Die tief stehende Sonne lies die Bäume lange Schatten werfen.

Es war ein langer Weg. Nach etwa einem Dreivierteljahr konnte meine Marlies aufatmen, die Therapie war durchgestanden. Darauf mussten wir anstossen …. nein, es gab etwas Besseres als das Anstossen. Wir gönnten uns ein paar freie Tage im Schwarzwald, genauer, in Bad Peterstal. Natürlich nahmen wir unseren kleinen Bolek mit. Bolek und die weiten Wälder des Schwarzwaldes, die Steigungen und die schönen Einkehrmöglichkeiten sind doch sicherlich etwas für unseren jungen Hund.

Die Unterkunft in Bad Peterstal, für die wir uns entschieden hatten, hatte für uns ein Zimmer frei. Auch für den Bolek war Platz. So hatten wir ein paar schöne Tage vor uns.

Haus Herlinde

Bolek in seinem Bettchen

Bad Peterstal liegt etwa 20 Kilometer von Kniebis entfernt. Zum Westweg ist es auch nicht weit. Wir haben uns aber vorgenommen, gleich von der Pension aus die Berge zu erkunden.

Unsere Unterkunft lag an einem Hang. Wir hatten die Wahl, nach unten zu gehen oder den Berg hoch zu laufen.
Am ersten Tag entschieden wir für „nach unten“, denn wir wollten einen Kaffee trinken und außerdem noch etwas fürs Abendessen einkaufen.

Von den vielen Menschen, die in Bad Peterstal um diese Tageszeit unterwegs waren, war unser Bolek etwas, na sagen wir mal, etwas sehr erstaunt. Bolek war verängstigt. Trotzdem konnten wir einkaufen und auch in einem Café im Biergarten einen Kaffee trinken.
Am Himmel zogen dunkle Wolken auf. Die verhießen nochts Gutes. Plötzlich öffneten sich die Schleusen. Es goß wie aus Kannen. Die aufgespannten Schirme konnten das Wasser nicht fassen. Aber es gab für uns Rettung, wir durften mit Hund in die Gaststätte.

Für den nächsten Tag hatten wir uns eine kleine Wanderung vorgenommen.
Nach dem Frühstück wählen wir die Option „bergan“.
Im Schwarzwald heißt „bergan“ tatsächlich, den Berg hoch gehen. Bolek war es recht. Der kleine Hund ist nämlich ein Schnelllläufer, jawohl, einer mit wenigstens vier „L“, egal ob bergan, bergab oder geradeaus.
Zum Glück für uns führte der Weg zum großen Teil durch den Wald. So konnte uns die drückend heiße Sonne wenig anhaben.

Ganz oben fanden wir eine Gaststätte, das Braunbergstüble. Wir waren zeitig losgelaufen, so kamen wir auch zeitig auf dem Berg an. Auf der Terrasse des „Braunbergstübles“ waren wir die einzigen Gäste. Hier war es wunderschön.

Braunbergstüble

Einen Akkordeonspieler haben wir noch getroffen, hier oben in der Nähe des Braunbergstübles.

Bolek, der Akkordeonspieler und ich

Zurück zu unserer Pension sind wir auf einem Stück des „Peterstaler Schwarzwaldsteigs“ gelaufen. Die schattigen Wälder waren uns bei dem prallen Sonnenschein gerade recht. Auf dem Weg nach Hause lag das Café „Waldfrieden“. Hier konnten wir sehr gut Mitag essen. Marlies hatte eine „Forelle blau“ bestellt. Die Forellen waren in der Tat ganz frisch, wir konnten sehen, wie der Koch den Fisch aus dem Trog gefangen hat.

Am Nachmittag war es, als ob die Welt untergehen würde. Der Himmel öffnete seine Schleusen. Es goß wie aus Kannen. Der Regen war so stark, dass man den gegenüberliegenden Hang nicht mehr sehen konnte.
Ich war noch mal kurz in der Tourist-Info und kam gerade noch rechtzeitig nach Hause.

Wir haben an einem späteren Tag noch einmal das Braunbergstüble aufgesucht, um da zu Mittag zu essen.

Bolek auf der Terrasse des Braubergstübles

Das Wetter war schön, aber schnell verdunkelte sich der Himmel. Obwohl es zum Fürchten aussah, blieben wir von einem Unwetter verschont.

schwarzer Himmel

dunkle Wolken

Diese wunderschönen Zapfen waren auch am Braunbergstüble zu sehen.

Zapfen

Am Bahnhof in Bad Peterstal beginnt der „Peterstaler Schwarzwaldsteig“.

Schwarzwaldsteig

Ich bin den Anfang dieses Wanderweges gelaufen. Unweit von Ausgangspunkt des Weges steigt man gleich in die Rench. Im Flussbett führt der Weg über große Steine. Es ist zwar nicht schwierig, diesen Weg so zu gehen, aber aufpassen muss man schon.
Von der kleinen Hütte hatte man wunderbare Sicht auf Bad Peterstals Kirche und den Friedhof.
Wenig später verlies ich den Schwarzwaldsteig. Ich wanderte oberhalb des Bahnhofes vorbei an der „langen Bank“ und am Café „Waldfrieden“ zurück zur Pension.

Bolek unterwegs im Schwarzwald

Bolek im Schwarzwald

Unserem Bolek und auch uns hat es gut gefallen in Bad Peterstal.
Wir kommen wieder!

 

 

Viele liebe Grüsse
von FriederKaffeetrinkender Smilie

2 Kommentare

  1. Lieber Frieder,
    das ist wieder ein schöner Bericht, ich hab mich richtig gefreut beim Lesen! Es ist zu spüren, wie die Last allmählich von euch abfällt und ihr euch zu Belohnung ein schönes Wochenende gönnt. Euer kleiner Bolek ist auch einfach nur zum Liebhaben. Schöne Fotos und ein guter Tipp auch für uns. Wir wünschen euch von Herzen, dass es nur noch aufwärts geht und die schweren Monate bald vergessen sind.
    Alles Liebe für euch und viele liebe Grüße
    Katrin

    • Hallo liebe Katrin,

      danke für deinen Beitrag.
      Ja, unser kleiner Bolek ist so richtig zum Liebhaben. Der kleine Kerl macht erstaunliche Fortschritte.
      Wir sind ja ein bissel verliebt in den Schwarzwald. Ein Wochenende in diesem „wunderbaren Stück Deutschland“ tut gut.

      Vielen Dank auch für eure lieben Wünsche.

      Viele liebe Grüße
      von Frieder Kaffeetrinkender Smilie

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