Bei Katrin habe ich das Buch „Der Sturz ins Leere“ entdeckt.
Ich habe mir das Buch gleich gekauft.

Joe Simpson beschreibt, wie er mit seinem Freund Simon Yates in den Anden einen noch unbezwungenen Berggipfel besteigt.
Beim Abstieg kommt es zu einem Unfall, Joe bricht sich ein Bein.
Die Rettung wird so kompliziert, dass Simon das Seil, an dem Joe hängt, kappt. Simon sieht keine Möglichkeit mehr, Joe zu helfen, er steigt alleine ab zum Basislager.

Wie durch ein Wunder entgeht Joe dem sicheren Tod. Er kämpft sich aus einer Gletscherspalte und versucht den Abstieg.
Durst, das gebrochene Bein und Hallizunationen machen Joe’s Weg zum Basislager schier unmöglich.
Drei Tage lang kriecht, hüpft oder humpelt Joe über den Gletscher und Moränen.
Mehr dem Tode nah als dem Leben schafft es Joe doch irgendwie, zu den Zelten zu kommen. Buchstäblich in letzter Minute wird Joe gefunden.

Das Buch wirft Fragen auf, deren Beantwortung nicht einfach sind.
Wie weit kann ich gehen, einen Menschen in Lebensgefahr zu helfen, wenn ich mich dabei selbst gefährde?
Wie gehe ich mit der Schuld um, wenn ich um meiner selbst willen den Gefährten nicht mehr helfe bzw. helfen kann.

Wie lange würde ich mich quälen, um zu überleben, obgleich der Ausgang ungewiß ist.

Es ist ein Buch, dass mich sicherlich noch lange beschäftigen wird.

Das Buch (ISBN-13: 9783492300605) gibt es im Buchhandel zum Preis von 9,95 Euro.

Liebe Grüße
Frieder