte Auskunft.
So war es auch dieses Mal. Die freundliche Frau auf der anderen Seite des Tresens fand im Internet, nicht im gedruckten Fahrplan, einen Bus, der werktags am Nachmittag von Freudenstadt nach Zwieselberg fährt. Abfahrt war allerdings erst 17.35 Uhr.
Meine Marlies fühlte sich gut in Schuss, so dass wir die sechs Kilometer Wanderweg in Ruhe angehen konnten.

Unterwegs kamen wir noch an einem Waldcafé vorbei. Na, einen Kaffee und ein Stückchen Kuchen hatten wir uns doch verdient. Und der Weg war ja auch noch nicht zu Ende.


Am Wanderweg sahen wir Glockenblumen.

Der beschwerliche Weg nach Zwieselberg


Bevor es über die Kleine Kinzig geht, kommt man an einer Schutzhütte vorbei. Hier rasteten wir noch einmal, denn danach geht es steil bergauf.

Vor dem letzten Anstieg noch einmal kräfitg durchatmen


Glücklich und etwas durchgeschwitzt kamen wir in Zwieselberg an. 20 Euro Taxi hatten wir gespart und unterwegs noch schön Kaffee getrunken. Diesen Tausch machen wir immer wieder. 🙂

In Zwieselberg gibt es derzeit keine Gaststätten. Das Hotel Hirsch ist seit März diesen Jahres geschlossen. Wir und gesagt wurde, soll dieses Restaurant in drei oder vier Wochen wieder öffnen. Na, da sind wir mal gespannt.

Zwieselberg Hotel Hirsch


Dafür gibt es aber jede Menge Bänke. Immerhin besser als zu wenig.

Für den Freitag hatten wir uns vorgenommen, mit dem Auto nach Freudenstadt und Umgebung zu fahren. Unterwegs wollten wir auch zu Mittag essen.
Und was soll ich am Vormittag tun? Ich zog die Wandersachen an und ging in Richtung Stausee. In der Nähe von Zwieselberg wird die Kleine Kinzig angestaut. Die Talsperre ist eine Trinkwassersperre. Der Weg bis zum Stausee beträgt etwa zwei oder drei Kilometer. Bedenken muss man, dass es hinwärts abwärts geht, heimwärts geht es also aufwärts, 🙂 und zwar auch etwa zwei oder drei Kilometer.

Auf meinem Weg konnte ich diese Fotos machen:


Am Nachmittag fuhren wir zunächst nach Kniebis. Im Schwyzer Stübli hatten unser Mittag gemacht. Danach wollten wir noch ein paar Schritte gehen. Mir fiel ein, dass ich im November von der Aussichtsplattform nur Nebel gesehen hatte. Dieses mal war ja ein Bombenwetter. Also gingen wir zum Ellbachseeblick. Die Aussichtsplattform wurde erst vor knapp einem Jahr genauer im August 2013, eröffnet.
Bei guter Sicht kann man bis zur Hornisgrinde sehen.

Der Ellbachsee ist auch ein Karsee.



Auf dem Weg zum Auto kamen wir noch an einem Schaumeiler und diesem Kunstwerk vorbei.

Schaumeiler in Kniebis

Natürlich war ich nicht der einzige Fotograf.

Außer mir fotografierte auch meine Marlies den Meiler.

Am Westwegportal in der Nähe der Kniebishütte fotografierten wir uns noch.

Westwegportal nahe der Kniebishütte


Mein Liesel unter dem Westwegportal


Für den Nachmittag hatte unsere Pensionswirtin zu Kaffee und Kuchen eingeladen.
Es kamen viele Gäste, derzeitige und frühere.
Kaffee und Kuchen waren Spitze.

Kaffeetrinken bei unserer Gastgeberin


Als wir am Samstag nach Hause fuhren, wurden wir auch mit großer Herzlichkeit verabschiedet.

Adieu. Ganz lieb haben uns unsere Miturlauber verabschiedet.

Wir haben in Zwieselberg sehr schöne Tage erlebt.
Ganz gewiß kommen wir wieder, wenn es ginge, gleich drei oder vier Wochen.

Weitere Bilder gibt es hier: Zwieselberg

2 Kommentare

  1. Wir sind wieder vernetzt, und nun konnte ich endlich deinen schönen Bericht lesen, lieber Frieder. Da habt ihr euch ein paar schöne Tage gemacht und richtig nette Bekanntschaften geschlossen.
    Ich war ja auch ganz erstaunt, wie bei euch die Haare gewachsen sind – bei Marlies auf dem Kopf und bei dir im Gesicht. Richtig klasse seht ihr beide aus! Dein Vollbart passt echt gut zum Wanderhut. 😀
    Wir schicken euch beiden ganz viele liebe Grüße aus der neuen Heimat
    Katrin und Thomas

    • Hallo liebe Katrin, lieber Thomas,
      ich freu mich mit euch, dass der Umzugstress nun vorbei ist und ihr euch im neuen Heim so rihtig wohl fühlen könnt.
      Ja, in Zwieselberg war es schön. Die Penionswirtin – klasse und die „Miturlauber“ ebenfalls.
      Wir müssen uns mal wieder sehen, dann komme ich mit Hut und Bart zu euch.

      Viele liebe Grüße
      von Frieder und Marlies

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