Kniebis

In den letzten Jahren sind wir zum Jahreswechsel nach Kniebis gefahren. Kniebis ist ein Ortsteil von Freudenstadt und liegt etwa 900 Meter. Das ist fast eine Garantie, dass um diese Jahreszeit Schnee liegt.
Auch zu vergangenen Weihnachten und zu Silvester war das so. Allerdings ist der Schnee auch wieder ganz schnell getaut. Es war eben durchwachsen.

Zwei Tage vor Heiligabend konnte man von der Aussichtsplattform „Ellbachseeblick“ gut erkennen, dass dicke Nebelschwaden durchs Land zogen.

Auch vom „Hornisgrindeblick“ aus konnte man den Hornisgrindeturm nicht sehen.

Die Hornisgrinde ist nicht zu sehen.
Die Hornisgrinde ist nicht zu sehen.

Trotz allem waren wir zufrieden. Die Ferienwohnung ist sehr schön, so konnten wir auch die Zeiten überbrücken, an denen wir uns nicht auf den Wanderwegen in und um Kniebis bewegten.

Pünktlich zum 24. Dezember kam die Sonne heraus. Die Temparturen blieben zwar meist unter dem Gefrierpunkt, aber schließlich war Winter.

Wandern auf dem Heimatpfad

Wer gekommen ist zu wandern, kann hier ohne Ende gehen.

Wir haben das schöne Wetter genutzt und sind in Richtung Kniebishütte gelaufen. Von da aus führt ein schöner Wanderweg in Richtung „Ellbachseeblickplattform“.

Wir nutzten das Winterwetter, um einige Kilometer auf dem Kniebiser Heimatpfad zu gehen. Dieser Weg führt über beide Teile von Kniebis. Jawohl, Kniebis ist geteilt durch die Grenze zwischen Baden und Schwaben. Mittendurch verläuft der Grenzweg. Die fleißigen Betreuer der Kniebiser Wanderwege haben am Grenzweg auch gut erhaltene Grenzsteine aufgestellt, geradeso, wie es eben früher üblich war.

Die Sonne meinte es gut mit uns. So konnten wir auch die am Heimatpfad aufgestellten Liegen für eine Ruhepause nutzen.

Ruhebänke am Heimatpfad. Kann man auch im Winter nutzen.
Wandern auf dem Heimatpfad. Bolek muss alles „erschnuffeln“.
Am Heimatpfad liegt auch die Evanglische Kirche in Kniebis.

Im Kniebis gibt es eine evanglische und eine katholische Kirche. Die evangelische steht in Kniebis Dorf, also rechterhand wenn man von Freudenstadt nach Kniebis kommt. Sie gehört zum schwäbischen Teil des Schwarzwalddorfes, die katholische Kirche dagegen auf badischem Grund, also in Richtung Bad Ripoldsau.

Katze in Abwehrhaltung.
Noch in Baden begegnete uns dieses Tier.

Die Katze hatte unseren Bolek als akute Gefahr für ihre Gesundheit eingestuft. Bolek zerrte in der Tat an der Leine. Aber den Beiden ist nichts passiert.

Grenzweg zwischen Baden und Württemberg.
Grenzweg zwischen Baden und Württemberg.

Wandern zur Teufelskanzel

Am 29. Dezember, es war ein Samstag, war so richtiges Wanderwetter. Die Sonne schien, die Luft war klar die Temperaturen leicht in den Plusgraden. Für mich war es die Gelegenheit, zur Teufelskanzel zu wandern.

Die Teufelskanzel liegt etwa auf halben Weg von der Alexanderschanze nach Bad Peterstal. Wenn man mit dem Auto nach Bad Peterstal fährt, findet man bei der ersten Serpentine linkerhand einen Parkplatz. Von da aus kann man den Weg zur Teufelskanzel gut gehen.

Hier beginnt der Weg zur Teufelskanzel. Der Parkplatz ist recht groß, so dass man immer einen Parkplatz bekommt.

Die Wanderziele auf dem Wegweiser wie „Glaswaldsee“, Hildahütte“, „Lettstädter Höhe“ u.a. sind mir bekannt von meinen Wanderungen auf dem Westweg.

Ich ging nicht die Treppe zur Teufelskanzel hinauf, ich suchte den Weg unterhalb der Teufelskanzel aus. Wie im nächsten Bild zu erkennen war dieser Weg in einer Kurve an der Hangseite abgebrochen. Es ging recht tief nach unten. Ich bin vorsichtig weiter gegangen und gut auf der anderen Seite gelandet.

An der Hangseite war der Weg abgebrochen.

Kurz nach der Passage dieser Stelle führte der weg nach links in Serpentinen den Hang hinan zum Bärenfelsen.

Bald komme ich auf eine Forststraße und wenig später betrete ich bekanntes Terrain. Ich bin auf dem Westweg angekommen. Hier bin ich schon öfters gelaufen. Vor etwa acht Jahren hat eine Wanderfreundin mir auf dem Weg von der Hildahütte in Richtung Glaswaldseeblick diesen netten Brief geschrieben. Es war ein Blatt Papier aus einem Schreibblock gerissen, mit einem Blümchen und beschwert mit einem Stein, damit der Wind es nicht wegpusten kann.

Ein Brief für mich, 2011 geschrieben, dem Westweg als Briefzusteller übergeben.


Ich habe die Frau im „Vesperstüble Hark“ noch einmal getroffen. Ich habe sie leider nicht nach ihrer Telefonnummer gefragt. Aber auch so ist es eine schöne Erinnerung. Auf dem Westweg zu wandern macht mir Spaß. Es ist, als würde ich einem alten Freud treffen. Wir erzählen uns, was wir gemeinsam erlebt haben.

Ich hänge noch meinen Gedanken nach, da bin ich schon an der Hildahütte angekommen. Von hier aus ist nicht mehr weit bis zum Parkplatz, auf dem mein Auto steht.

Auf dem Weg zum Parkplatz kann man schon ins Renchtal schauen.
Auf dem Weg zum Parkplatz kann man schon ins Renchtal schauen.

Die Wanderung zur Teufelskanzel war schön. Trotzdem werde ich die Tour noch einmal gehen und zwar anders.

Silvester naht. Es wird wieder neblig und frostig

Die Tage bis Silvester waren wieder neblig und frostig. Die Bäume waren vereist und die Äste hingen gefährlich weit nach unten.

Gleich neben der Klosterruine kann man ein Wasserrad anschauen. Text und Noten eines kleinen Liedes sind auch zu sehen.

So gingen die Tage dahin. Silvester haben wir wieder mit den Wirtsleuten verbracht. Kniebis verabschiedete sich von uns wie es uns dieses Mal begrüßte – mit Nebel. Das Bild von der Aussichtsplattform „Ellbachseeblick“ belegt das.

Kniebis "Ellbachseeblick"
Von der Aussichtplattform „Ellbachseeblick“ kann man nur in den Nebel schauen.

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