man spürt es richtig, der Frühling kommt mit Riesenschritten.
In Goethes Osterspaziergang heißt es:

Aber die Sonne duldet kein Weisses,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Nun, am vergangenen Donnerstag, es war der 12. März, habe ich keine geputzten Menschen gesehen, die Sonne mochte auch noch nicht so richtig aus den Wolken hervor lugen.
Einige Frühjahrsblüher sind aber doch schon da. Jetzt ist auch die Zeit für die Märzenbecher.
Vor zwei Jahren konnte ich die „weißen Teppiche“ im „Großen Lautertal“ und im „Wolfstal“ bestaunen. In diesem Jahr hatte ich mir vorgenommen, im Eselsburger Tal zu wandern. Da sollen etwa 10% des Bestandes von Märzenbechern in Baden-Württemberg zu sehen sein. Das müssen doch, so dachte ich mir, unübersehbare große Flächen sein.

Zum Eselsburger Tal kommt man am schnellsten über die A 7, Ausfahrt Niederstotzingen. Dann fährt man noch ungefähr vier Kilometer in Richtung Herbrechtingen / Aalen.

Ich machte mich auf den Weg. Den Parkplatz an der Dettinger Straße, den ich mir ausgesucht hatte, fand ich auf Anhieb. Der Parkplatz war stark verschmutzt. Das muss offensichtlich von Kraftfahrern verursacht sein, denn Wanderer schleppen keine grßen Plastesäcke in die Natur, um sie da zu entsorgen.
Diese Bemerkung aber nur nebenbei.

Ich ging auf dem Weg in Richtung Falkenstein, allerdings blieb ich auf der Höhe, statt gleich ins Tal zu gehen.

Die Muschel des Jacobswegs ist bis nach Anhausen ein guter Wegweiser.

Die Muschel, Kennzeichen des Jacobswegs, führt uns bis nach Anhausen.

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Bei Angelika und Erik hatte ich gelesen, dass die beiden eine schöne Wanderung im Großen Lautertal gemacht haben. Die Große Lauter hat ihren Quelltopf auf der Schwäbischen Alb in Offenhausen, einem Ortsteil der Gemeinde Gomadingen. Nach 35 Kilometern durch die Alb mündet sie bei Lauterach in die Donau.
Angelikas und Eriks Wanderung, die ich gestern auch gelaufen bin, führt von Erbstetten ins untere Lautertal. Der Weg nutzt zum Teil den Burgenweg.
Ein paar Meter unterhalb der Laufenmühle zweigt links das Wolfstal ab. Es ist weithin bekannt durch die Märzenbecher, die in diesem Tal jetzt zuhauf blühen. Durch das Wolfstal kommt man leicht zurück nach Erbstetten, dem Ausgangspunkt der Wanderung.

An der Kirche in Erbstetten kann man bequem parken. Der Weg führt bergan in Richtung Burgruine Wartstein. Kuzr nach verlassen des Ortes kommt man in den Wald, den man erst wieder verläßt, wenn man das Lautertal erreicht hat.

Auf dem Weg zum Wartstein

Bank

Von der Burgruine Wartstein hat man eine sehr schöne Aussicht ins Lautertal. Aber wie das so ist, zur Aussicht gehört auch das entsprechende Wetter. Bei Nebel ist mit der Sicht der gar nicht gut bestellt. Angelika und Erik hatten es besser getroffen. Deshalb möchte ich auch auf deren Bilder verweisen.

Burgruine Wartstein

Ein Blick ins Lautertal

Ist man erst mal im Lautertal kommt man auf dem Wanderweg zügig voran. Zunächst gehen wir rechts, später dann links und ab Unterwilzingen wieder auf der rechten Seite des Flüßchens.

Der Nebel ist weg.

malerisch, diese Bank am Flüßchen

Weidenkätzchen künden vom nahenden Frühling

Bald sieht man halbrechts Unterwilzingen liegen.

Unterwilzingen

Jetzt wechseln wir wieder die Flußseite. Wir können eine malerische Flußlandschaft geniessen.

Felsen am Wegesrand

Noch im Lautertal habe ich die ersten Märzenbecher entdeckt. Ach, ist das eine Freude, diese Frülingsboten ansehen zu können.

Märzenbecher im Lautertal

Frühlingsbote

Diese Überquerung der Lauter habe ich nicht genutzt.

Eine Möglichkeit, über den Fluß zu kommen

Bald habe ich die Laufenmühle erreicht. Ich verzichtete darauf, in die Gaststätte einzukehren.

Laufenmühle

Nur ein paar Meter weiter zweigt links das Wolfstal ab. Kaum in das Tal eingeschwenkt blieb mir vor Staunen fast der Mund offen stehen. So viele Märzenbecher. Und das nicht nur auf eine Stelle begrenzt, nein, fast das gesamte Tal ist mit diesen Frühjahrsboten bedeckt. In Gegensatz zu Angelika und Erik war ich heute ganz alleine. Aber ich ging ja auch an einem Dienstag und nicht an einem Sonntag.

Märzenbecher

Im Wolfstal

Höhlen im Wolfstal

Am Ende des Wolftals trifft der Wanderweg auf ein kleines Teersträßchen. hier biegt man nach links ab und folgt dieser kleinen Straße, die uns direkt nach Erbstetten zurück bringt.

Auf dem Weg nach Erbstetten

Es war eine schöne Wanderung. Anfangs bin ich zwar im Nebel gelaufen, aber das Wetter war wie fürs Wandern gemacht.
Danke noch mal für diesen Tipp, Angelika.