Alblandschaft bei Steinheim am Albuch

Am Montag, dem 10. Oktober, sind wir kurz entschlossen auf der A7 ein paar Kilometer nach Norden gefahren. Wir hatten uns vorgenommen, im Wental zu wandern. Grundlage war aus Bruckmanns Wanderführer „Schwäbische Alb – Die 40 schönsten Touren“ die Tour 6.
Die A7 haben wir an der Abfahrt „Heidenheim“ verlassen. Weiter ging es in Richtung „Steinheim am Albuch“. Der Wanderparkplatz „Hirschtal“ war leicht zu finden.

Entsprechend der Wegbeschreibung und der guten Ausschilderung haben wir uns gut zurecht gefunden.
Obwohl es in diesem Jahr noch nicht so richtig viele Pilze gab, konnten wir schon nach einem kurzen Stück des Weges einige Pilze am Wegrand sehen.

Pilze im Wald

Es sollten heute nicht die einzigen Pilze sein, die wir während unserer Wanderung fanden.

Meine Marlies ist voller Freude, dass sie mit mir und Bolek diesen Tour unternehmen kann.

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Wohin müssen wir gehen? Im Zweifelsfall immer bergan.

Im Zweifelsfall geht es bergan.

Bolek fühlte sich auch „pudelwohl“, obwohl bei einem Mischlingsrüden, in dem kein Pudel steckt, das nicht die richtige Wortwahl ist.

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Meine beiden marschieren voran …

Marlies und Bolek gehen voran

… und entdecken schon wieder einen Pilz.

… schon wieder ein Pilz

Bald kommen wir auf eine große freie Fläche.

Der Wanderweg führt über eine große Waldwiese

Da, wo der Feldweg in einer kleinen Senke verschwindet, führt der Wanderweg nach rechts, quer über die Wiese.

Ei der Daus, was findet denn meine Marlies … einen Parasolpilz.
Das ist ein sehr guter Speisepilz. Den Hut kann man panieren und wie ein Schnitzel braten. Hmm, das schmeckt gut.

Juhu, ein schöner Parasolpilz

Es blieb auch nicht bei dem einen Parasolpilz an dieser Stelle, es waren fünf oder gar sechs Stück.

Das hier ist, was die Schwäbische Alb ausmacht, schöne Wiesen, knorrige Bäume, Felsen mitten auf dem Weg und Silberdisteln

Heute könnte man sagen „…natürlich gibt es Parasolpilze auf der Alb“.

Parasolpilze

Da, wo man den Wegweiser „Tannäckerweg“ erreicht, kommen wir auf eine breite Forststraße. Wir folgen dieser Straße …

Bolek braucht die gesamte Breite der Forststraße 🙂

… bis wir kurz vor dieser Scheune rechts abbiegen, um ins Wental zu kommen.

Kurz vor dieser Scheune biegen wir rechts ab

Doch zunächst erregt dieser kleine Kerl unsere Aufmerksamtkeit.

Ein Käfer

Und dann sehen wir die ersten Felsnadel auf unserem Weg.

Felsnadeln

Jetzt sind wir auch gleich im Wental und können uns das Wentalweible ansehen.

Das Wentalweible. Die Geschicht dazu gleich anschließend.

Hier die Geschichte des Wentalweibles, wie sie auf der abgebildeten Tafel zu lesen ist.

Wahrzeichen des Wentals ist das Wentalbeible,
die nadelförmige Gesteinsbildung mit ihrem Gipfelkreuz.
Galt es früher als Mannesbeweis, das Wentalweible zu
besteigen und einen Vermerk über die Mutprobe in das
Gipfelbuch einzutragen, so darf heute keinerlei
Begehung mehr erfolgen.

Die sagenumwobene Felsnadel hat ihre eigenen Geheimnisse
wie z.B. die folgende Geschichte durchaus gleubhaft zeigt:
Vor Zeiten lebte in Steinheim eine Krämerin. Sie war geizig und
hartherzig.
Auch in Zeiten der Not und Teuerung betrog sie ihre Kunden noch
bei Maß und Gewicht.
Eines Tages geriet sie auf dem Heimweg durchs Wental in ein
fürchterliches Gewitter.
Ein gewaltiger Blitzstrahl fuhr mit einem Donnerschlag vom
Himmel und verwandelte sie in Stein.
So steht sie seit diesem Tag in dieser Felsschlucht.

Nur in den Herbststürmen der Andreasnacht – vom 30. November
auf den 1. Dezember – soll sie alljährlich unterwegs sein und
wild heulend ihr Schicksal bejammern.

„Drei Vierling sen koi Pfond,
drei Schoppen ischt koi Mauß.
Ei, ei, ei und au, au, au,
o hätt i no dees Deng net dau
no müaßt i net em Wental gau.“

Bisher ist es bei dieser einen Felsnadel beblieben,
Platz und „Lumpen“ gäbe es aber noch genügend auf
dieser Welt.

Wie wahr, Platz und „Lumpen“ gäbe es noch genug.
Soweit einiges zum Wentalweible.

Weiter talabwärts findet man noch mehr sehenswerte Felsen. Hier kann man der Fantasie freien Lauf lassen.

Fantasie ist gefragt beim Anblick dieser herrlichen Felsen

An unserem Wandertag war es auf jeden Fall warm genug, dass auch die Wepsen ausfliegen konnten.

Eine Wespe im Herbst

Jetzt weitete sich das Tal. Bolek hatte offenbar viel Freude an der Wiese, er wälzte ich im Gras und war sehr zufrieden.

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Jetzt kommt man an einen Kinderspielplatz.

Jetzt kommt ein Kinderspielplatz

Außerdem gab es an dieser Stelle noch einmal Parasolpilze (hier ein junger Parasol, auch Paukenschlägel genannt). Am Ende hatte Marlies einen großen Beutel voll mit diesen leckeren Pilzen gesammelt.

Natürlich gibt es hier Parasolpilze

Silberdisteln waren an dieser Stelle auch wieder zu sehen. Was für herrliche Exemplare.

Silberdisteln waren auch hier zu finden

Sogar Enzian konnte man in diesem weiten Talabschnitt finden.

Enzian auf der Alb

Das Wental ist ein Trockental, d.h. hier flißt kein Fluss und auch kein kleiner Bach. Weil es aber im Frühjahr zur Schneeschmelze und bei gefrorenem Boden zu Hochwasser kommen kann, hat man an Ende des Tales einen Staudamm errichtet.

Wentalstaudamm

Zwei Weise im Dialog

Zwei Weise im Dialog 🙂

Nun ist unsere Wanderung auch bald zu Ende. Die Wental-Tour verabschiedet sich mit einem schönen Blick auf eine kleine Höhle in einem kleinen Fels.

Noch einmal grüßt die Alb


Am Wanderparkplatz findet man auch eine Beschreibung des Wentallehrpfades.
Der Weg war interessant und auch schön zu gehen.