Ich habe in diesem Blog schon mehrmals über Märzenbecher geschrieben.
In Baden-Württemberg gibt es einige Stellen, an denen diese geschützten Pflanzen prächtig gedeihen.
Im Wolfstal nahe Lauterach (Tal der Großen Lauter), im Seeburger Tal bei Münsingen und nicht zuletzt im Eselsburger Tal kann man die „Teppiche“ von Märzenbechern bewundern.

In diesem Jahr ist die Natur fast überall etwas früher dran. So verwundert es nicht, dass auch die Märzenbecher Anfang März schon voll aufgeblüht sind.
Am vergangenen Montag, es war der 7. März, fuhren wir ins Eselsburger Tal.
Der Parkplatz an der „Dettinger Straße“ sah aus wie im vergangenen Jahr, dreckig und zugemüllt. Eine solch schöne Gegend hat das nicht verdient. Gibt es denn wirklich keine Möglichkeit, dem Einhalt zu gebieten?
In diesem Beitrag hatte ich schon einmal über diesen Parkplatz geschrieben.

Märzenbecher im Eselsburger Tal


Auf dem Weg ins ins Eselburger Tal hatten uns gleich Huflattich und Leberblümchen begrüßt.

Huflattich


Leberblümchen

Die ersten Märzenbecher haben sich uns auch gezeigt.

Märzenbecher


Wir gingen dann in Richtung Anhausen und konnten die Pracht der Märzenbecherblüte im Eselsburger Tal bewundern. Einfach schön!

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Der Weg war kurzweilig. So gelangten wir schnell zur Domaine Falkenstein, die hoch oben auf dem Fels zu sehen war.

Domaine Falkenstein


An dieser Stelle gibt es eine Fußgängerbrücke über die Brenz.

Fussgängerbrücke


Brenz


Bolek fand auch hier immer wieder viel Interessantes, auf dem Weg und am Wasser.

Bolek an der Brenz


Die Brenz hatte aber an diesem Tag einen starken Geruch nach Gülle, so dass selbst unser Hund darauf verzichtete, in das Wasser zu steigen. Das will was heißen. 🙂

Marlies nutzte einen Fels als Hintergund, um mich mitsamt Hund zu fotografieren.

Marlies fotografiert


Frieder mit Bolek


Der Weg war wieder schön zu gehen, so dass wir bald in Eselsburg waren.

Eselsburg


Das Wahrzeichen des Dörfchens steht mitten im Ort.

Eselsburg

In Eselsburg findet man auch einen kleinen Hofladen. Der, so sagte uns ein Mann, ist zu klein geworden. Deshalb baut man einen neuen Hofladen. Dieser Neubau ist etwas Besonderes. Das Gebäude wird ein „Strohballenhaus“.

Strohballenhaus

Im Gespräch erfuhren wir, dass so ein Bau sehr „arbeitsintensiv“ sei. Dafür seien jedoch die Materialkosten moderat. Auf jeden Fall werden wir wieder mal nach Eselsburg fahren, wenn das Hoflädele fertig ist. Dann wird es auch möglich sein, im Laden einen Kaffe zu trinken und dazu Kuchen zu schnabulieren. 🙂

Von Eselsburg aus war es nicht mehr weit bis zum Parkplatz.

Eselsburg


Auf dem Weg zum Parkplatz

Wir fanden noch eine Tafel mit Erläuterungen zun „Frühblühern im Laubwald“.

Erklärung

Ich konnte noch ein Foto von Frauchen und Bolek knipsen.

Bolek mit Frauchen


Nach wenigen Minuten sassen wir wieder im Auto und fuhren nach Hause.

Der Nachmittag war sehr schön, wenn auch die niedrigen Temperaturen ab und zu uns mal kräftig zwickten.

man spürt es richtig, der Frühling kommt mit Riesenschritten.
In Goethes Osterspaziergang heißt es:

Aber die Sonne duldet kein Weisses,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Nun, am vergangenen Donnerstag, es war der 12. März, habe ich keine geputzten Menschen gesehen, die Sonne mochte auch noch nicht so richtig aus den Wolken hervor lugen.
Einige Frühjahrsblüher sind aber doch schon da. Jetzt ist auch die Zeit für die Märzenbecher.
Vor zwei Jahren konnte ich die „weißen Teppiche“ im „Großen Lautertal“ und im „Wolfstal“ bestaunen. In diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen, im Eselsburger Tal zu wandern. Da sollen etwa 10% des Bestandes von Märzenbechern in Baden-Württemberg zu sehen sein. Das müssen doch, so dachte ich mir, unübersehbare große Flächen sein.

Zum Eselsburger Tal kommt man am schnellsten über die A 7, Ausfahrt Niederstotzingen. Dann fährt man noch ungefähr vier Kilometer in Richtung Herbrechtingen / Aalen.

Ich machte mich auf den Weg. Den Parkplatz an der Dettinger Straße, den ich mir ausgesucht hatte, fand ich auf Anhieb. Der Parkplatz war stark verschmutzt. Das muss offensichtlich von Kraftfahrern verursacht sein, denn Wanderer schleppen keine grßen Plastesäcke in die Natur, um sie da zu entsorgen.
Diese Bemerkung aber nur nebenbei.

Ich ging auf dem Weg in Richtung Falkenstein, allerdings blieb ich auf der Höhe, statt gleich ins Tal zu gehen.

Die Muschel des Jacobswegs ist bis nach Anhausen ein guter Wegweiser.

Die Muschel, Kennzeichen des Jacobswegs, führt uns bis nach Anhausen.

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