Die Eiszeitpfade

Die Albwassertour ist ein Wanderweg von insgesamt 20 „Eiszeitpfaden“, die der Alb-Donaukreis 2016 publik gemacht hat.
Zu den Eiszeitpfaden hatte ich in diesem Blog hier Eiszeitpfade, hier Auwald-Iller-Tour und hier
Eiszeitjägerpfad berichtet.

Die Albwassertour

An einem schönen sonnigen Samstag im März fuhr ich nach Hütten, einem Ortsteil Schelklingens im Alb-Donau-Kreis. Hier, am Infozentrum des Biosphärengebiets „Schwäbische Alb“ ist Start und Ziel der Albwassertour.

Hütten
Hütten, Info des Biosphärengebietes „Schwäbische Alb“.

Hier kann ich das Auto parken und mich auf die kommenden Kilometer vorbereiten, denn, ganz wanderfeundlich, finde ich eine Tafel mit vielen Informationen über die Tour.

Informationen
Informationen zur Albwassertour

Zunächst überquere ich die Schmiech, ein Flüsschen, das mich bis nach Teuringshofen begleiten wird. Die Schmiech entspringt ein paar Kilometer von Hütten entfernt und mündet nach etwa 25 Kilometern bei Ehingen in die Donau.

Schmiech
Die Schmiech begleitet mich bis Teuringshofen

Ein Blick über die linke Schulter zeigt mir noch einmal Hütten.

Wenige hundert Meter weiter „begrüßt“ mich rechter Hand dieser Fels. Das ist eben typisch „Alb“.

Ein Fels am Weg
Ein Fels am Weg

Weiter unten üben Gleitschirmflieger. Der Hang eignet sich gut als Übungsplatz. Auf jeden Fall können die Sportler auf diesem Gelände Start und Landung üben.

Gleitschirmflieger
Gleitschirmflieger

Jetzt taucht schon Talsteußlingen vor mir auf. Aber das „Ruhemöbel“ am Weg muss ich nicht nutzen, ich bin noch recht gut unterwegs.

Eine Bank am Weg.
Eine Bank am Weg.

Übrigens, der Weg ist gut ausgezeichnet.

Wanderwegzeichen
Wanderwegzeichen

Während ich über die Wegzeichen im Allgemeinen und das der Albwassertour im Besonderen nachdenke, fährt die „Schwäbische Alb-Bahn“ ein paar hundert Meter weit weg von mir in Richtung Münsingen an mir vorbei.

Schwäbische Alb-Bahn
Schwäbische Alb-Bahn

Talsteußlingen naht

Talsteußlingen
Talsteußlingen

und mit diesem Weiler (hier wohnen etwa 30 Leute) naht ein großes Wasserrad.

Wasserrad
Wasserrad bei Talsteußlingen

Das Wasserrad hatte früher einen Durchmesser von fünf Meter und die Schaufeln waren 1,50 Meter breit. Es förderte in der Sekunde 450 Liter Wasser. Das sind etwa 45 Wassereimer, die dieses Rad bewältigte.
Das Wasserrad wurde 2017 von der Freiwilligen Feuerwehr Hütten und dem Ortschaftsrat renoviert. Ich meine, das ist ein Schmuckstück auf diesem Weg.

Ich gehe weiter meinen Weg an der Schmiech entlang. Weiter unten tauchen die ersten Häuser von Teutringshofen auf. Die „Schwäbsche Alb-Bahn“ wechselt auf die andere Uferseite des Flüßchens. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es einen eigenen Übergang. Kurz vor der Brücke treffe ich einen Mann, etwa mein ALter, der auch auf der Albwassertour unterwegs war, nur in entgegengesetzter Richtung. Ein kurzer Smaltalk und wir wußten, dass wir Beide den gleichen Weg wanderten, nur jeder ein wenig anders.

Jetzt kommt für mich der Anstieg bis hoch nach Justingen. Der Weg berghoch kann mich nicht schrecken. Auf der „Alb“ gibt es eben Berge. Im Schwarzwald, ich fahre gern dahin, sind die Berge auch nicht kleiner. Also, auf gehts. Im Schatten der Bäume und mit angemessenem Schritt läßt es schön wandern. Die Talseite des Weges fällt steil ab. Aber sie ist auch gut gesichert.

Durch den Wald
Der Weg ist talseitig gut gesichert

Unterwegs begrüßen mich die Märzenbecher. Ich mag diese Boten des Frühlings.

Märzenbecher
Märzenbecher

Von Teuringshofen bis hoch zum Waldrand sind es vielleicht zwei Kilometer.

Der Weg nach oben
Der Weg nach oben

Es sind nur noch wenige hundert Meter und ich sehe vom Waldrand aus Justingen. Justingen ist ein Teilort von Schelklingen. Die Namensgebung geht auf Anselm von Justingen zurück, der ein wichtige Rolle am Hof des Kaisers Friedrich II. spielte.

Von der Kirche aus gehe ich weiter zu einem weiteren Bauwerk der Albwassertour, dem „Hochbehälter Sandburren“.
Dieser Hochbehälter wurde über eine Leitung vom Pumpwerk Teuringshofen gespeist. Er wurde an dieser Stelle gebaut, weil die Albgemeinden Justingen, Hausen o.U. und Ingstetten ohne weitere Pumpleistung mit frischem Wasser versorgt werden konnten. Der Behälter wurde 1870/1871 gebaut. Jaja, da muss man schon staunen, was damals schon gebaut wurde.

Hochbehälter Sandburren
Hochbehälter Sandburren

Jetzt steht mir noch der Weg bergab bis zum Ausgangspunkt der Tour in Hütten bevor. Zunächst komme ich am Schloßhof Justingen vorbei.

Schloßhof Freizeitheim Justingen
Schloßhof Freizeitheim Justingen

Neben den Serpentinen der Verbindungstraße Hütten – Justingen gehe ich in einer Hohlgasse Hütten entgegen. Doch bevor ich wieder bei der „Info“ lande, kann ich noch an einigen sehenswerte Fotos knipsen.

Hohlweg
Hohlweg

Auf einem Bergsporn unterhalb der Kapelle steht eine Skulptur, die vom Schmiechtal aus gut zu sehen ist – Der Hirte.

Der "Hirte"
Der „Hirte“, hier ein Bild, das zwei Ansichten des Hirten zeigt.

Die Albwassertour ist schön zu laufen. Mit einer Länge von etwa 12 km stellt sie auch keinen zu großen Ansprüche an die Ausdauer und Fitness.

Nachbemerkung

Mit den Eiszeitpfaden hat der Alb-Donau-Kreis schöne Wanderwege geschaffen. Allerdings meine ich, dass die Wanderer auch auf Schwierigkeiten hingewiesen werden sollten.

  1. Die Anfahrt nach Hütten ist nur über Justingen bzw. Böttingen / Mehrstetten möglich. In Schmiechen wird schon länger als ein Vierteljahr die Straße gebaut.
  2. Die Erbacher Seenrunde beginnt am Bahnhof in Erbach. Da gibt es aber nur einen Zeitparkplatz mit einer Parkdauer von einer Stunde.
  3. Auf dem Blaubeurer „Eiszeitjägerpfad“ war etwa 1,5 Km nach dem Gaisenklösterle im Wald der Weg wegen Baumfällarbeiten gesperrt.

Ich meine, dass Sperrungen und ähnliches im Internet bekannt gemacht werden können, am besten auf der Seite des Eiszeitpfade.

Übrigens unter folgendem Link kann man sich die GPS-Daten der Tour herunterladen.
Albwassertour

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.