Ein Rastplatz, es war der einzige, der in Ordnung war.

So weit, wie man annehmen könnte, war die Wanderung nicht.
Ich wollte wieder mal ein paar Kilometer gehen und dazu nicht erst mit Auto irgendwohin zu fahren.
So kam ich auf die Idee, von zu Hause aus über Unterweiler und Unterkirchberg an der Iller entlang nach Senden zu gehen und von da über Wiblingen zurück nach Gögglingen.
Geschätzt lagen etwa 20 Kilometer vor mir.

Der 20. Juni war einer der schönen Tage in diesem Jahr.
Nachdem ich Bolek ausgeführt hatte, machte ich mich auf den Weg.
Die Mohnblumen, die hier zu sehen sind, wachsen auf einem kleinen Feld, an dem ich jeden Tag mit Bolek vorbei komme. Ich finde das leuchtende Rot schön.

Mohnblumen auf einem Feld

Auf einem Erdbeerfeld war die Ernte voll im Gange. Hmm, da läuft mir doch gleich das Wasser im Munde zusammen. Man wundert sich, dass die Erdbeeren trotz des Regens der vergangenen Tage so einen guten Geschmack haben, kein bisschen verwässert, wunderbar süß.

Nach dem Pferdehof kam auch schon Unterweiler in mein Blickfeld.

Pferde auf einer Koppel

Nachdem ich durch diese Unterführung der Unterkirchberger Straße gegangen war,

Unterführung bei Unterweiler

kam ich an eine neue Wohnsiedlung in Unterweiler. Hier hatte ich mich ein wenig verhaspelt, die Straßenführung hatte ich mir von früher anders gemerkt. Das tat aber meiner Freude an der Wanderung überhaupt keinen Abbruch.

Von Unterweiler Unterkirchberg sind es vielleicht noch zwei oder zweieinhalb Kilometer. Dieser Weg war schnell zurück gelegt.
Beim Bäcker im „Netto“ habe ich mir noch eine Laugenbrezel gekauft. Ich mag eine Brezel oder auch eine Semmel für unterwegs.

Supermarkt in Unterkirchberg

Unterkirchberg ist eine kleine Teilgemeinde innerhalb der Gemeinde Illerkirchberg. Hier kann man auch sehen, dass leerstehende und verfallende Häuser doch einen Reiz für Fotografen haben können.

Altes Haus in Unterkirchberg

Überhaupt gibt es hier Bemerkenswertes zu sehen. Eine vollkommene eingewachsene Giebelwand wie im folgenden Bild bekommt man nicht alle Tage zu sehen.

Eingewachsener Giebel

Von dieser „Giebelwand“ aus war es nur noch ein Katzensprung bis zur Iller. Zur Zeit hat die Iller zumindest „hohes Wasser“, wie man hier erkennen kann.

Die Iller bei Unterkirchberg

Auf dem Uferweg flußaufwärts rechts verläuft der Illerradweg, der von Oberstdorf bis nach Ulm führt.

Illerradweg zwischen Senden und Unterkirchberg

Bei Google kann man nachlesen, dass die Wasserführung 70,9 m³/s sei. Das war am meinem Wandertag bestimmt viel mehr.

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Bei Oberkirchberg trennt diese Brücke Baden-Württemberg von Bayern. Wenn wir nach Senden fahren, nehme ich gern den Weg über Oberkirchberg und diese Brücke.

Ortseingang Senden

Das Ortseingangsschild Senden zeigt uns Schwarz auf Gelb, wir sind in Bayern angekommen. Das erste Ziel meiner Wanderung ist erreicht. Senden liegt im Landkreis Neu-Ulm. Hier ist ein großes Einkaufszentrum mit Discountern, dem Möbelhaus Inhofer und allem was sonst noch dazugehört.
Dieses Mal gehe ich sozusagen zu Fuß nach Bayern. Zum besagten Einkaufszentrum sind es von hier aus noch etwa 1,5 km.
Ich will aber nicht einkaufen und geh auf der anderen Seite des Flusses stromabwärts. Dieser Weg ist um diese Zeit angenehmer zu gehen, der liegt großenteils im Schatten.

Mitunter kommt von der rechten Seite noch etwas Wasser aus dem Illerkanal. Über diesen kleinen Kanalabfluß führt eine Holzbrücke.

Eine Brücke über einen Zufluß vom Illerkanal

Auf dem folgenden Bild ist der Illerkanal zu sehen. Das Wasser sieht hier einladend aus, ist es aber nicht. Es ist recht schmutzig.

Illerkanal

Auf manchen Wegabschnitten musste ich solche Pfützen überwinden. Aber das gehört dazu. Diese Hindernisse empfinde ich als normal. Wenn man nach einer Wanderung nach Hause kommt, gehört es doch sowieso dazu, die Schuhe zu putzen. Auch große Pfützen sind Natur.

Pfützen gehören auf einem Wanderweg dazu. Mich stören sie nicht.

Die Häuser jenseits des Flusses gehören bereits wieder zu Unterkirchberg. Hier bin ich heute an die Iller gekommen, um in Richtung Senden zu wandern.

Unterkirchberg ist wieder in Sicht

Schon wieder auf Höhe von Unterkirchberg waren Bänke für die müden Wanderer- bzw. Radfahrerbeine aufgestellt. Leider konnte man dieses Angebot nicht nutzen. Häufig war die Umgebung der Bänke von anderen Zeitgenossen verschmutzt bzw. versch….. Solche Leute gibt es aber nicht nur an der Iller. Auch anderswo findet man verdreckte Rastplätze, sehr zum Leidwesen der Wanderer und Radler, die hier einmal ausruhen möchten.

An dem Streckenabschnitt von Unterkirchberg bis zum Verlassen des Uferwegs an der Illerbrücke bei Wiblingen kann man auf Tafel Wissenswertes zur Iller lesen. Das war sehr interessant.

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Zum Wirtshaus Silberwald


Hier ist noch ein Wegweiser für das „Wirtshaus Silberwald“ zu sehen. Der Umweg zu dieser Gaststätte wäre für mich etwa ein Kilometer gewesen. Aber ich hatte keinen Hunger und auch keinen Durst. Ich hatte mich doch mit Brezel und Wasser versorgt. Außerdem fühlte ich mich noch gut. Also ging ich frohgemut auf Wiblingen zu.

Hier auf Höhe der Fahrzeuge auf der anderen Seite der Iller liegt das Kloster Wiblingen. Vom Fluß aus ist es aber nicht zu sehen.

Mäharbeiten am anderen Ufer

Jetzt kann man auch schon die Brücken über die B30 (Ulm – Friedrichshafen) sehen. Nicht weit nach diesen Brücken werde ich die Iller verlassen.

Die B30 überquert die Iller und den Wanderweg.

Von dieser Brücke aus sind es noch etwa zwei Kilometer bis zur Mündung der Iller in die Donau.

DIe Illerbrücke bei WIblingen

Mein Weg führt mich jetzt durch den Ulmer Teilort Wiblingen. Kurz nachdem ich erneut durch die B30 gegangen bin, komme ich an dem Wiblinger Kloster vorbei.

Hinter diesem Tor ist das Kloster Wiblingen

Ich entscheide mich nun, die Donautalstraße zu gehen …

Donautalstraße in Wiblingen

… um über den Wiblinger Ring …

Wiblinger Ring in Wiblingen

… zum Gögglinger Forst zu kommen.

Gögglinger Forst

Von hier aus ist es noch etwa ein Kilometer bis nach Hause. Mit Bolek geh ich hier öfters entlang.

Gögglingen

Kurz nach Verlassen des Waldes kann man den Ulmer Ortsteil Gögglingen sehen.

Insgesamt bin ich etwa 22 Kilometer gegangen. Es war für mich eine schöne und auch informative Wanderung.