Am vergangenen Sonntag sind Katrin und ich zu einer kleinen Runde rund um den Blautopf nach Blaubeuren aufgebrochen.
Zunächst sah es gar nicht nach einen Wandertour aus, hier in Ulm lag ein Nebel überm Land, dass man bezweifeln konnte, ob es zu Mittag wirklich schon 12 Uhr ist.
Ich konnte Katrin ermuntern, die Fahrt nach Blaubeuren doch zu wagen. Ich stieg in ihr Auto und wir fuhren los. Ich war zuversichtlich und überzeugt, dass solch mutigen Wanderern wie uns Beiden das Wetter auf jeden Fall hold sein wird. Und wirklich, je näher wir nach Blaubeuren kamen, desto mehr lockerte der Himmel auf. Und als wir dann in den Ort einfuhren, lachte die Sonne. Nun strahlte auch Katrin.

Klosterkirche

Die Klosterkirche Blaubeuren liegt unmittelbar gegenüber vom Blautopf.

Wir gingen von unserem Parkplatz zum Kloster und von da aus zum Ausgangspunkt unserer Tour, zum Blautopf.
Der Blautopf ist der Quelltopf des kleinen Flüsschen „Blau“, die etwa nach 15 Kilometern in Ulm in die Donau fließt.
Die Schüttung des Blautopfes ist ganz enorm und liegt im Mittel bei etwa 2000 Liter/Sekunde. Das muss man sich mal bildlich vorstellen, zwei Kubikmeter Wasser in jeder Sekunde werden von der Quelle zutage gefördert.

Am Blautopf

Am Blautopf in Blaubeuren.

Aber nun hatten wir uns genug vorbereitet, jetzt wollen wir losgehen. Losgehen geht nicht, ohne noch mal ein paar Bilder vom Blautopf gemacht zu haben. So viel Zeit muss sein.

Am Blautopf

Das Wasser für die Hammerschmiede wird hier gestaut.

Spiegelung im Blautopf

Spiegelungen im ‚Blautopf

Unser Weg führte nun ständig bergauf bis zur Albhochfläche. Dabei überquerten wir die Straße von Blaubeuren nach Sonderbuch. Der Aufstieg war schon schweißtreibend. Aber es hatte sich gelohnt. Die herrliche Buche hatte uns begrüßt, als wir den Berg erklommen hatten.

Der erste Anstieg ist geschafft.

Der Anstieg auf die Albhochfläche ist geschafft.

Jetzt ging ein bequemer Weg durch den dichten Wald bis zum Fluggelände Sonderbuch. Sonderbuch, ein Ortsteil von Blaubeuren, streiften wir nur ganz kurz. Dann hatte uns der Wald wieder. Nach kurzer Zeit kamen wir zu einem herrlichen Aussichtspunkt. Auf einer Bank sassen noch ein paar Wanderer. Ich dachte laut, dass die doch für uns Platz machen könnten. Kaum dass der Gedanke ausgesprochen war, standen die Leute auf und wir konnten ein paar Minuten in der Sonne sitzen. Wunderbar. Wunderbar auch der Blick auf Blaubeuren mit seiner Klosterkirche.

Blick auf Blaubeuren

In der Bildmitte sieht man die Klosterkirche.

Wir hatten uns noch nicht weit vom Aussichtspunkt entfernt, da meldete sich plötzlich Katrins Smartphone. Obwohl wir auf dem Weg mit der Roten Gabel waren, sagte das Handy, wir haben den falschen Weg gewählt. Nun denn, gehen wir weiter nach rechts. Aber da ist kein Weg mehr, da ist ein steiler Fels. Auf dem auch von Bruckmanns Wanderführer beschriebenen Weg kamen wir zum Rusenschloß.

Rusenschloß

Auf dem Rusenschloß

Das Rusenschloß thront hoch über dem Blautal. Man hat eine sehr schöne Aussicht auf den gesamten Ort.

Ausblick vom Rusenschloß

Vom Rusenschloß hat man diesen schönen Ausblick

Wir wollten aber nicht ins Schloß einziehen, auf uns wartete noch die Große Grotte und dann der Abstieg ins Blautal. Auf dem Weg nach unten kamen wir an der Großen Grotte vorbei. Natürlich wagten wir einen Blick in den Berg. Und wenn ich das Bild genau ansehe, da bemerke ich doch rechts unten im Bild, dass da ein Geist im Fels zu sehen ist.

Grotte

Rechts unten im Bild, das sieht doch aus wie ein Kopf.

Nun konnte uns nichts mehr aufhalten. Nach wenigen Minuten standen wir an der Blau.

Der Abstieg ist auch geschafft.

Der Abstieg ist geschafft.

Ein Blick nach oben liess und staunen. So hoch oben waren wir gewesen? Ja, so weit oben waren wir.

Rusenschloß

Das Rusenschloß.

Wir überquerten nun die Blau und wagten einen Blick auf die Uhr. So gern wir auch noch die zweite Schleife gegangen wären, die Zeit war schon weit voran geschritten. Also einigten wir uns, zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour zu gehen. Über einen schönen Wanderweg und dann über Wiesen kamen wir zum Mühlviertel. Von da aus war es nur noch ein Katzensprung bis zum Blautopf.
Katrin hatte noch Appetit auf einen Kaffee. Den ließen wir uns im Cafè am Blautopf schmecken.
Nach etwa zwanzig Minuten hatte mich Katrin wieder zu Hause abgeliefert.

Es war ein sehr schöner Wandernachmittag. Die zweite Schleife müssen wir unbedingt noch gehen, Darauf freue ich mich schon jetzt, denn dann werden wir auch die „Küssende Sau“ zu sehen bekommen.

Sehr schön über unsere Wanderung berichtet Schönbuche in ihrem Artikel. Den müßt ihr unbedingt lesen.

Signum

Am vergangenen Samstag wollte ich unbedingt mal eine Runde um Blaubeuren gehen.

Blaubeuren hat einiges zu bieten. Da gibt es den Blautopf, das Kloster und die wunderschöne Altstadt. Auch das „Klötzle Blei“ hat etwas Magisches an sich. Doch dazu später. Blaubeuren ist immer eine Reise wert.

Blaubeuren

Blaubeuren, hier entspringt das kleine Flüßchen Blau.

Ich muss voraus schicken, dass ich erst am Nachmittag losgelaufen bin. Es herrschten fast tropische Temperaturen. Ich habe einen Parkplatz am Kloster gewählt.

Blautopf

Der Blautopf, Quelltopf der Blau.

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Blautopf. Der Blautopf ist der Quelltopf des kleinen Flüßchens „Blau“. Bei entsprechender Sonneneinstrahlung leuchtet das Wasser in einem herrlichen Blau. Unmittelbar hinter dem Blautopf führt ein Wanderweg steil bergan in Richtung Sonderbuch. Um den Blautopf ist immer ein rechtes Gewusel. Hat man einige Serpentinen auf dem Weg nach oben zurück gelegt, trifft man nur noch selten ein paar Wanderer. Nur der Lärm aus dem nehe gelegenen Freibad ist noch zu hören. Auf halber Höhe quert man sie Straße Blaubeuren – Sonderbuch. Mir kam eine Gruppe von Kindern entgegen, die auf dem Weg ins Tal waren. Gewissenhaft leiteten die Erzieher die Kinder über die Straße. Eine junge Frau, die mit für die Kinder verantwortlich war, fragte mich, ob sie mir helfen könne. Mein Gott, dachte ich, seh ich denn schon so erledigt aus? Ich bedankte mich für die Aufmerksamkeit und lehnte höflich ab. Endlich zeichnete sich der Trauf des Talkessels ab. Der dichte Wald schützte vor der unbarmherzigen Sonne. Auf dem Waldweg machte das Gehen richtig Spaß. So hatte ich Sonderbuch bald erreicht.

Wanderweg nach Sonderbuch

Der Wanderweg nach Sonderbuch

Eine Bank am Wegesrand.

Segelflugplatz

Der Segelflugplatz

Ein Ehepaar, das mit dem Rad, besser gesagt mit dem „E-Bike“ unterwegs war, fragte mich nach dem Weg. Ich hatte ja meine Karte bei mir und konnte Auskunft geben. Allein, mir trauten die Beiden nicht, sie erkundigten sich bei einer anderen Gruppe Radfahrer. Die gaben breitwillig Auskunft, nach meiner Auffassung aber die falsche.

Denkmal  für Soldaten des I. Weltkrieges

Denkmal für Soldaten des I. Weltkrieges

Von Sonderbuch gehts weiter durch den dichten Wald zum Schloß Rusenstein. Das Schloß ist eine Burgruine, die stolz weit oben auf einem Bergsporn sitzt. Bei solchen Bauten frage ich mich immer, was doch die Bauarbeiter früher leisten mußten. Vom „Rusenstein“ geht es dan nur noch bergab bis nach Gerhausen, einem Ortsteil von Blaubeuren.

Rusenschloß

Rusenschloß hoch über Blaubeuren

Das Klötzle Blei

Um zum Kloster zurück zu kommen, wählte ich den Weg durch die Ulmer Straße. Man kommt dann an dem Felsen „Klötzle Blei“ vorbei. der Felsen ist 50 Meter hoch. Er wird von Kletterern genutzt. Als ich vorbei kam, waren zwei junge Männer dabei. den Felsen zu erklimmen. Alle Achtung, für mich wäre das auf jeden Fall nichts. Ich stell mir vor, wenn da mehr als 80 Kilo in der Wand hängen und es geht nicht mehr vorwärts. Vom Klötzle Blei bis zum Parkplatz muss man nochgut einen Kilometer gehen.

Klettern am Klötzle Blei

Klettern am Klötzle Blei.

Es war ein schöner Nachmittag, auch wenn die kurze Tour durch das hochsommerliche Wetter ganz schön anstrengend war.

Signum