Von Mylau bis Jössnitz

Als alter Vogtländer hatte ich mir vorgenommen, den Vogtlandpanoramaweg (VPW) zu wandern.

Am 19. April fuhr ich von Ulm ins Vogtland, genauer, nach Reichenbach/Vogtl. Da hatte ich eine Übernachtung gebucht, denn von Reichenbach aus ist man in zehn Minuten an der Glötzschtalbrücke, dem Startpunkt des VPW. Ich besuchte noch meinen Bruder, denn er wohnt noch in Reichenbach.

Am nächsten Tag, also am 20. April, fuhr er mich mit dem Auto an die berühmte Brücke. Ach Gott, was haben sich Schwägerin und Bruder für Gedanken gemacht. Hast du auch alles mit, was du brauchst? Nimm etwas zu Essen mit für unterwegs. Hast du was, wenn´s regnet. So sind sie eben, die besorgten Verwandten. Aber mal ehrlich, insgeheim habe ich mich auch ein bissel darüber gefreut, dass sie sich solche Gedanken um mich machen. Das sagt doch aus, dass sie in Gedanken bei mir sind, wenn ich unterwegs bin.

Götzschtalbrücke

Von der Göltzschtalbrücke führt der Weg flußabwärts rechts über den Köhlersteig nach Greiz. An der Mündung der Göltzsch in die Weiße Elster gehts dann links steil bergauf in Richtung Kleingera und Coschütz nach Elsterberg. Schon dieser Abschnitt weckte in mir Erinnerungen an meine Kindheit und an meine Jugend. In der Burgruine Elsterberg hatten wir mit der Mylauer Feuerwehr für den Feurwehrnachwuchs Lehrgänge organisiert. Ohjeh, zu dieser Zeit hatten wir die Burggeister wieder erweckt.
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Der Winter ist vorbei. Vielleicht kommt noch mal eine frostige Nacht, aber alles ist auf Frühling eingestellt. Das sonnige Wetter lädt zum Wandern ein.
Viele möchten sich gern an der frischen Luft bewegen. Aber wo soll man beginnen?
Die Antwort: „Am besten mit dem ersten Schritt vor der eigenen Haustür.“
Wer einmal die Wohnung verlassen hat, um zu wandern, kommt auch voran.

Wer mehr möchte, kann in seiner Umgebung auch schöne Tagestouren unternehmen. Im Internet gibt es Hinweise für jede Gegend.
Wer noch mehr möchte, kann sich auch mal die Fernwanderwege ansehen. Auf dem Internetportal „fernwege.de“ gibt es umfassende Auskunft.

Wanderwege

In Deutschland gibt es viele Qualitätswanderwege


Ich bin schon öfters auf dem Westweg gelaufen. Dieser Kultweg führt quer durch den Schwarzwald von Pforzheim bis nach Basel. Die Strecke ist gut ausgeschildert. Die etwa 280 Kilometer kann man in zwölf Etappen bewältigen.
Den Westweg bin ich zweimal komplett gelaufen. Es ist ein ganz tolles Gefühl, wenn man das Ziel Badener Bahnhof in Basel erreicht hat.
Unterwegs kann man das Murgtal kennen lernen, über die Hornisgrinde gehen, den Feldberg, den Belchen und den Blauen besteigen.

In diesem Jahr möchte ich im April wieder auf Tour gehen. Dieses Mal werde ich im Vogtland auf dem „Vogtlandpanoramaweg“ gehen. Das reizt mich umso mehr, weil Mylau im Vogtland meine Heimatstadt ist.

Die weltberühmte Göltzschtalbrücke bei Mylau wird der Ausgangspunkt sein. Der Weg führt über Greiz, Plauen, Ölsnitz i.V. nach Bad Elster und Bad Brambach. Von da aus geht’s entlang der deutsch-tschechischen Grenze nach Klingenthal.
In Klingenthal kann man auf der „Himmelsleiter“ auf den Aschberg klettern, bevor man über Mühlleithen und Morgenröthe-Rautenkranz zum Göltzschgesprenge kommt. Das Göltzschtal verlassen wir nur noch einmal ganz kurz. Über Eich kommen wir wieder bei früheren Forsthaus zurück