Anfang September sind wir wieder einmal nach Jena gefahren. In Jena und im nahe gelegenen Reichenbach/Vogtl. haben wir noch Verwandtschaft, die wir gerne besuchen.
Jena ist eine bekannte Stadt. Zeiss-Werke gab es nicht nur in Aalen, sondern auch in Jena. Dazu noch die Schott-Werke und nicht zuletzt auch die Uni mitsamt dem Unihochhaus.

Goethe und Schiller waren in Jena. Die Saalestadt, von den Kernbergen umgeben, hatte schon früher weit über ihre Grenzen hinaus einen guten Ruf.

Die Gemeinde Schlöben, etwa 15 Kilometer südöstlich von Jena gelegen, hat auch einiges vorzuweisen. Es ist „Bioenergiedorf“, hat einen Kindergarten, eine Schule und es ist immer etwas los.

Der Novalisweg verbindet Jena und Schlöben.

"Novalistafel" in Schlöben.
Gegenüber der Kirche in Schlöben findet man eine Tafel mit Erläuterungen zum Novalisweg.

Der folgende Text ist auf der Tafel zu lesen (Zitat):

„Von Jena aus verbreiteten sich um 1800 rasch die Aufsehen erregenden Theorien der Frühromatiker. In diesem Kreis junger Intelektueller fand auch Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis, Aufnahme. Er hielt sich einige Male auf dem Gut seiner Familie in Schlöben auf. Von dort kam er öfter zum geselligen Gedankenaustausch zu Fuß oder per Pferd nach Jena herüber. Der Weg, den er vermutlich zu Fuß oder per Pferd bestritt, verbindet das Romantikerhaus Jena mit dem 15 km südöstlich gelegenen Ort Schlöben.“

Ich bin die 15 Kilometer, wie sie im Text auf der „Novalistafel“ vermerkt ist, nicht gewandert. Ich bin von Drackendorf aus wieder in Richtung Schlöben gelaufen, aber auf einem anderen Weg.

Nun ein paar Eindrücke von meiner Wanderung.

In Schlöben kann man unterhalb der Kirche in den Novalisweg einsteigen.
Ich selbst bin in Richtung Rabis gelaufen. Am Ortsausgangsschild bin ich gestartet. Von der Kirche aus ist die Tour vielleicht einen Kilometer länger. Aber was soll’s.
Gleich zu Beginn der Wanderung geht stetig bergauf (Im Bild auf der rechten Seite).

Start meiner Wanderung
Start meiner Wanderung

Zuerst führt der Weg an Zöttnitz, einem Ortsteil von Schlöben, vorbei.
Zöttnitz
Zöttnitz

Zunächst moderat, dann etwas steiler werdend, ist der Anstieg zum Schluß wieder etwas leichter zu gehen.
Am Rande des Novalisweges sind einige Skulpturen zu sehen. Mehr zu den Skulpturen ist unter diesem Link in der Ostthüringer Zeitung vom 05. November 2015 zu erfahren: OTZ

Auch wenn der Beginn etwas schweißtreibend war, oben angekommen geht man auf einem schönen Waldweg ein paar Kilometer in Richtung Jena.
Das Luftschiff, an dem wir vorbei kommen, war früher mal eine Ausflugsgaststätte.
Luftschiff
Das „Luftschiff“ war früher mal eine Gaststätte. Es gehört zur Burgrabis.


Nach wenigen Kilometern führt ein ein Weg, der ein wenig zugewachsen ist, dafür bei Sonnenschein den schwitzenden Wander kühlt, in Richtung Drackendorf.
Der Weg nach Drackendorf.
Der Weg nach Drackendorf.

Weiter unten sind auf der Talseite Gartenanlagen zu sehen.
Kleingartenanlage
Kleingartenanlage bei Drackendorf

Wer hier eine Garten sein Eigen nennen kann, hat sicherlich viel Ruhe und Erholung.
Kurz vor Ortseingang sind rechts und links des Wegs Garagen zu sehen. Ich habe sie nicht gezählt, aber es können leicht 50 gewesen sein. Es sind noch typische Garagen aus der DDR. Wer irgendwie zu einem Trabbi kam, wollte doch sein Gefährt auch sicher untergebracht wissen. Die Garagen waren aus Fertigteilen errichtet und relativ schnell zu bauen.
DDR-Garagen
Am Weg waren auch Garagen zu sehen, die sicherlich noch in der DDR gebaut wurden

Nun naht mein „Wendepunkt“, das Wirtshaus am Berg, kurz vor dem Drackendorfer Park
Wirtshaus am Berg
Wirtshaus am Berg in Drackendorf.

Die Gaststätte „Wirtshaus am Berg“ kenne ich noch von früher. Hier hatten wir schon ein paar „runde“ Geburtstage gefeiert. Zu dieser Zeit hatten die Gaststätte noch einen anderen Wirt. Nicht ist für die Ewigkeit.
Zunächst gönnte ich mir einen Kaffee und ein Stückchen Zupfkuchen. Beides hat geschmeckt. Ich war etwa zehn Minuten zu früh. Trotz mürrischen Gesichts wurde ich bedient.
Kaffee und Zupfkuchen
Kaffee und Zupfkuchen

Danach machte ich mich auf den Weg zurück nach Schlöben. Ich kam wieder an den Garagen vorbei. Doch danach ging ich nicht links, sondern rechts an den Gartenanlagen vorbei. AM Waldrand grasten Schafe.
Schafe
Die Schafe am Waldrand hatten eine himmlische Ruhe. Ob ’s glückliche Schafe sind?

Ein idyllisches Bild.
Wenig später führte der Weg ich wieder bergan, zuerst wieder moderat, dann aber doch recht steil. Der Weg war ein Pfad. Die Zweige der Bäume hingen mitunter recht weit herunter.
Auch wenn es anstrengend war, der Weg war schön. Wer dann erst mal oben steht freut sich über seine Leistung.
Hier bin ich auch gleich wieder auf eine Skulptur gestossen.
Und gleich um die „Ecke“ konnte man diesen Stein sehen.

Schade, dass einige Leute es nicht lassen können, diese Bildhauerarbeiten zu verschandeln.
Rückstände auf einer Skulptur
Manche können es nicht lassen.

Bergab kam ich dann am Abzweig zum „Vorwerk Fraitsch“ vorbei. Das Vorwerk ist ein Teil der Burgrabis. Die Inhaber des Vorwerks bieten auch zwei Ferienwohnungen an. Mitten im Wald gelegen kann hier der gestresste Stadtmensch bestimmt Ruhe und Erholung finden.

Bald bin ich in dem Dorf Rabis.
Kirche in Rabis
Kirche in Rabis

Nun ist es gar nicht mehr weit, und ich bin am Startpunkt meiner Wanderung angekommen.
Strasse von Schlöben nach Rabis
Strasse von Schlöben nach Rabis

Alles in Allem war es eine schöne Tour, nicht allzu weit, durch den Wald und zwei Anstiege.

2 Kommentare

  1. Lieber Frieder,
    deine neuen Seiten sind wirklich schön geworden. Habe gerade deine letzten Wanderungen mit verfolgt. Auf den Zupfkuchen bin ich ja neidisch!
    Ich wünsche dir viel Spaß beim Wandern, Fotografieren und Bloggen und freu mich, wieder von dir zu lesen.
    Ganz liebe Grüße
    Von Katrin

    1. Hallo Katrin,
      vielen Dank für deinen Beitrag.
      Ja, den Zupfkuchen gab es im „Wirtshaus am Berg“ in Drackendorf (ein Ortsteil von Jena). Auf der anderen Straßenseite gibt es noch eine Gaststätte.
      Jetzt habe ich im Alb-Donau-Kreis die Wanderwege „Eiszeitpfade“ entdeckt. Die sind bei mir in der Nähe und bestimmt auch schön zu laufen.
      Viele liebe Grüße von
      Frieder

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