Der Weg von der Luisenburg zur Kösseine ist ausgeschildert.

Seit 25 Jahren kommen wir gern nach Wunsiedel

In diesem Jahr sind es 25 Jahre, dass wir uns in den Trabbi setzten um im Westen mal ein Wochenende zu verbringen. Wir wollten irgendwo hin, aber nicht weit von der damaligen Grenze, übernachten.
Man konnte ja immer noch im Westen eine gewisse Euphorie der Vereinigung beider deutscher Staaten wegen verspüren. Wir hatten einige Adressen von Pensionen und Privatzimmer zum Übernachten. Woher wir die hatten, weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall sind wir einfach losgefahren und haben gefragt. „Wielange bleiben Sie?“, war immer die erste Frage. „Was, für eine Nacht? Nein, das geht nicht!“, war immer die Antwort.

Eine Adresse blieb noch, die Adresse in Schönbrunn. Wir klingelten, es öffnete eine Frau. „Eine Nacht möchten Sie bleiben? Natürlich! Kommen Sie herein.“
Aus der einen Nacht sind im Laufe der Jahre viele Wochen geworden. Wenn es möglich ist, kommen wir jedes Jahr im September. Da hat das Fichtelgebirge einen besonderen Reiz. Dazu gibt es hier reichlich Pilze. Pilze suchen und trocknen gehört für uns mit zum Urlaub in Schönbrunn.

Wir möchten uns auch auf diesem Weg recht herzlich bei unserer Gastgeberin bedanken.

Auch in diesem Jahr waren wir wieder in Schönbrunn zu Gast.

An der Röslau, hier machen wir Urlaub.

Mein Weg auf die Kösseine

Mittlerweile ist es bei mir zur Tradition geworden, während eines Aufenthaltes in Schönbrunn auch einmal auf die 939 Meter hohe Kösseine zu steigen. Von der Unterkunft bis zum Kösseineturm sind es knapp sechs Kilometer zu laufen. Nun sind sechs Kilometer, nicht viel, aber es geht ständig bergauf.
Bei Furthammer überquert man die B 303. Schnell gewinnt man ein paar Höhenmeter und man hat schon einen schöne Aussicht auf Schönbrunn.

Aufwärts gehts, schon kann man auf Schönbrunn blicken.

Zunächst kommt man auf gut begehbaren Forst- und Waldwegen gut voran.

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Wenige Meter nach dieser Hütte, die am Wegrand steht, nimmt die Steigung zu. Es geht auch sozuzsagen „tüchtig in die Beine“.

Eine Schutzhütte am Wegrand.

Später erschweren Wuzeln und Steine den Weg.

Wenn man dann an diesem Brünnlein angekommen ist, ist der Aufstieg zur Kösseine bald geschafft.

Brünnlein

Der Schlussanstieg verlangt noch einmal volle Konzentration

Jetzt hat man das Ziel vor den Augen.

Gleich sieht man das Kösseinehaus und den Kösseinetrum

Geschafft!

Kösseinehaus und Kösseineturm

Noch sind einige Stufen nach oben zu steigen, dann steht man auf dem Kösseineturm.

Auf dem Weg hinauf auf den Turm

Man kann (bei entsprechendem Wetter) in wunderbares Panorama bestaunen.
Der Schneeberg, der Ochsenkopf, die Platte, alles liegen zum Greifen nah.
Hier z.B. der Schneeberg. Der Berggipfel war in Zeiten des Kalten Kriegs militärisches Sperrgebiet. Die Nähe zur DDR und zur CSSR war wohl ausschlaggebend, dass hier „Abhöranlagen“ istalliert wurden.

Schneeberg mit Turm.

Bei schönem Wetter könnte ich hier stundenlang den Ausblick geniessen. Ich würde mir überlegen, wo welche Orte liegen, welche Richtung man gehen muss, um in die Tschechei zu kommen, wo ich schon welche Erlebnisse hatte …

Ein Blick nach unten:

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Mir ist es am liebesten querfeldein, deshalb bin ich zurück den gleichen Weg gelaufen wie hinauf zur Kösseine.
Wenn man aus dem Wald heraus tritt, ist es nicht mehr weit bis nach Schönbrunn.

Am Waldrand

Furthammer und Schönbrunn sind erreicht.

Schönbrunn

Die Häuser in der linken unteren Bildecke gehören zu Furthammer, die Kirche steht in Schönbrunn.

Mit Marlies und Bolek auf die Kösseine

Am folgenden Tag haben wir uns zusammen, Marlies, ich und Bolek, vom Parkplatz an der Luisenburg auf den Weg zur Kösseine gemacht. Dieser Weg ist etwas länger, dafür hat man an der Luisenburg schon einige Höhenmeter geschafft, die sonst von Schönbrunn aus noch zu bewältigen wären.

Der Weg und „Türmchen am Wegesrand

Wir kommen auf dem Weg zur Kösseine noch am „Kleinen Haberstein“ vorbei.

Der „Kleine Haberstein“

Vom Kleinen Haberstein aus führt ein schöner Waldweg zur Kösseine. Allerdings kommt man nach einiger Zeit an die Stelle an, an der es schon am Vortag über Wurzeln und Steine ging. Der steinige Weg wird einem nicht erspart. Man kann es auch positiv sehen und sagen, Steine und Wurzeln massieren die Füsse.
Wenn man dann oben angekommen ist, kann man zu recht ein bissel stolz auf die eigene Leistung sein. Schließlich geht man nicht jeden Tag solchen Wege.

Bolek hat unterwegs zu beiden Seiten des Weges allerhand zu entdecken. Laufen, beobachten, mit der Nase alles absuchen, das kann Bolek am besten.

Bolek findet überall etwas Interessantes

Auf der Kösseine gibt es auch eine Gaststätte. Hier bekommt man auf jeden Fall etwas zu trinken und ein warmes Essen bieten die Wirtsleut auch an. Bolek hatte unter einem Tisch auf der Terrasse Platz genommen.

Bolek unterm Tisch

Plätze zum Ausruhen gibt es auf der Kösseine genug.

Sitzmöglichkeiten gibt es auf der Kösseine genug

Dieses Mal sind wir zurück zur Luisenburg auf einer breiten Forststrasse gelaufen. Der Weg ist zwar etwas länger, dafür kann man aber die Gelenke schonen, Wurzeln und Steine sind da nicht zu überwinden.

Eine Forststrasse führt von der Kösseine zur Luisenburg

Für uns ist die Kösseine immer eine Wanderung wert. Obwohl ich fast jedes Jahr hinauf steige, gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken