Nach 13 Jahren war gestern Schluß.
Ich hatte meinen letzten Arbeitstag in der Redaktion des ALB BOTE. Ich hätte gern noch zwei Jahre da gearbeitet. Dann wären es 15 Jahre gewesen und ich hätte meinen 70. Geburtstag gehabt.
Nun, das ist nicht mehr zu realisieren.
Die Kollegen in der Redaktion haben mir einen schönen Abschied bereitet.
Es kamen Kolleginnen, die gar nicht hätten da sein müssen.
Als ich mit der Arbeit fertig war gab es selbst gebackenen Kuchen und Kaffee.
Auf einmal standen alle bei mir im Zimmer. Meine Arbeitskolleginnen und -kollegen wünschten mir alles Gute. Sie bedankten sich bei mir für meine Arbeit. Zum Abschied bekam ich noch Geschenke.
Das wäre mir im Traum nicht eingefallen.
Als wir auseinander gingen, haben alle mich noch mal ganz feste gedrückt.

Redaktion des ALB BOTE.

Redaktion des ALB BOTE

Ich hatte sehr schöne 13 Jahre im ALB BOTE. Dafür bedanke ich mich recht herzlich.
Wir hatten alle ein gemeinsames Ziel. Wir haben für die Leser des ALB BOTE eine sehr gute Zeitung gestaltet. Ich war all die Jahre daran beteiligt.

Heutzutage dreht sich doch fast alles ums Geld. Weiter vorn habe ich schon mal beschrieben, dass minderbemittelte geringfügig Beschäftigte keine Lohnerhöhung zu erwarten haben. Wer viele Jahre in so einem Job arbeitet, muss sich darüber im Klaren sein, dass er an Aufschwüngen etc. nicht teilhaben wird. Gewiß ist, dass die Großkopfeten sich Gehaltserhöhungen genehmigen, die mitunter das monatliche Entgelt eines geringfügig Beschäftigten um ein Vielfaches übersteigen.

Wer vor zehn Jahren 400 Euro im Monat bekam hat jetzt real etwa noch 300 Eurikelchen am Monatsende in der Tasche. Das kann er aber nur dann behaupten, wenn die Lohnbuchhaltung mitspielt. Und das ist nicht immer der Fall. Unlängst wunderte ich mich, dass mir nach meiner groben Schätzung etwa 60 bis 80 Euro fehlten. Die hatten einfach vergessen, ein paar Stunden, die ich tatsächlich gearbeitet hatte, zu berechnen.

Ich kann nun mit Fug und Recht behaupten, ich habe die Südwestpresse, konkret den ALB BOTE vor dem Ruin gerettet. Darauf kann ich doch stolz sein. Ich liebe die Printmedien. Ich werde auch künftig alles für die Zeitung tun. Jawoll.

So, nun habe ich mir vorgenommen, hier regelmäßig etwas zu schreiben.

Es gibt schon einiges, was ich zum Besten geben möchte. Meine Interessen sind vielfältig, auch wenn ich Rentner bin. Ich bin aktiv in einem Internetforum für „Stomaträger“ tätig, ich geh gerne Wandern, fotografiere gern und meine Beschäftigung in der Redaktion des „ALB BOTE“ macht mir auch nach fast elf Jahren immer noch Spaß.

Es gibt also genug, was mich Tag für Tag beschäftigt.

Frieder