Von Ende September bis zum 20. Oktober war ich in der Reha-Klinik Stöckenhöfe in Wittnau bei Freiburg. Hier konnte ich ausgiebig Kraft tanken. Bei mir stand das Wandern im Mittelpunkt meiner Bemühungen. Ich möchte hier ein paar Bilder zeigen.

Die „cts Klinik Stöckenhöfe“ ist eine interdisziplinäre Rehaklinik.

Sogar ein kleiner Teich ist auf dem Klinikgelände zu finden.

Ein kleiner Teich auf dem Klinikgelände

Etwas abseits der Hauptstraße liegt diese Klinik sehr günstig. Verkehrslärm nimmt man fast gar nicht wahr. Jeder kann sich daher auf seine Probleme konzentrieren. Außerdem war ich hier inmitten der Berge des Schwarzwaldes, eine unschätzbare gute Lage für einen Wanderer.

Der Gärtner kümmert sich auch um die gesamte Anlage

Hier einige Bilder aus der weiteren Umgebung der Klinik.

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Sozusagen fürs Wandertraining habe ich mir eine Strecke ausgesucht, die ich direkt von der Klinik aus gehen konnte, von der cts_Rehaklinik bis zum Steckbühlkreuz. Der Weg führt fast nur bergauf und misst etwa 2,5 km. Dabei sind etwa 200 Höhenmeter zu bewältigen.

Auf dem Weg zum Steckbühlkreuz.


Die Anwendungen waren so ausgelegt, dass auch der Kondition der Patienten Beachtung geschenkt wurde. So war das „Ausdauertrainung“ ein fester Bestandteil der Reha.

Auf der Ausdauerrunde

Auf der Ausdauerrunde

Auf der Ausdauerrunde

„Freilaufende Tiere“ waren in dieser Gegend öfters anzutreffen. Gleich oberhalb der Klinik konnte man täglich freilaufenden Hühnern begegnen. Hier der Chef der Hühner:

freilaufender Hahn

Eines Tages, oder besser gesagt eines Abends ging ich an einem Bauernhof vorbei. Kurz vor mir kommt eine Herde Schafe aus einem Stall. Schritt für Schritt, nur nicht zu schnell, gehen die Schafe durch einen Hohlweg. Ich kam einfach nicht vorbei. Mitten durch die Herde wollte ich auch nicht, die Schafe hätten mich doch mit auf die Weide nehmen können. Ein Bauer oder ein Hütehund kamen auch nicht. Ich trottete hinterher und wartete, bis die Tiere ihren Platz gefunden hatten.
Auch Rinder waren in der Nähe der Klinik zu finden. Aber die waren wenigstens eingezäunt. Sie mußte auch keinen Hunger leiden. Es gab mitfühlende Zeitgenossen.

Rinderfütterung

An einem Wochenende erhielt ich Besuch von Steffen und Mimi. Wir hatten uns vorgenommen, auf den „Schauinsland“ zu gehen. Wir fuhren als zur Talstation der „Schauinsland-Bahn“ und suchten uns einen Parkplatz. An der Talstation herrschte Hochbetrieb.

Schauinsland-Bahn Talstation

Wir entschieden uns fürs Gehen. Das sind 6,5 km Weg mit rund 800 Metern Höhenunterschied. Anfangs auf Forststrassen war es noch leicht.

… zunächst auf Forststrassen

… mit „Möbel“ zum Ausruhen

Später auf steilen Pfaden quer durch den Wald wurde es doch anstrengend. Der letzte Kilometer war sehr schwierig. Aber geschafft ist geschafft.

Berghotel

Man sieht, es geht auch bequemer hinauf auf den Schauinslang. Trotz Kräfterverschleiß kamen wir mit breiter Brust an der Bergstation der Bahn an. Nach einer Stärkung in der Gaststätte sind wir noch bis zum Turm gelaufen und natürlich auch hinaufgeklettert. Unserer Anstrengungen wurden mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Aussichtsturm auf dem Schauinsland

Und so sieht man von oben den Feldberg und den Schönberg bei Wittnau.

Oben grüßt uns der Feldberg, das Höchste des Schwarzwaldes, unten der Schönberg bei Wittnau.

Die Reha war für mich ein voller Erfolg. Der Schwarzwald reizt mich sowieso. Ich werde bestimmt diese Gegend hier noch einmal als Urlauber besuchen.

Anfang des Jahres 2000 kam ich zu einer Kur das erste Mal in den Südschwarzwald. In der „Privatklinik St. Georg“ in Höchenschwand wurde ich gut versorgt und betreut. Höchenschwand liegt über 1000 Meter hoch und nennt sich deshalb auch „Dorf am Himmel“.
14 Jahre später, ich hatte das Wandern für mich bereits entdeckt, kam ich wieder nach Höchenschwand. Der Mittelweg, er führt von Pforzheim nach Waldshut, verläuft durch Höchenschwand um danach nach Waldshut abzusteigen. Hier der Beitrag in diesem Blog: Einmal von Nord nach Süd durch den Schwarzwald 2014

Höchenschwand. Klink St. Georg 2014


Höchenschwand, Klinik St. Georg 2017

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Von unseren Nachbarn hatte Marlies etwas vom Butzental gehört. Butzental? Das ist doch gar nicht weit von hier.
An einem herrlichen Sommerwochenende machten wir uns auf den Weg und fuhren auf einen Parkplatz am „Oberen Kuhberg“ in Ulm.

Parkplatz am „Oberen Kuhberg“

Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick übers Blautal hinweg auf den Ulmer Eselsberg. Auf dem Eselsberg ist das Bundeswehrkrankenhaus (BWK) und auch die Unikliniken. Auch der Rettungshubschrauber des ADAC ist auf dem Eselsberg stationiert.

Im Hintergrund der Eselsberg

Der Eselsberg – hier sind auch die Unikliniken und das BWK.

Entlang eines schattigen Weges kamen wir an Kleingärten vorbei.

Ein schattiger Weg


Ist das ein Wochenendhaus oder ein richtiges Wohnhaus?

An einem dieser Gärten trafen wir auf diese Katze.

Eine Katze „beäugt“ unseren Bolek.

Bolek, der ansonsten jeder Katze nachjagt, schaute diese Mieze wie versteinert an. Hier an diesem schönen Weg kann es doch gar keine Katze geben. Was für ein Tier könnte das denn sein? Schließlich lies er die Katze ohne Bellen und Murren einfach stehen.

Jetzt mussten wir einen kleinen Anstieg bewältigen. Am Wegrand erblickten wir eine intakte, etwas eingewachsene Bank. Das kam uns gerade recht, denn einmal durchschnaufen bei den Temperaturen tat nicht nur Bolek, sondern auch uns gut.

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In dem Maisfeld, an dem wir entlang gingen, blühten auch diese „Mädchenaugen“.

Mädchenauge

Wenig später kamen wir an eine Weggabelung. Natürlich musste Bolek alles ganz genau erkunden. Man könnte meinen, er sucht nach dem richtigen Weg. 🙂

Bolek sucht den Weg

Aber das „Wirtshaus im Butzental“ war ganz nah. Nur noch wenige Meter trennen uns von der Gaststätte. Der Biergarten ist sehr groß und keiner muss in der prallen Sonne sitzen. Über alle Tische sind Sonnenschirme gespannt.

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Es gibt hier die typisch schwäbische Küche. Das Wiener Schnitzel mit Spätzle war auf jeden Fall gut, die Portion sehr groß. Das alkoholfreie Bier war schön kühl und hat uns auch gut geschmeckt.

Weiter ging es auf unserer Runde in Richtung „Allewind“. Am Waldrand sind wir auf eine ehemalige Bank aufmerksam geworden. Zum Ausrasten war sie nicht mehr geeignet, aber sehenswert ist sie allemal noch.

Eine Bank – mir gefallen solche Zeugen aus der „Wandervergangenheit“.

Jetzt sind wir vielleicht noch drei Kilometer von dem Parkplatz entfernt, auf dem wir unser Auto steht.
Wir bevorzugen einen Pfad im Wald, der parallel zum Wanderweg verläuft. Der Schatten gab den Ausschlag. 🙂

Auf einem schattigen Pfad wandern wir in Richtung Start zurück.

Bevor wir das letzte Stück des Weges in der Sonne gehen, rasten wir noch einmal am Waldrand.

noch eine Rast

Sonnenblumen am Wegrand haben für mich schon immer eine Anziehungskraft, zumal wenn man die Bienen gleich mit anschauen kann.

Sonnenblume

Auch die nächste Bank besetzt Bolek. Frauchen und Herrchen sind darüber nicht böse. 🙂

Ein letzter Halt vor dem Parkplatz.

Ein Gruppenbild – vielen Dank an die uns unbekannte Fotografin

Zu dem Bild, auf dem ich mit zu sehen bin, muss ich noch etwas erzählen.
Ein Gruppe Frauen kam auch zum Baum. Ich fragte sie, ob eine von ihnen uns drei fotografieren könne. Ich erklärte der Frau, die das Fotgrafieren übernahm, wo sie durchschauen soll und welcher Knopf der richtige ist.
Sie hatte schöne Bilder gemacht. Ich sagte noch, dass ich das Bild ins Internet stellen möchte. Dazu gehört, dass auch der Bildautor genannt werden muss. Das wollte sie aber nicht. Nun steht hier ein Bild ohne Bildautor.

Die restlichen Meter bis zum Auto waren schnell zurück gelegt. Der Turm am Horizont ist der Turm des Ulmer Münsters.

Von der Ferne grüßt uns der Turm des Ulmer Münsters

In diesem Jahr ist seit vielen Tagen Sommer. Einen dieser Sonnentage nutzten wir für eine kleine Waldwanderung. Wir, das sind meine Marlies, unser Hund Bolek und ich.
In Unterweiler nahe der Sportgaststätte ist ein Parkplatz, auf dem wir bequem unser Auto abstellen konnten.
Gar nicht weit vom Parkplatz steht am Waldrand diese kleine Kapelle. Sie wurde in der letzten Zeit renoviert. Auch der Vorplatz und die Bank sind neu gemacht. Wer hier rasten möchte sollte schon zu Hause an ein Kissen denken, denn die Bank ist aus Metall und somit nicht für jeden Hintern bequem. 🙂

Kapelle am Unterweiler Wald (ein Bild im Mai ’17 aufgenommen)

Die gleiche Kapelle, fotografiert im Juli 2017

Die Kapelle im Juni ’17

Gleich am Waldeingang macht uns der Forst Baden-Württemberg auf den „Baum des Jahres 2017“ aufmerksam.

Die Fichte, Baum des Jahres 2017.

Seit 1989 wird in Deutschland der „Baum des Jahres“ ausgewählt. Die bisherigen Bäume kann man hier sehen: Baum_des_Jahres .

Bolek fühlte sich wohl. Im Wald stromern, das sind doch andere Gerüche als auf der täglichen „Gassi-Geh-Runde“.

Bolek im Wald

Am Wegrand konnte man die Bienen bei ihrer „Arbeit“ beobachten. So ein Gewimmel. Und jede Biene wußte, wo es noch etwas von dem süßen Nektar gibt.

Bienen im Wald

Nach einiger Zeit erreichten wir diesen urigen Rastplatz. Das Gras so hoch wie der Tisch, mir gefällt so etwas. Übrigens, Mücken und sonstige mitunter lästige Insekten waren nicht unterwegs.

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Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, wählten wir den Weg in Richtung Wanderparkplatz Donaustetten. An einem Getreidefeld vorbei kamen wir wieder in den Wald. Am Feld stand ein Schild, das unsere Aufmerksamkeit fand. Hier wird „Emmer“ angebaut. Emmer ist eine der ältesten Getreidesorten überhaupt. Emmer stellt wenig Ansprüche an den Anbau. Das Getreide eignet sich zum Backen und Kochen. Trotzdem wird es in der heutigen Zeit selten angebaut. Eigentlich schade.

Emmer, eine der ältesten Getreidesorten

Unterwegs fanden wir noch ein paar Stockschwämmchen. Als alte „Schwammegeher“ konnten wir an den herrlichen Suppenpilzen nicht vorbei gehen. Weiter, schon fast wieder am Waldrand, entdeckten wir diesen „Mammutbaum“.

Ein Mammutbaum im Unterweiler Wald.

Wir wußten, dass auf dem Marktplatz in Freudenstadt im Schwarzwald ein Mammutbaum steht. Von dem „Mammutbaum vor der Haustür“ wußten wir noch nichts.

Am Waldrand grüßte und die Gögglinger Kirche von weitem.

Die Gögglinger Kirche grüßte von der Ferne

Auf dem Weg zum Parkplatz begleiteten und viele Schmetterlinge. Es waren nicht nur zwei oder drei, es waren eben viele, die wir sahen.

Schmetterlinge

Alles in allem war es eine schöne Runde, die im schattigen Wald gut zu gehen war.

Im letzten Beitrag hatte ich davon erzählt, dass ich auf jeden Fall wieder wandern möchte. Am Osterwochenende habe ich meinen Wunsch verwirklicht.

Wir waren wieder in Jena im Thüringen zu Gast. Ich hatte mir vorgenommen, auf den Cospoth zu wandern. Der Cospoth ist ein Berg bzw. eine Anhöhe bei Jena.

Los ging es an der Ringwiese. Ich wanderte in Richtung Winzerla zur Straßenbahnendhaltestelle. Mir fielen die vielen Tulpen am Wegrand auf. Ein schöner Anblick.

Tulpen in Jena


Noch vor der Endhaltestelle wurde ich auf ein Angebot einer neuen Kleingartensparte aufmerksam.

Kleingartensparte


Gar nicht weit ist es von der Endhaltestelle der Straßenbahn bis zur Kirche von Winzerla.

Die Kirche in Jena-Winzerla.


Hier an diesem Wegweiser biegt der Fußweg nach links ab.

Wegweiser


Kurz nachdem man diesen Wegweiser hinter sich gelassen hat, hört man schon einen kleinen Bach. Das beruhigende Murmeln kommt immer näher.

Ein kleiner Bach plätschert leise.


Nach einem am Ende doch recht steilen Anstieg durch einen kleinen Wald kommt man zur Kleingartensparte am Trießnitzweg. Am Ende der Gartenanlage hat man diesen Blick auf Jena.

Blick auf Jena


Von der Kleingartenanlage aus geht es durch einen Wald weiter bergauf.

Weiter geht es bergauf.


Als ich aus dem Wald herauskam konnte ich von oben auf den ehemaligen Steinbruch sehen. Weiter oben war die Antennenanlage auf dem Cospoth zu sehen.

Die Antennenanlage auf dem Cospoth


Es war ein überwältigendes Gefühl, da oben am Antennenmast zu stehen. Ich hatte den Traum Wirklichkeit werden lassen, den ich Anfang des Jahres träumte. An der Antennenanlage findet man ein paar Bänke. Hier kann man schön rasten und sich über den bislang zurückgelegten Weg freuen.
Jetzt geht man einfach den Weg weiter und biegt an der nächsten Weggabelung rechts ab. Hier sieht man schon das Vorwerk Cospoth.
Vom Vorwerk aus geht es leicht bergab. Über eine große Wiese führt der Weg wieder in einen Wald. Auf der Forststraße komme ich schnell voran. Ich muss aber noch durchs Unterholz den Weg zum „Alten Steinbruch“ von Ammerbach finden. Ich kannte die Richtung und so kam ich gut am „Ammerbachblick“ an. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht auf Ammerbach. Dieses Jahr fand ich eine neue Bank am Ammerbachblick. Ich hatte also Gelegenheit, die Aussicht ganz entspannt zu geniessen.

Die neue Bank am Ammerbachblick


Von dieser Bank aus kann man auch die Ammerbacher Kirche gut sehen. Es sind nur noch ein paar Meter, dann geht es steil bergab.

Die Kiche von Ammerbach ist links, der Pfad nach Ammerbach hinunter rechts zu sehen.


Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt meiner Wanderung. Meine Marlies und der Bolek holten mich unterwegs ab und verkürzten mir so die restliche Zeit der Wanderung.

Marlies und Bolek haben mich abgeholt

Insgesamt bin ich etwa zehn Kilometer gelaufen.

Ende Dezember hatte ich mir in Kniebis einen kleinen Fehltritt gehabt. Nein, nein, nicht was ihr denkt. Ich habe mir an der Wirbelsäule schmerzhaft verletzt.
Damals war ich sehr früh mit Bolek noch im Dunkeln zum Gassi gehen unterwegs. Ich musste einmal die Straßenseite wechseln (der Fußweg war dort zu Ende). Der Bordstein war etwas sehr hoch und ich sah das im Finstern nicht. Seither habe ich Schmerzen in diesem Bereich. Die Krankengymnastik tat zwar gut, aber Schmerzen habe ich immer noch.

Eine Neurologin meinte, die Schmerzen kommen alle von der Wirbelsäule. Operieren ist nicht drin. Ich fragte sie, ob ich die restlichen 27 Jahre meines Lebens nun mit Schmerzen leben müsse. Ich solle mich doch um eine Reha bemühen, meinte sie. Die Möglichkeiten dort wären viel effizienter.

Nun, ich habe mich trotz Schmerzen aus dem Haus getraut. Am 7. April bin ich wieder einmal vier Kilometer ohne Unterbrechung gegangen. Es war wundserschön, auf den eigenen zwei Beinen durch den Gögglinger Forst zu gehen. Darauf war ich richtig stolz. Ich habe nun ein gutes Gefühl, dass ich bald auch wieder längere Strecken wandern kann.

Am Sonntag, am 9. April, habe ich gleich noch einen „Gehversuch“ gestartet. Entlang der Donau bin ich bis nach Donaustetten gegangen um gleich am anderen Ufer des Flusses zurück nach Gögglingen zu gehen.

Hier ein paar Bilder von beiden „Spaziergängen“.

Buschwindröschen

Die Kirschen stehen zur Zeit in voller Blüte.

Das Stiefmütterchen in unserer Hofeinfahrt stellt keine großen Ansprüche.

Und hier noch ein paar Bilder „entlang der Donau“.

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Nun bin ich zuversichtlich, denn ohne Wandern geht es bei mir nicht.

Viele liebe Grüsse
von FriederKaffeetrinkender Smilie

Wandern ist für mich …
Unter dieser Überschrift hat Elke eine Blog- und Leserparade eröffnet. Ich möchte hier meine Gedanken zu dieser Frage darlegen.

Jetzt bin ich 72 Jahre alt. Gut zu Fuß war ich schon immer. Aber eine Wanderung planen, die Wanderstiefel schnüren, Rucksack packen und sich auf das, was kommt, freuen, das kam bei mir erst viel, viel später. Da war ich schon über die 60.

1996 wurde ich am Darmkrebs operiert. Danach folgten alles Übliche, als Chemo- und Strahlentherapie. Während dieser Therapien erholte ich mich fast täglich an der frischen Luft. Mir hat das sehr gut getan. Diese drei oder vier Kilometer wurden für mich zur Gewohnheit. Ich ging diese Strecke auch, nachdem die Therapien überstanden waren.

2007 las ich in der Münsinger Tageszeitung, dem “ALB BOTE“, dass drei ältere Damen aus Hamburg im Schwarzwald auf dem Westweg wanderten. Damals gab es ja schon das Internet und ich suchte, was denn der Westweg ist.
Aha, 280 Kilometer in 12 Etappen von Pforzheim bis nach Basel zu Fuß quer von oben nach unten den Schwarzwald durchqueren, das ist der Westweg.
Nun wollte ich auch den Westweg gehen. Was drei älter Damen aus Hamburg schaffen, das traute ich mir auch zu.

Ich plante meine Wanderung. Übernachtungen mussten gebucht werden, Rucksack, Wanderschuhe, Regenkeidung, Kartenmaterial, alles musste ich mir beschaffen.
Dann kamen noch die guten Ratschläge von allen Seiten. „Hast du eingelaufene Schuhe, hast du genug Unterwäsche und Socken eingepackt, hast du …“ Unendlich diese gut gemeinten Ratschläge.

Ach was war ich froh, als es los ging. Am 17. April 2008 fuhr ich zu Bekannten nach Calw. Da konnte ich das Auto 14 Tage stehen lassen. Am 18. April ging es dann in Pforzheim am Kupferhammer los. Natürlich hatte ich zuviel in den Rucksack gepackt. Nach der ersten Etappe schickte ich per Post alles nach Hause, was ich zu viel eingepackt habe.
Auf jeden Fall hatte ich eine wunderbare Wanderung. Ich habe die 280 Kilometer gut bewältigt.

Ich auf dem Belchen:
Ich auf dem Belchen

Und ich war stolz wie Spanier auf mich, als ich in Basel vor dem Badener Bahnhof, dem Ziel des Westweges, stand. Unterwegs habe ich überall nette Menschen getroffen.

So etwas sieht man nur als Wanderer.
Würm, ein Stadtteil von Pforzheim

Autofahrern entgehen solche schönen Momente. Das Schild findet man auf dem Ostweg am Ortseingang von Würm, einem kleinen Stadtteil von Pforzheim.

Die Mehrtageswanderungen haben mich nie mehr losgelassen. Den Westweg bin ich noch zweimal gelaufen. Den Mittelweg (von Pforzheim nach Waldshut) bin ich auch gegangen, nur den Ostweg (von Pforzheim nach Schaffhausen) musste ich in Freudenstadt abbrechen, mir fehlte einfach die nötige Zeit dazu.

Ich auf dem Mittelweg (von Freudenstadt nach Zwieselberg)

Auf dem Mittelweg unterwegs zwischen Freudenstadt und Zwieselberg

Ich auch war auf dem Vogtlandpanoramaweg unterwegs

Die Göltzschtalbrücke nahe der kleinen Stadt Mylau.

und ich bin auch auf der Saalehorizontale rund um Jena gewandert.

Hier der Napoleonstein auf dem Schlachtfeld der Schlacht von Jena – Auerstedt.
Der Napoleonstein erinnert an die Schlacht von Jena - Auerstedt

Als ich das große Schlachtfeld sah und mir vorstellte, dass da tausende Soldaten gegeneinander kämpften, dass es tausende Gefallene gab, da lief mir der kalte Schweiß den Rücken hinunter.

Ich bin aber auch Eintageswanderungen gelaufen. Ab und zu bin ich mit Katrin gelaufen. Das hat Spaß gemacht. Wir waren in Blaubeuren, ein sehenswertes Städtchen nahe Ulm, und wir sind im Tal der „Kleinen Lauter“ gegangen. Das hat auch viel Spaß gemacht.

Die Küssende Sau bei Blaubeuren ist doch eine Wanderung wert, zumal es auf dem Weg noch weitere schöne Fleckchen gibt.

Die

Auf den Mehrtagestouren sind die Etappen unterschiedlich lang. Die längste Etappe war etwa 35 Kilometer und führte mich von Unterstmatt über die Hornisgrinde, vorbei am Mummelsee, Ruhestein und Schliffkopf nach Kniebis.
Zwanzig Kilometer sind für mich auch kein Problem, obwohl ich unterscheiden muss, ob ich im bergigen Schwarzwald gehe oder an der Iller entlang.

Ich mag es, wenn ich allein unterwegs bin. Dann kann ich nach Lust und Liebe meinen Gedanken nachhängen. Das ist für so etwas wie Meditation. Das tut gut. In dieser Situation bin ich auch viel mehr für die Signale aus der Natur empfänglich als sonst. Man glaubt ja gar nicht, was man da alles erleben kann. Man sieht kleine Käferchen, die man noch nie gesehen hat, man entdeckt viele Blümchen neu. Das alles macht das Wandern so spannend.
Ich kann aber auch dem Wandern zu zweit viel abgewinnen. Mit Gleichgesinnten gehen und dabei Gedanken austauschen, das ist auch sehr sein.

Wald- und Feldwege sind mir besonders willkommen. Man muss zwar auf Wurzeln und Steine aufpassen, aber den Füßen tut sie Massage gut.
Der Hausberg von Wunsiedel ist die Kösseine. Das letzte Wegstück hoch zum Kösseinehaus sieht so aus:
Weg zum Kösseinehaus im Fichtelgebirge
Es ist sehr anspruchsvoll, diesen Weg zu gehen, es macht aber auch Spaß, wenn man es geschafft hat und einen Blick zurück wagt.

Natürlich muss man auch ab und zu auf Asphaltwegen gehen. Das macht mir auch nichts aus.

Auf Mehrtageswanderungen, man hat vielleicht schon drei oder vier Wochen vorher geplant, kann man sich das Wetter nicht aussuchen. Mir ist es zwar lieber, wenn der Himmel das Naß oben behält, aber wenn es tröpfelt ist das kein Grund alles abzublasen.
Ein paar Regenbilder habe ich auch zur Hand. Die sind zwischen Weihnachten und Silvester 2016 in Kniebis im Schwarzwald entstanden.

Hier habe ich noch einige Bilder von Meiner ersten Wanderung auf dem Westweg 2008 von Pforzheim nach Basel.

So, liebe Elke, es war schön, deine Anregungen zu nutzen. Man glaubt gar nicht, was einem so alles einfällt zu den von dir genannten Stichpunkten. Wunderschöne Erlebnisse ebenso wie Schnee im Mai, schöne Begegnungen, die ich nie vergessen werde und natürlich auch die Freude und der Stolz, einen eigenen Beitrag zur Überwindung einer schlimmen Krankheit geleistet zu haben.

Viele liebe Grüsse
von FriederKaffeetrinkender Smilie

Die kleine Schwarzwaldgemeinde Kniebis (Stadteil von Freudenstadt) bietet dem Urlauber viel Sehenswertes. Mit viel Fleiß wurde so zum Beispiel der „Heimatpfad“ angelegt.
Einen Überblick gibt ein Flyer, den man in der Touristinfo im Besucherzentrum kostenlos erhalten kann.
Der in „grün“ dargestellte Weg ist der Kniebiser Heimatpfad. Mit Hilfe des Flyers kann selbst planen, welchen Teil man sich für einen Ausflug vornimmt.

Flyer vom Heimatpfad, erhältlich in der Touristinfo im Besucherzentrum.


Dieses Schild, ich habe die Anzahl entlang des Pfades nicht gezählt, führt jeden sicher über den Heimatpfad.

Heimatpfad


Der Pfad beginnt am „Besucherzentrum“ am Portal des Westweges. Man kann aber überall ein- bzw. aussteigen, denn der Weg ist sozusagen immer zentrumsnah angelegt. Unsere Pension war im „Alten Weg“. Deshalb begannen wir die Runde an der evangelischen Kirche.

Heimatpfad – Schild an der evangelischen Kirche

Solche Schilder begegneten uns auf dem Heimatpfad noch öfter.
Am Friedhof vorbei führt der Weg am Waldrand zum Buchschollen.

Dieser große Stamm erinnert an den Orkan Lothar, der am 26.12.1999 über den Schwarzwald fegte.

Hier wird an den Orkan Lothar erinnert, der am 26.12.1999 über den Schwarzwald fegte.

Gleichzeitig stellt dieser Stamm die Frage, wer denn für den Naturschutz verantwortlich sei und gibt uns auch die Antwort, indem man das kleine Türchen öffnet.

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Der Vogelpfad ist auch sehenwert. Hier sind entlang des Weges eine Reihe von Nistkästen an den Bäumen angebracht. An den Bäumen ist noch ein Bild eines Paten für die Nisthilfe angebracht. Die Paten sind Kinder aus dem Evangelischen Kindergarten des Ortes. Wenn die jungen Vögel flügge sind, reinigen die Kinder unter Anleitung von Erwachsenen die Nistkästen. Sie sind sehr stolz auf ihre Aufgabe.

Heimische Singvögel – eine Tafel am Vogelpfad


Der Vogelpfad befindet sich auf dem württembergischen Teil Kniebis‘, auf dem „Buchschollen“. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf Kniebis-Dorf. Auf dieser Entspannungsliege konnten wir diesen Blick geniessen. Die Sonne tat ihr Übriges. Man hätte auf diesem Fleckchen Kniebis einen Mittagsschlaf halten können.

Wir auf einer Entspannungsliege

Von dieser Liege aus ist es nicht mehr weit bis zur Aussichtsplattform „Ellbachseeblick“. Bei schönen Wetter kann man von der Plattform aus die Hornisgrinde sehen.

Aussichtsplattform „Ellbachseeblick“ im Winter

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Wenig später kommen wir an einen Meiler vorbei und überqueren die Loipe des „DSV-nordic-activ-Center Freudenstadt/Kniebis“.

Meiler und Loipe

Gleich danach kommen wir zum Räuberwegle. Hier wird die Geschichte vom Räuber Feuerstein erzählt und auch mit Holzfiguren dargestellt.

Nun ist es nicht mehr weit bis zum Besucherzentrum am Westweg-Portal. Wir wandern nun parallel zum „Grenzweg“ weiter in Richtung Alexanderschanze und kommen in den badischen Teil von Kniebis.

Westwegportal nahe des Besucherzentrums (hier ein Bild von 2011)

Wir gehen dann parallel zum Eichelbach talwärts bis zum Hotel Waldhorn. Der Weg führt durch den Garten des Hotels.


Nach einer kurzen Wegstrecke kann man sich mit dem Pflanzenweg beschäftigen. Zu sehr vielen Pflanzen gibt es Erklärungen. Man kann sein eigenes Wissen testen und viel Interessantes über unsere Pflanzenwelt erfahren. Hier nur zwei Beispiele von vielen:

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Jetzt kommen wir zum „Kniebiser Empfangskomitee“. Gegenüber besteht die Möglichkeit, sich für den schönen Wanderweg mit einem Eintrag in ein Gästebuch zu bedanken und für die Erhaltung des Weges etwas zu spenden.
Der Heimtpfad und auch der Kniebiser Klostersteig wird von Rentnern gepflegt, die sich unter dem Namen „MET“ (Mobiles Einsatz-Team) zusammen geschlossen haben. Sie treffen sich regelmäßig zu Arbeitseinsätzen und ermöglichen uns, dieses Stückchen schöne Natur zu bestaunen.

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Müden Wanderern weißt dieser nette Herr den Weg zurück nach „Kniebis-Dorf“ (der württembergische Teil von Kniebis).

Lustiger Wegweiser zurück nach Kniebis


Nachdem man die Straße von Kniebis nach Bad Rippoldsau überquert haben, kann man auf einer an der Straße gelegenen Bank rasten und den Blick ins Tal geniessen.

Rast an der Straße nach Bad Rippolsau.


Über den „Naturfreundeweg“ kommt man zum Naturfreundehaus. Doch vorher wird man eindrucksvoll darauf aufmerksam gemacht, dass man sich im „Großherzogtum Baden“ befindet.

Großherzogtum Baden


Ein Blick durch die „rosarote Brille“ und eine Information am „5***** Hotel“ bringen uns zur Grenze von Baden und Württemberg.

Nun kommen wir noch an einer sehr praktischen Stelle vorbei, dem „Handy-Ausschalter“.

Handy-Ausschalter


Vom Ausschalter sind es vielleicht noch 200 oder 300 Meter und wir überqueren nahe der Tankstelle die B 28. Noch vor der Tankstelle gehen wir rechts einen Wanderweg hinab zur Klosterruine und haben die gesamte Runde des Heimatpfades geschafft. Es war ein interessanter und gar nicht so schwierig zu gehender Weg, der zudem noch sehr lehrreich war.

Hier noch mein Track von dieser Runde.

Weihnachten 2016 haben wir dieses mal nicht zu Hause verbracht. Wir wollten auf die Küchenarbeit verzichten und uns einen Wunsch erfüllen, nämlich zu den Feiertagen und den Tagen danach Wandern zu gehen und die frische Luft zu geniessen, uns auf diese Weise etwas Gutes zu tun.

Wir fuhren am 23. Dezember nach Kniebis ins „Haus am Hang“, eine uns bekannte Pension.

Haus am Hang in Kniebis, unsere Pension

Ich möchte euch in diesem Beitrag zwei Wanderungen vorstellen und auch sonst noch etwas zu dem schönen Schwarzwaldort Kniebis erzählen.

Kniebis ist ein Ortsteil von Freudenstadt, auch wenn rund zehn Kilometer zwischen beiden Orten liegen. Der Freudenstädter Marktplatz ist weithin bekannt. Er ist der größte umbaute Marktplatz Deutschlands.

Freudenstadt, Marktplatz

Auf dem unteren Marktplatz kann man diesen Mammutbaum bestaunen.

Mammutbaum


Nach den Weihnachtsfeiertagen schien die Sonne prächtig. Wir, meine Marlies, Bolek und ich, setzten uns in den Bus und fuhren nach Freudenstadt. Vom Stadtbahnhof aus gingen wir gemütlich über den Marktplatz in Richtung Christophstal. Da, wo die Christophstraße von der Talstraße abzweigt, findet man die „Alte Kniebissteige“. Hier war der Einstieg in unsere Wanderung.
Im Tal lag noch ein dichter Nebel, je höher man kam, desto mehr setzte sich die Sonne durch.

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Am Wegrand gab es viel zu sehen.

Pilze am Baumstumpf

Nach dem steilen Aufstieg auf der „Alten Kniebissteige“ wandern wir weiter auf der „Alten Kniebisstraße“. Jetzt sind wir auch auf diesen Wegweiser gestoßen.

Wegweiser

Als Wanderer freue ich mich über jedes dieser Schilder, sie bieten Orientierung und helfen so, den Weg zum Ziel zu finden. Ich guck immer an diese Schilder, auch wenn ich mit meinem „Garmin“ wandere.

Wir waren an diesem Tag einsame Wanderer. Wir sind nur einem Jogger und vielleicht zwei, drei Wanderern begegnet. Ein paar Förster hatten wir auch noch gesehen.

Vor einer kleinen Schutzhütte setzten wir uns auf eine Bank und stärkten uns mit einer Butterbrezel. Hmm, an der frischen Luft hat die besonders gut geschmeckt.

Rast unterwegs

Der Weg ist kurzweilig zu gehen. Überall kann man sehen, wie sich die Sonne durch die Baumkronen und Lichtungen ihren Weg bahnt.
Ein Wegstein dient als Zeuge vergangener Zeiten. Wer weiß, wie viele Leute hier schon unterwegs waren. Die „Alte Kniebisstraße“ liegt zwar nicht an der Grenze von Württemberg zu Baden, aber weit entfernt ist diese Grenze auch nicht.

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Kniebis ist gar nicht mehr weit. Bald verlassen wir den Wald. Bis zu unserer Unterkunft sind es nur noch ein paar Minuten.

Kniebis

Hier noch der Track zu unserer Wanderung von Freudenstadt nach Kniebis.

Am Montag, dem 10. Oktober, sind wir kurz entschlossen auf der A7 ein paar Kilometer nach Norden gefahren. Wir hatten uns vorgenommen, im Wental zu wandern. Grundlage war aus Bruckmanns Wanderführer „Schwäbische Alb – Die 40 schönsten Touren“ die Tour 6.
Die A7 haben wir an der Abfahrt „Heidenheim“ verlassen. Weiter ging es in Richtung „Steinheim am Albuch“. Der Wanderparkplatz „Hirschtal“ war leicht zu finden.

Entsprechend der Wegbeschreibung und der guten Ausschilderung haben wir uns gut zurecht gefunden.
Obwohl es in diesem Jahr noch nicht so richtig viele Pilze gab, konnten wir schon nach einem kurzen Stück des Weges einige Pilze am Wegrand sehen.

Pilze im Wald

Es sollten heute nicht die einzigen Pilze sein, die wir während unserer Wanderung fanden.

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