Zur Zeit fällt es mir schwer zu wandern. Ich habe noch von unserem Aufenthalt in Kniebis ein paar Probleme mit dem Rücken.

Ich kann aber doch noch den Auslöser meiner Kamera betätigen. Es gibt doch so viel zu fotografieren, zu jeder Jahreszeit.

Gegenwärtig spriessen die Schneeglöckchen allerorten. Man könnte meinen, der Frühling würde schon Einzug halten. Dabei weiß ich, dass der Winter jederzeit noch einmal von den „rauhen Bergen“ zurück kommen kann.

Für mich sind die Schneeglöckchen Frühlingsboten.
 

Mit den Schneeglöckchen stecken auch die Winterlinge ihre Köpfchen aus der Erde. Die gelben Tupfer in den Gärten lassen zusammen mit den Schneeglöckchen unsere Herzen schneller schlagen. Ja, der Winter ist nun bald Vergangenheit, auch wenn er von den „rauhen Bergen“ noch einmal drohen sollte, wie der alte Goethe es in seinem „Osterspaziergang“ sagte.

Winterlinge

Winterlinge

 

Unser Bolek „inspiziert“ im Sonnenschein der letzten Tage ausgiebig „seinen Garten“.
 


 

In den vergangenen Tagen versuchte ich, während eines kleinen Spazierganges den sich auflösenden Frühnebel im Bild festzuhalten.

Der Nebel löst sich auf

Nebel

Als ich wieder in Richtung Gögglingen ging, war der Nebel weg und die Sonne schien prächtig.

Der Nebel hat sich verzogen

Es war herrlich diese Runde zu gehen. Ich konnte mich über Schneeglöckchen und Winterlinge freuen, und ich konnte sehen, wie der Nebel weichen musste.

Eine Ergänzung:
Inzwischen (also am 5. März 2017) sind auch die Märzenbecher und die Krokusse da.
Die Gögglinger Störche sind jetzt dabei ihren Horst für die kommenden Monate zu rüsten. Viele Fans werden dabei sein und das Storchenpaar bei der Aufzucht des Nachwuchses beabachten.

Viele liebe Grüsse
von FriederKaffeetrinkender Smilie

Am 10. Mai 2013, einen Tag nach Himmelfahrt, musste ich meine Wanderung auf der Saalehorizontale in Neuengönna beenden. Etwas mehr als zwanzig Kilometer fehlten mir, um die Schleife in Jena zu schließen. Am vergangenen Dienstag, dem 11. November 2014, konnte die letzte Strecke des Rundweges gehen.
Der erste Blick am Morgen aus dem Fenster bestätigte den Wetterbericht vom Vortag – Nebel wohin das Auge schaut. Jena liegt in einem Talkessel und ich will auf die Höhe. Da scheint vielleicht doch die Sonne. Außerdem regnet es nicht. Das ist doch für’s Wandern viel wichtiger.

Frohen Mutes ging ich los.

Mein Schwager Siggi brachte mich von Jena zum Ausgangspunkt meiner heutigen Tour nach Neuengönna. An der Kirche war für mich heute Start. Das Gotteshaus war auch in Nebel gehüllt.

Kirche Neuengönna

Auch die Pferde auf der Koppel nahe Neuengönna waren nur schemenhaft zu sehen.

Pferde auf der Koppel im Nebel

Der Weg nach oben war schlammig und rutschig. Aber das war mir immer noch lieber als auf geteerten Wegen zu gehen. Ich hatte gehofft, dass sich doch bald die Sonne zeigt, aber zunächst musst ich durch den Nebel stapfen. Ich versuchte, auch dieser Situation einen Reiz abzugewinnen.

Nebel, Nebel, Nebel

Ich bin nun schon weit oberhalb des Saaletales, aber der Nebel zeigt mir immer noch diese Bilder. Man kann nun schon die Sonne erahnen. Ist das nicht wunderbares Schauspiel? Mir hat es gefallen.

Bald erreichte ich einen Rastplatz am Jägersberg. Der Tisch und die Bank waren noch nass vom Nebel, aber um einen warmen Tee zu trinken und ein belegtes Brot zu essen kam mir der Platz gerade recht, zumal die Sonne sich doch noch gegen den Nebel durchsetzt.

Jägersberg

Die Sonne traut sich auch bald hervor

Bald ist das kleine Dorf Closewitz erreicht. Unterhalb des Dorfes verläuft die Saalehorizontale. Hie fand ich auch eine Bank, die zum Rasten einlud. Ich nahm den Rucksack von den Schultern und machte es mir auch der Bank bequem. Der heiße Tee, den mir meine Schwägerin mit auf den Weg gab, tat mir gut.

Rastplatz bei Closewitz

Das ist das kleine Dorf Closewitz, genauer gesagt, es ist ein „Stadtteil der kreisfreien Stadt Jena“.

Im Herbst 1806 trafen hier auf dem Hochplateau des Landgrafen die Franzosen unter Napoleon auf die Preussen. Napoleons Armee war viel beweglicher und daher den Preussen überlegen.
Als ich das Gelände sah, musste ich doch an die vielen Soldaten denken, die hier gefallen sind. Die Gefallenen werden in Größenordnungen von tausenden gezählt. Unvorstellbar.

Von hier aus bis zum „Napoleonstein“ sind es schätzungsweise etwa 2 Kilometer, vielleicht auch drei.

1806 war hier Napoleon

Wer alles wird schon in diesem Baum gewohnt haben? 🙂 Sicherlich haben hier viele Tiere schon eine Unterkunft gefunden.

Baumhaus für Tiere

Auf der Hochfläche findet man am Rande der Saalehorizontale auch diesen winzigen Tümpel. Er bietet auch ausreichend Wasser für Tiere und Pflanzen.

Eine Idylle

Und immer wieder der Nebel im Saaletal. Es sieht aus wie in einer riesengroßen Waschküche.

Nebel im Saaletal

Die Wegmarkierungen auf der Hochfläche sind kreativ gestaltet.
Übrigens, verlaufen kann man sich auf der Saalehorizontale nicht. Die Ausschilderung ist gut und das Wegsymbol springt einem gewissermaßen direkt ins Auge.

Gewissermaßen am anderen Ende der Hochfläche findet man den Napoleonstein.

Napoleonstein

Vom Napoleonstein ist es gar nicht mehr weit bis zum Landgrafen. Der Aussichtsturm auf dem Landgrafen ist Von April bis November geöffnet, aber leider nur an Wochenenden. Ich kam an einem Dienstag. Zudem hatte auch die Gaststätte auf dem Landgrafen montags und dienstags zu. Nichts zu machen.

Landgraf

Aber in Jena gegenüber der Post, da wartete ein Grillstand mit Thüringer Rostern auf mich. Das wußte ich aber ganz genau.

Nun schlängelte sich der Weg oberhalb des Mühltals am Hang entlang. Zwischen den Bäumen hindurch konnte man nun schon ab und zu einen Blick auf die Saalestadt erhaschen.

Blick auf Jena

Hier können wir auf den „JenTower“ (warum muss es immer englisch sein?) schauen. Die Jenaer nannten das Unihochhaus schon voŕ der Wende einfach „Keksrolle“.

„Keksrolle“

Der Weg am Hang war schön zu gehen.

Ein herrlicher Wanderweg

Der Abstieg endet an der Gaststätte Papiermühle . Von hier aus kann man entlang der „Leutra“ bis zur Goethegalerie wandern.

Entlang des kleinen Baches Leutra kommt man schnell ins Zentrum von Jena

Nahe der Goethegalerie fand ich „meinen Rosterbrater“. Die Wurst hat gut geschmeckt, so, wie eben eine „Thüringer Roster“ schmecken muss.

Ich ging dann ich Richtung „Paradies“ und von da aus zur Siedlung Ringwiese, dem Ziel meiner Wanderung. Etwa 24 Kilometer musst ich an diesem Tag zurück legen, keine ungewöhnlich lange Strecke. Aber die letzten fünf Kilometer auf Asphaltwegen und -strassen durch die Stadt waren etwas anstrengend.

Gleich bin ich an der Ringwiese

Ich bin am Ziel meiner Wanderung angekommen.

Hier ist das Ziel meiner heutigen Wanderung.

Insgesamt war es jedoch eine tolle Tour, auch wenn anfangs der Nebel hinderlich war.