Irgendwann im Leben wird sich ein jeder Gedanken machen, was sein wird, wenn er nicht mehr ist.
Es könnte ja jedem egal sein. Schließlich hat man für sich selbst keine Verantwortung mehr, wann man nicht mehr lebt. Es ist einem aber nicht ganz einfach egal.

Nun, ein jeder, ob vermögend oder bettelarm, kommt irgendwie unter die Erde. Ein Platz in einem Friedhof wird schon werden. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten, bestattet zu werden. Immer mehr wird als Alternative zu einem Friedhof die Bestattung in einem Friedwald angeboten.

Den Zugang zum Münsinger Friedwald kann man nicht verpassen. Man fährt am Bahnhof der „Schwäbischen Alb-Bahn“ vorbei in Richtung Buttenhausen. Nach der Alb-Klinik sind es nur noch ein paar hundert Meter, dann biegt man rechts ab und fährt auf einem Teerweg bis zum Parkplatz des Friedwaldes.
Den Friedwald kann jeder nach Lust und Laune begehen. Natürlich sollte man die hier Bestatteten achten. Wer auf den angelegten Wegen bleibt und keinen Radau macht ist hier willkommen. Die zuständigen Förster geben auch gern Auskunft. Der Friedwald-Betreiber veranstalten auch regelmäßig Führungen.

Der Wald gehört der Stadt Münsingen, bewirtschaftet nd gepflegt wird er von der FriedWald GmbH, einer Gesellschaft, die auch in anderen Regionen Deutschlands aktiv ist.

Hier ein paar Eindrücke von einer Führung im Münsinger FriedWald vom 25. Juni diesen Jahres.

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An verschiedenen Stellen erklärt der Friedwaldförster, wie man zu „seinem Baum“ kommt.

Der Förster erklärt, wie der Friedwald organisiert ist.

Jeder kann hier „seinen Baum“, respektive, seinen Platz an einem bestimmten Baum kaufen. Dieser Platz bleibt 90 Jahre Eigentum des Käufers bzw. seiner Erben.

Er hat aufmerksame Zuhörer, die auch ihre Fragen stellen können.

Die Zuhörer

Der Hund des Försters, Benny, war immer dabei. Allerdings war für ihn auch der Bolek interessant, was dem Förster aber gar nicht gefiel

Der Hund des Försters.

Die Urnen, die für einen Friedwald verwendet werden, müssen verrottbar sein. Die Verrottung dauert zwischen zwei und acht Jahren.

Solche Urnen werden im Friedwald verwendet.

Im Friedwald gibt es auch einen Platz, an dem Abschied genommen werden kann. Es ist auch fast jede Form einer Trauerfeier erlaubt. Der Förster erzählte, dass sogar eine Rockergruppe mit ihren Motorrädern bis fast zu der Grabstätte fahren konnten. Und zum _Abschied erklang ein Rockkonzert. Solch außergewöhnlichen Dinge müssen aber vorher angemeldet werden.

Der Platz zum Abschied nehmen.

Mein Eindruck vom Friedwald: Es ist durchaus eine überlegenswerte Alternative zum Friedhof. Wer keine Erben mehr hat, wer seinen Erben die Grabpflege aus den verschiedensten Gründen ersparen möchte, der kann beruhigt einen Platz in einem Friedwald auswählen.

Na, da muss ich ja gleich zu Beginn meines Berichtes Auskunft geben, warum ich die Überschrift so gewählt habe.
Im März diesen Jahres sind Katrin und Thomas auf der Schwäbischen Alb eine Runde bei Seeburg gelaufen. Seeburg ist ein kleiner Ortsteil von Bad Urach, liegt aber viel näher an Münsingen. Ich selbst habe sieben Jahre in Münsingen gewohnt und hatte weitere sieben Jahre in dieser liebenswerten Kleinstadt gearbeitet. Von da her kannte ich einiges von Münsingen und Umgebung und wollte die Runde, die Katrin und Thomas im März gegangen sind, auch wandern.

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Der jüngste Sproß eines Weinbauern, der seine Weinberge nahe der französischen Stadt Angers hat, war fest entschlossen zu ehelichen. Zur kirchlichen Trauung kamen etwa 200 Leute. Eingeladen war auch der Vater eines Münsingers. Und weil der Vater schon fast 91 Jahre alt war, wollte er die weite Strecke nicht allein fahren. Weiterlesen »