Wandern ist für mich …
Unter dieser Überschrift hat Elke eine Blog- und Leserparade eröffnet. Ich möchte hier meine Gedanken zu dieser Frage darlegen.

Jetzt bin ich 72 Jahre alt. Gut zu Fuß war ich schon immer. Aber eine Wanderung planen, die Wanderstiefel schnüren, Rucksack packen und sich auf das, was kommt, freuen, das kam bei mir erst viel, viel später. Da war ich schon über die 60.

1996 wurde ich am Darmkrebs operiert. Danach folgten alles Übliche, als Chemo- und Strahlentherapie. Während dieser Therapien erholte ich mich fast täglich an der frischen Luft. Mir hat das sehr gut getan. Diese drei oder vier Kilometer wurden für mich zur Gewohnheit. Ich ging diese Strecke auch, nachdem die Therapien überstanden waren.

2007 las ich in der Münsinger Tageszeitung, dem “ALB BOTE“, dass drei ältere Damen aus Hamburg im Schwarzwald auf dem Westweg wanderten. Damals gab es ja schon das Internet und ich suchte, was denn der Westweg ist.
Aha, 280 Kilometer in 12 Etappen von Pforzheim bis nach Basel zu Fuß quer von oben nach unten den Schwarzwald durchqueren, das ist der Westweg.
Nun wollte ich auch den Westweg gehen. Was drei älter Damen aus Hamburg schaffen, das traute ich mir auch zu.

Ich plante meine Wanderung. Übernachtungen mussten gebucht werden, Rucksack, Wanderschuhe, Regenkeidung, Kartenmaterial, alles musste ich mir beschaffen.
Dann kamen noch die guten Ratschläge von allen Seiten. „Hast du eingelaufene Schuhe, hast du genug Unterwäsche und Socken eingepackt, hast du …“ Unendlich diese gut gemeinten Ratschläge.

Ach was war ich froh, als es los ging. Am 17. April 2008 fuhr ich zu Bekannten nach Calw. Da konnte ich das Auto 14 Tage stehen lassen. Am 18. April ging es dann in Pforzheim am Kupferhammer los. Natürlich hatte ich zuviel in den Rucksack gepackt. Nach der ersten Etappe schickte ich per Post alles nach Hause, was ich zu viel eingepackt habe.
Auf jeden Fall hatte ich eine wunderbare Wanderung. Ich habe die 280 Kilometer gut bewältigt.

Ich auf dem Belchen:
Ich auf dem Belchen

Und ich war stolz wie Spanier auf mich, als ich in Basel vor dem Badener Bahnhof, dem Ziel des Westweges, stand. Unterwegs habe ich überall nette Menschen getroffen.

So etwas sieht man nur als Wanderer.
Würm, ein Stadtteil von Pforzheim

Autofahrern entgehen solche schönen Momente. Das Schild findet man auf dem Ostweg am Ortseingang von Würm, einem kleinen Stadtteil von Pforzheim.

Die Mehrtageswanderungen haben mich nie mehr losgelassen. Den Westweg bin ich noch zweimal gelaufen. Den Mittelweg (von Pforzheim nach Waldshut) bin ich auch gegangen, nur den Ostweg (von Pforzheim nach Schaffhausen) musste ich in Freudenstadt abbrechen, mir fehlte einfach die nötige Zeit dazu.

Ich auf dem Mittelweg (von Freudenstadt nach Zwieselberg)

Auf dem Mittelweg unterwegs zwischen Freudenstadt und Zwieselberg

Ich auch war auf dem Vogtlandpanoramaweg unterwegs

Die Göltzschtalbrücke nahe der kleinen Stadt Mylau.

und ich bin auch auf der Saalehorizontale rund um Jena gewandert.

Hier der Napoleonstein auf dem Schlachtfeld der Schlacht von Jena – Auerstedt.
Der Napoleonstein erinnert an die Schlacht von Jena - Auerstedt

Als ich das große Schlachtfeld sah und mir vorstellte, dass da tausende Soldaten gegeneinander kämpften, dass es tausende Gefallene gab, da lief mir der kalte Schweiß den Rücken hinunter.

Ich bin aber auch Eintageswanderungen gelaufen. Ab und zu bin ich mit Katrin gelaufen. Das hat Spaß gemacht. Wir waren in Blaubeuren, ein sehenswertes Städtchen nahe Ulm, und wir sind im Tal der „Kleinen Lauter“ gegangen. Das hat auch viel Spaß gemacht.

Die Küssende Sau bei Blaubeuren ist doch eine Wanderung wert, zumal es auf dem Weg noch weitere schöne Fleckchen gibt.

Die

Auf den Mehrtagestouren sind die Etappen unterschiedlich lang. Die längste Etappe war etwa 35 Kilometer und führte mich von Unterstmatt über die Hornisgrinde, vorbei am Mummelsee, Ruhestein und Schliffkopf nach Kniebis.
Zwanzig Kilometer sind für mich auch kein Problem, obwohl ich unterscheiden muss, ob ich im bergigen Schwarzwald gehe oder an der Iller entlang.

Ich mag es, wenn ich allein unterwegs bin. Dann kann ich nach Lust und Liebe meinen Gedanken nachhängen. Das ist für so etwas wie Meditation. Das tut gut. In dieser Situation bin ich auch viel mehr für die Signale aus der Natur empfänglich als sonst. Man glaubt ja gar nicht, was man da alles erleben kann. Man sieht kleine Käferchen, die man noch nie gesehen hat, man entdeckt viele Blümchen neu. Das alles macht das Wandern so spannend.
Ich kann aber auch dem Wandern zu zweit viel abgewinnen. Mit Gleichgesinnten gehen und dabei Gedanken austauschen, das ist auch sehr sein.

Wald- und Feldwege sind mir besonders willkommen. Man muss zwar auf Wurzeln und Steine aufpassen, aber den Füßen tut sie Massage gut.
Der Hausberg von Wunsiedel ist die Kösseine. Das letzte Wegstück hoch zum Kösseinehaus sieht so aus:
Weg zum Kösseinehaus im Fichtelgebirge
Es ist sehr anspruchsvoll, diesen Weg zu gehen, es macht aber auch Spaß, wenn man es geschafft hat und einen Blick zurück wagt.

Natürlich muss man auch ab und zu auf Asphaltwegen gehen. Das macht mir auch nichts aus.

Auf Mehrtageswanderungen, man hat vielleicht schon drei oder vier Wochen vorher geplant, kann man sich das Wetter nicht aussuchen. Mir ist es zwar lieber, wenn der Himmel das Naß oben behält, aber wenn es tröpfelt ist das kein Grund alles abzublasen.
Ein paar Regenbilder habe ich auch zur Hand. Die sind zwischen Weihnachten und Silvester 2016 in Kniebis im Schwarzwald entstanden.

Hier habe ich noch einige Bilder von Meiner ersten Wanderung auf dem Westweg 2008 von Pforzheim nach Basel.

So, liebe Elke, es war schön, deine Anregungen zu nutzen. Man glaubt gar nicht, was einem so alles einfällt zu den von dir genannten Stichpunkten. Wunderschöne Erlebnisse ebenso wie Schnee im Mai, schöne Begegnungen, die ich nie vergessen werde und natürlich auch die Freude und der Stolz, einen eigenen Beitrag zur Überwindung einer schlimmen Krankheit geleistet zu haben.

Viele liebe Grüsse
von FriederKaffeetrinkender Smilie

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert fahren wir nach Wunsiedel immer in die gleiche Ferienwohnung in den Urlaub.
Auch in diesem Jahr waren wir wieder in „unserer“ Ferienwohnung zu Gast.

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Hierher fahren wir schon viele Jahre und wir fühlen uns wohl. Einfach klasse!

Der Eisenbahnverkehr von Marktredwitz über Wunsiedel nach Leupoldsdorf wurde schon vor mehr als vierzig Jahren eingestellt. Aber die Gleise lagen noch bei unserem ersten Besuch in Schönbrunn vor mehr als 25 Jahren. Gleich hinter unserer „Fewo“ war sogar noch ein Bahnübergang.

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Seit 25 Jahren kommen wir gern nach Wunsiedel

In diesem Jahr sind es 25 Jahre, dass wir uns in den Trabbi setzten um im Westen mal ein Wochenende zu verbringen. Wir wollten irgendwo hin, aber nicht weit von der damaligen Grenze, übernachten.
Man konnte ja immer noch im Westen eine gewisse Euphorie der Vereinigung beider deutscher Staaten wegen verspüren. Wir hatten einige Adressen von Pensionen und Privatzimmer zum Übernachten. Woher wir die hatten, weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall sind wir einfach losgefahren und haben gefragt. „Wielange bleiben Sie?“, war immer die erste Frage. „Was, für eine Nacht? Nein, das geht nicht!“, war immer die Antwort.

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Unseren Urlaub im Fichtelgebirge Ende August / Anfang September wollten wir zum Pilze sammeln nutzen. Davon möchte ich euch einige Bilder zeigen und kommentieren.

Der Wald zeigte sich uns von seiner besten Seite.

Marlies bei der Arbeit im Wald[/caption]

Am Waldrand fährt ein Traktor mit Anhänger vorbei.

Im Wald

Mitunter begegnet man hier auch kleinen Kröten…

Kröten

… oder kann eine Biene beobachten.

Waldbiene

Riesig ist die Freude, wenn sich dann der Korb so langsam füllt mit

Maronenröhrlingen,

Maronenröhrling

Lärchenröhrlingen,

Lärchenröhrling

aber auch Edelreizker, Perlpilze, Täublinge und viele andere sind uns willkommen

Perlpilze sind sehr schmackhaft. Man muss sie aber genau kennen, um Verwechslungen zu vermeiden.

Perlpilz

Über den großen Steinpilz haben wir uns natürlich riesig gefreut.

Steinpilze

Alle milden Täublinge sind gute Speisepilze.

Täubling

Auf jeden Fall gibt es Arbeit im Wald …

Nach dem Suchen gibt es noch viel Arbeit.[/caption]

Die Sonne half uns, die Pilze zu trocknen.

Die Pilze werden geputzt, in Scheiben geschnitten und getrocknet.


Wenn auch der Ertrag dieses Jahr nicht so groß war wie in anderen Jahren, wir waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Wie anderswo auch, so sind in Wunsiedel die umliegenden ehemaligen Dörfer eingemeindet. Eines dieser eingemeindeten Ortsteile ist Schönbrunn. Viele Bauernhöfe gibt es hier nicht mehr. Es gibt aber in Schönbrunn eine Brauerei, die Privatbrauerei Lang. Das ist doch auch schon etwas.
Von Schönbrunn bis nach Wunsiedel sind es gut drei Kilometer. Die Straße wurde in der Mitte der 90er Jahre erneuert. Die alte Straßenführung wurde für Radfahrer und Fußgänger ausgebaut.
Auf dieser alten Straße bin ich nach Wunsiedel gelaufen. Zurück führt ein Weg parallel aber auf einem Bergrücken.
Hier einige Bilder von diesem kleinen Spaziergang an einem Nachmittag.

Das Bioheizkraftwerk bei Schönbrunn zeugt davon, dass sich die „alternativen Energien“ auch im Fichtelgbirge durchsetzen.

Bioheizkraftwerk

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In der vergangenen Woche war ich mit meiner Frau im Fichtelgebirge. Pilze suchen war unser Ziel. Im Fichtelgbirge sein und keine Schritt wandern, das geht überhaupt nicht. Also machte ich mich am Sonntag auf den Weg zur Kösseine.

Furthammer

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Hier noch ein Bild, dass während unseres Urlaubs im Fichtelgebirges entstand. Jetzt Mitte Oktober muss man sich schon warm anziehen, wenn man abends vor die Tür gehen will. Aber es bieten sich ungeahnte Aussichten.

Ein Bild vom Mond

Gestern sind wir wieder zu Hause eingetroffen.

Der Urlaub war sehr schön. Ich konnte wandern und zusammen mit meiner Marlies haben ich Pilze gesucht. Wir haben eine schöne Ernte mit nach Hause gebracht.

Und der Maxl. Dem ging es auch gut in seinem Urlaubsquartier.

Demnächst zeige ich auch einige Bilder

Nein, nicht für immer und ewig.

Ich fahre morgen in Urlaub ins schöne Fichtelgebirge. Das Fichtelgebirge liegt im Nordosten Bayerns, so etwa zwischen Hof und Weiden. Wunsiedel, dahin fahren wir, liegt zentral im Naturpark Fichtelgebirge. Der Hausberg von Wunsiedel, die Kösseine, ist 939 Meter hoch. Von der Stadt aus führt ein schöner Wanderweg vorbei an der Luisenburg, einem Felsenlabyrinth, zum Kösseinehaus, das auf dem Gipfel steht.

Bekannt sind auch der Ochsenkopf und der Schneeberg, der höchste Berg des Fichtelgebirges. Ich habe in den nächsten zwei Wochen kein Internet. Ich will mal im Selbstversuch probieren, ob ich Entzugserscheinungen bekomme.

Aber keine Angst, ich bleibe euch erhalten.

Schönbrunn, im Hintergrund der Schneeberg