Auf dem Weg zum Weiherplatz, dem Start des Wiesensteigs

Schon wieder Bad Peterstal?

Im Juni waren wir schon einmal zu dritt (Bolek mit Frauchen und Herrchen) in Bad Peterstal.

Im August bin ich nun schon wieder mit Bolek in diesem schönen Schwarzwaldort. Wir hätten ja Frauchen gerne mitgenommen, aber die ist schon in Nordrach, einer Schwarzwaldgemeinde, gar nicht weit von unserer Pension entfernt. Sie ist zu einer Reha-Kur in der Winkelwaldklinik.

Winkelwaldklink in Nordrach

Wir haben es so eingerichtet, dass wir sie am Ende unseres Aufenthalts mit nach Hause nehmen können.

Am 13. August bin ich mit Bolek in den Schwarzwald gefahren. In Freudenstadt, auf der Straße nach Zwieslerberg machten wir Halt. Ich kannte dort eine kleine Waldgaststätte. Wir fanden das Lokal recht schnell und konnten uns vor den letzten Kilometern etwas von der langen Fahrt erholen.

Hier ein Bild vom Juli 2014

Hier rief mich meine Marlies an, sie hätte an diesem Tag keine Anwendungen mehr. Wir vereinbarten, dass ich zuerst nach Nordrach fahre. Es hat alles gut geklappt. Ich lud meine Frau ins Auto ein und gemeinsam fuhren wir zur Pension „Herlinde“ nach Bad Peterstal.
Es war ein schönes Wiedersehen mit unserer Pensionswirtin. Sie kannte uns noch gut von unserem Aufenthalt im Juni.

Das Haus Herlinde. Hier übernachtete ich schon dieses Jahr im Juni

Wir legten noch unseren Plan für die nächsten Tage fest, dann fuhren wir zurück nach Nordrach, kauften unterwegs noch für die kommenden Tage ein und haben im „Mühlenhäusli“ in Nordrach unser Abendbrot eingenommen.

Wir hatten uns folgendes vorgenommen:

      den den Premiumweg „Peterstaler Schwarzwaldsteig“ wandern
      zum Wasserfall und zur Klosterruine „Allerheiligen“ fahren
      dazu den Ruhestein und den Schliffkopf sowie den Aussichtssteg Ellbachseeblick in Kniebis aufzusuchen.

Ich wollte noch

      zum Glaswaldsee wandern
      den zweiten Peterstaler Premiumweg, den „Wiesensteig“ wandern.

Der Peterstaler Schwarzwaldsteig

Der Schwarzwaldsteig beginnt am Bahnhof in Bad Peterstal. Gleich nach dem Start geht es in die „Wilde Rench“. Über riesige Steine, die im Flußbett liegen, geht man etwa 100 Meter im flußaufwärts. Das ist gleich anfangs ein kleiner Spaß, den jeder mit macht.

Der Peterstaler Schwarzwaldsteig beginnt im Bett der „Wilden Rench“

Nicht weit vom Einstieg steht rechts am Weg eine kleine Hütte, von der man einen schönen Blick auf die Kirche und den Friedhof von Bad Peterstal hat.

Bad Peterstal

An dieser Stelle entstanden auch diese Bilder.

Bolek fühlte sich rundum wohl, egal ob den Berg hinauf oder hinab.

Bolek auf dem Weg

Auch in Bad Peterstal gilt, wenn man im Zweifelsfall nicht weiß, wie der weitere Weg verläuft, wählt man immer den steilsten. 😉 Dafür hat man dann schöne Ausblicke ins Tal, wie hier auf die Sophienquelle und das Seniorenzentrum.

Sophienquelle

Unterwegs findet man Liegen und Bänke, die zu Rasten einladen. So können auch Wanderer, die bergauf ab und zu verschnaufen müssen, gut den Weg gehen.

bequeme Liegen

Unten sieht man den Ortsteil Vorderdorf. Zunächst steigt man über schöne Wiesenpfade von der Höhe nach unten ins Tal,

um dann vom Tal wieder den steilen Weg für den Aufstieg zu benutzen.

Frauchen mit Bolek

Ein Blick zurück bestätigt uns, dass wir „einige“ Meter nach oben geklettert sind.

Blick nach unten

Schon in Vorderbach war die erste geschnitzte Bank zu bestaunen.

geschnitzte Bank

Auf dem weiteren Weg sind noch mehrere dieser Schnitzereien zu sehen.

Dieser Bär

Dieser Bäre geleitet die Wanderer weiter auf dem Weg nach oben

verabschiedet uns vom Haus „Holderstanz“ in Bästenbach. Bald ist der Sattelplatz, der höchste Punkt der Wanderung, erreicht.
Mich faszinieren immer wieder die Ausblicke ins Tal. Sie zeigen uns doch auch, wie weit wir den Berg hinauf gekraxelt sind. Das macht uns zu recht ein bissel stolz.

Blick i ns Tal

Etwas abseits vom Schwarzwaldsteig, vielleicht fünf Minuten zu gehen, kann man von einem Aussichtspunkt über das Tal der Wilden Rench schauen.

Panormablick

Unter anderem zeigt uns das Panorama einen Blick vom Rheintal bis zur Alexandreschanze. Gigantisch!

Meine beiden Begleiter haben auf mich gewartet.

die Zwei erwarten mich

Der nächste Anlaufpunkt war für uns das Braunbergstüble.

Braunbergstüble im Juni 2014

Hier gibt es etwas zu beißen. Deshalb haben wir hier noch eine Rast eingelegt, bevor wir auf dem kürzesten Weg nach Bad Peterstal hinab gestiegen sind. Am Café Waldfrieden kamen wir nicht vorbei, wir wollten doch noch zusammen einen Kaffee trinken und dazu Zwetschgenkuchen essen.

Wasserfall und Klosterruine „Allerheiligen“

Zum Wasserfall „Allerheiligen“ und zu der gleichnamigen Klosterruine fährt man von Bad Peterstal über Oppenau. Von Oppenau sind es noch etwa zehn Kilometer und man ist am Fuße des Wasserfalls. Auf einem Parkplatz, auf dem das Parken keinen müden Cent kostet, kann man sein Auto abstellen. Von hier aus sieht man schon das Eingangsportal zu dem Wasserfall.

Am Wasserfall „Allerheiligen“

Bolek am Wasserfall

Bolek schaut sich kritisch die kommende Strecke an. Wer weiß, was da alles auf uns wartet.

Für die Besucher auf jeden Fall sichtbar ist dieser ungewöhliche Stuhl, auf dem im Augenblick meine Marlies sitzt um noch einemal tief Luft für den Weg nach oben zu holen. 🙂

Marlies auf einem Wurzelstuhl

Nur wenige Meter weiter ist die unendlich erscheinende Treppe zu sehen, die uns fast bis hinauf zur Klosterruine „Allerheiligen“ führt.

Treppe am“Allerheiligen-Wasserfall

Ich glaube, hier sind immer viele Besucher unterwegs. Auf jeden Fall begegnen sich Hinaufsteigende mit Herunterkommenden fast auf Schritt und Tritt. Hunde sind hier auch unterwegs. Bolek war keinesfalls der einzige Vierbeiner.

Hunde auf dem Weg am Wasserfall

Wenn man unmittelbar an dem herabstürzenden Wasser steht, wir einem doch ein bissel mulmig zumute.

Die letzten Meter bis zur Klosterruine sind ohne große Mühen zu bewältigen.

Unterwegs weisen Schilder auf weitere Ausflugsziele hin. Da wurde mir erst bewußt, dass es bis zum Ruhestein, zum Schliffkof und zur Zuflucht gar nicht mehr weit ist.

Wegweiser

Als ich auf dem Westweg gelaufen bin, habe ich überhaupt nicht daran gedacht, mich diesseits und jenseits des Weges umzusehen. Ich muss allerdings sagen, dass die Westwegetappe von Unterstmatt zur Alexanderschanze mit rund 30 Kilometern, an der die oben genannten Ausflugsziele liegen, ganz schön weit ist. Dabei endet diese Etappe nicht an der Alexanderschanze, man muss doch noch die zwei oder drei Kilometer bis nach Kniebis laufen.

Bevor man zur Klosterruine und der Gaststätte kommt, kann man sich noch diesen kleinen Park ansehen.

Ein kleiner Park an der Klosterruine

Wir haben uns noch die Klosterruine angeschaut, danach in der Gaststätte ein Mittagessen eingenommen und sind dann über den Sagenweg wieder zum Parkplatz zurück gelaufen.

Der Sagenweg ist schön zu gehen. Hier werden Sagen rund um den Wasserfall erläutert. So mancher mutige Ritter ist hier in den tiefen Grund gestürzt.

Der Ellbachseeblick in Kniebis

Vom Wasserfall aus sind wir auf die B 500 gefahren und wollten ursprünglich am Mummelsee anhalten. Das war unmöglich. Die Parkplätze waren überfüllt, an den Verkaufsbuden herrschte Hochkonjunktur. Deshalb fuhren wir zurück und rasteten am Ruhestein. Auch hier stellten sehr viele Besucher ihr Auto ab. Allerdings waren viele in der Natur unterwegs, so dass wir ohne Mühe einen Kaffe trinken und ein Stückchen Kuchen essen konnten. Wir habe uns hier auch ein bissel die Beine vertreten.

Am Ruhestein

 

Schließlich sind wir die B500 weiter in Richtung Alexanderschanze gefahren. Am Schliffkopf war fast das gleiche Bild wie am Mummelsee zu sehen. Auto an Auto, alle Parkplätze überfüllt. Viel Kutscher stellten ihr Fahrzeug halb auf der Bundesstraße ab. Ich weiß nicht, ob der Schwarzwald solch eine Vermarktung verdient hat.

Unser Ziel war Kniebis-Hütte. Von da aus kenne ich den Weg zum Ellbachseeblick. Wir waren doch schon einmal da, und zwar im Dezmeber 2013. Damals lag in Kniebs schon Schnee, auch die im August 2013 errichtete Aussichtsplattform war tief verschneit.

Ellbachseeblick im Dezember 2013

Ellbachseeblick im August 2015

Marlies und Bolek haben sich auf dieser Bank auf dem Aussichtssteg ausgeruht.

Marlies und Bolek auf dem Aussichtssteg

Wenn man zum Aussichtspunkt geht, kommt man an den Märchenwaldfiguren vorbei.

Diese Bilder in der Galerie zeigen die Figuren. Irgendjemand hat es geschafft, mich auch in diese Galerie aufzunehmen. 🙂

Damit nahm ein schöner Tag eine schönen Ausklang.
Unterwegs haben wir noch Abendbrot gegessen und danach Marlies wieder in die Klinik in Nordrach gebracht.

Galswaldsee, Zell und Vesperstüble Hark

Am Sonntag wollte die Sonne am Morgen überhaupt nicht aus den Federn. Von meinem Fenster konnte man in Bad Peterstal den Regen fast mit Händen greifen.

Der Regen ist in Bad Peterstal fast mit Händen zu greifen.

Ich hatte mir vorgenommen, zum Glaswaldsee zu wandern.
Der Glaswaldsee ist ein Karsee und liegt zwischen Bad Peterstal und Bad Rippoldsau-Schapbach. Wenn man den Westweg wandert, kommt man auf der Etappe von der Aleanderschanze zum Vesperstüble Hark an diesem See vorbei. Allerdings kann der Westwegwanderer den See nur vom Glaswaldseeblick betrachten, es sei denn, er steigt zum Ufer des Sees hinab.

Glaswaldseeblick

Heute verhinderte der starke Nebel einen Blick auf den See von oben. Bisher hatte ich es versäumt, direkt zum See hinab zu steigen. Aber an diesem Sonntag bin ich doch extra hierher gewandert, um einmal den See zu umrunden.

Von der Pension „Herlinde“ bis zum Freiersbergsattel sind es mit dem Auto etwa sechs Kilometer.

Das Freiersberger Tor

Hier kreuzt der Westweg die Straße von Bad Peterstal nach Bad Rippolsau. Zunächst geht es recht weit bergauf.

Bolek auf dem Westweg

Bolek hat mit diesen Steigungen überhaupt keine Probleme. Er stiefelt den Weg hoch, schnüffelt dabei links und rechts und muss immer wieder auf sein Herrchen warten. Bolek ist konditionell sehr stark. Wenn ich mit ihm zehn oder zwölf Kilometer unterwegs bin, fragt er mich, wenn wir nach Hause kommen: „Und was tun wir jetzt?“

Vom Glaswaldseeblick aus geht es über breite Wege nach unten. Jetzt sind wir gleich am Ufer des Sees angelangt. Der Weg nach unten hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es ist ein wunderbarer Anblick, von hier unten nach oben zu schauen, auch wenn den oberen Rand der Karwand gar nicht sehen kann.

Schade, dass auch hier einige Leute sich nicht benehmen können. Ich kann nicht verstehen, dass hier Plastiktüten herumliegen, dass Bierflaschen zurück bleiben, dass der Müll einfach zurück gelassen wird.
Das Stückchen Erde hier ist so schön, das hat es nicht verdient, so behandelt zu werden.

Müll wurde am Glaswaldsee zurück gelassen

Wir sind auf dem gleichen Weg zurück zum Freiersberger Tor gewandert. Bolek, mein kleiner „Läufer“ ist bergab genauso schnell wie bergauf. Die Strecke war schnell zurück gelegt.

Zell am Harmersbach

Den Nachmittag haben wir genutzt, um den Tag schön ausklingen zu lassen. Wir holten meine Marlies in Nordrach und tranken in Zell eine Kaffee. Zell hätte es verdient, mehr Bilder von dieser Stadt zu zeigen. Aber alles geht, was man als schön empfindet kann man nicht hier zeigen.

Vom Westweg her kenne ich das Vesperstüble Hark sehr gut. Ich hatte da einige Male übernachtet. Unterkunft und Essen waren stets gut. Deshalb entschlossen wir uns, das Verperstüble aufzusuchen. Der Weg von Zell nach Oberharmersbach war nicht weit und die schmale Straße hoch auf die Hark war uns ebenfalls bekannt.
Wir haben im Vesperstüble etwas gegessen (es war gleich das Abendessen 🙂 ). Es hat wie immer gut geschmeckt.

Wir im Harkhof

Am Montag bin ich noch den Wiesensteig gewandert, aber davon kann ich leider keine Bilder anbieten.

Es waren wieder ein paar schöne Tage für mich in Bad Peterstal. Danke nochmals an Frau Doll vom Gästehaus Herlinde für die gute Unterbringung und Bewirtung.

Am Dienstag war auch die Reha von meiner Marlies zu Ende.
Ich hatte mich also von Frau Doll verabschiedet und bin nach Nordrach gefahren. Da haben wir das Gepäck von Marlies noch eingeladen und sind zu dritt wieder nach Hause gefahren.

Viele liebe Grüsse
von FriederKaffeetrinkender Smilie

 

4 Kommentare

  1. Lieber Frieder
    das war jetzt so schön, deine Berichte zu lesen. Ich freu mich einfach nur für euch, dass ihr ein paar so schöne gemeinsame Tage und Wanderungen erlebt habt. Das tat euch sicher richtig gut nach all den Erlebnissen. Ich bin voller Bewunderung, wie Marlies die Berge hoch und runter gekraxelt ist und freu mich riesig für sie! Schön, euch auf den Fotos zu sehen. Und euer kleiner Schatz ist wie immer süß getroffen. Er hat die Natur und die Wege mit euch genossen, das sieht man.
    Tja, nun bist du auch unter die Holzdiebe gegangen! 😀
    Lasst es euch weiter gut gehen, wir wünschen euch noch wunderschöne Sommertage, viel Freude im Garten und bei euren Runden mit eurem Bolek!
    Alles Liebe und viele Drücker
    von Katrin

    • Hallo liebe Katrin,
      es war wieder wunderbar in Bad Peterstal.
      Sowohl der Schwarzwaldsteig als auch der Wiesensteig sind etwa elf Kilometer lang. Man muss sich eben Zeit nehmen, dann kann man die Wege geniessen. Überall findet man an den Hängen Liegen zum Rasten und Erholen.
      Der Bolek ist in der Tat ein richtiger kleiner Schatz. Ich geh mit ihm elf oder zwölf Kilometer, komme nach Hause und denke, der ist geschafft. 🙂 Und was macht Bolek? Der stellt sich an die Tür, schaut mich an als wolle er fragen: „Was machen wir jetzt?“

      Wir wünschen euch auch noch schöne warme Tage zum Erholen.

      Viele liebe Grüsse
      von Frieder und Marlies Kaffeetrinkender Smilie

  2. Lieber Frieder,

    Es ist immer wieder schön deine Berichte zu lesen.
    Du beschreibst es so gut und so lebhaft, daß ich in
    Gedanken mitgewandert bin.
    Auch die Bilder sind wieder sehr schön.
    Ich erkenne das ihr die Wanderung genossen habt.

    Danke für den schönen Bericht und die wunderschönen Bilder.

    Liebe Grüße

    Ute

    • Danke, liebe Ute für deine Beitrag.
      Ich freu mich, wenn dir mein Blog gefällt.
      Du kennst ja auch ein Stückchen vom Schwarzwald 🙂 und weißt, wie schön es hier ist.
      Aber bei euch gibt es auch schöne Wanderwege. Da sollte ich auch mal gehen. Man kann eben nicht alles machen, was gefällt. Schade!

      Viele liebe Grüsse
      von FriederKaffeetrinkender Smilie

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