Von Ende September bis zum 20. Oktober war ich in der Reha-Klinik Stöckenhöfe in Wittnau bei Freiburg. Hier konnte ich ausgiebig Kraft tanken. Bei mir stand das Wandern im Mittelpunkt meiner Bemühungen. Ich möchte hier ein paar Bilder zeigen.

Die „cts Klinik Stöckenhöfe“ ist eine interdisziplinäre Rehaklinik.

Sogar ein kleiner Teich ist auf dem Klinikgelände zu finden.

Ein kleiner Teich auf dem Klinikgelände

Etwas abseits der Hauptstraße liegt diese Klinik sehr günstig. Verkehrslärm nimmt man fast gar nicht wahr. Jeder kann sich daher auf seine Probleme konzentrieren. Außerdem war ich hier inmitten der Berge des Schwarzwaldes, eine unschätzbare gute Lage für einen Wanderer.

Der Gärtner kümmert sich auch um die gesamte Anlage

Hier einige Bilder aus der weiteren Umgebung der Klinik.

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Sozusagen fürs Wandertraining habe ich mir eine Strecke ausgesucht, die ich direkt von der Klinik aus gehen konnte, von der cts_Rehaklinik bis zum Steckbühlkreuz. Der Weg führt fast nur bergauf und misst etwa 2,5 km. Dabei sind etwa 200 Höhenmeter zu bewältigen.

Auf dem Weg zum Steckbühlkreuz.


Die Anwendungen waren so ausgelegt, dass auch der Kondition der Patienten Beachtung geschenkt wurde. So war das „Ausdauertrainung“ ein fester Bestandteil der Reha.

Auf der Ausdauerrunde

Auf der Ausdauerrunde

Auf der Ausdauerrunde

„Freilaufende Tiere“ waren in dieser Gegend öfters anzutreffen. Gleich oberhalb der Klinik konnte man täglich freilaufenden Hühnern begegnen. Hier der Chef der Hühner:

freilaufender Hahn

Eines Tages, oder besser gesagt eines Abends ging ich an einem Bauernhof vorbei. Kurz vor mir kommt eine Herde Schafe aus einem Stall. Schritt für Schritt, nur nicht zu schnell, gehen die Schafe durch einen Hohlweg. Ich kam einfach nicht vorbei. Mitten durch die Herde wollte ich auch nicht, die Schafe hätten mich doch mit auf die Weide nehmen können. Ein Bauer oder ein Hütehund kamen auch nicht. Ich trottete hinterher und wartete, bis die Tiere ihren Platz gefunden hatten.
Auch Rinder waren in der Nähe der Klinik zu finden. Aber die waren wenigstens eingezäunt. Sie mußte auch keinen Hunger leiden. Es gab mitfühlende Zeitgenossen.

Rinderfütterung

An einem Wochenende erhielt ich Besuch von Steffen und Mimi. Wir hatten uns vorgenommen, auf den „Schauinsland“ zu gehen. Wir fuhren als zur Talstation der „Schauinsland-Bahn“ und suchten uns einen Parkplatz. An der Talstation herrschte Hochbetrieb.

Schauinsland-Bahn Talstation

Wir entschieden uns fürs Gehen. Das sind 6,5 km Weg mit rund 800 Metern Höhenunterschied. Anfangs auf Forststrassen war es noch leicht.

… zunächst auf Forststrassen

… mit „Möbel“ zum Ausruhen

Später auf steilen Pfaden quer durch den Wald wurde es doch anstrengend. Der letzte Kilometer war sehr schwierig. Aber geschafft ist geschafft.

Berghotel

Man sieht, es geht auch bequemer hinauf auf den Schauinslang. Trotz Kräfterverschleiß kamen wir mit breiter Brust an der Bergstation der Bahn an. Nach einer Stärkung in der Gaststätte sind wir noch bis zum Turm gelaufen und natürlich auch hinaufgeklettert. Unserer Anstrengungen wurden mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Aussichtsturm auf dem Schauinsland

Und so sieht man von oben den Feldberg und den Schönberg bei Wittnau.

Oben grüßt uns der Feldberg, das Höchste des Schwarzwaldes, unten der Schönberg bei Wittnau.

Die Reha war für mich ein voller Erfolg. Der Schwarzwald reizt mich sowieso. Ich werde bestimmt diese Gegend hier noch einmal als Urlauber besuchen.

Ende Dezember hatte ich mir in Kniebis einen kleinen Fehltritt gehabt. Nein, nein, nicht was ihr denkt. Ich habe mir an der Wirbelsäule schmerzhaft verletzt.
Damals war ich sehr früh mit Bolek noch im Dunkeln zum Gassi gehen unterwegs. Ich musste einmal die Straßenseite wechseln (der Fußweg war dort zu Ende). Der Bordstein war etwas sehr hoch und ich sah das im Finstern nicht. Seither habe ich Schmerzen in diesem Bereich. Die Krankengymnastik tat zwar gut, aber Schmerzen habe ich immer noch.

Eine Neurologin meinte, die Schmerzen kommen alle von der Wirbelsäule. Operieren ist nicht drin. Ich fragte sie, ob ich die restlichen 27 Jahre meines Lebens nun mit Schmerzen leben müsse. Ich solle mich doch um eine Reha bemühen, meinte sie. Die Möglichkeiten dort wären viel effizienter.

Nun, ich habe mich trotz Schmerzen aus dem Haus getraut. Am 7. April bin ich wieder einmal vier Kilometer ohne Unterbrechung gegangen. Es war wundserschön, auf den eigenen zwei Beinen durch den Gögglinger Forst zu gehen. Darauf war ich richtig stolz. Ich habe nun ein gutes Gefühl, dass ich bald auch wieder längere Strecken wandern kann.

Am Sonntag, am 9. April, habe ich gleich noch einen „Gehversuch“ gestartet. Entlang der Donau bin ich bis nach Donaustetten gegangen um gleich am anderen Ufer des Flusses zurück nach Gögglingen zu gehen.

Hier ein paar Bilder von beiden „Spaziergängen“.

Buschwindröschen

Die Kirschen stehen zur Zeit in voller Blüte.

Das Stiefmütterchen in unserer Hofeinfahrt stellt keine großen Ansprüche.

Und hier noch ein paar Bilder „entlang der Donau“.

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Nun bin ich zuversichtlich, denn ohne Wandern geht es bei mir nicht.

Viele liebe Grüsse
von FriederKaffeetrinkender Smilie