Ich bin doch schon einige Male auf dem Westweg gewandert. Die vorletzte Etappe führt über den „Schönsten“, den Belchen (1414 Meter hoch), und den Blauen (1167 Meter hoch).
Unlängst ergab sich die Gelegenheit nach Wieden im Schwarzwald zu fahren und am Belchen ein paar Tage zu verbringen. Ich konnte meiner Marlies einiges Sehenswertes des Südschwarzwald zeigen.
Man sagt ja, Bilder sagen mehr als Worte. Deshalb sollen hier eine ganze Reihe von Bildern erscheinen.

Wieden

Vielleicht ist das „Wiedener Eck“ mehr bekannt als die Schwarzwaldgemeinde Wieden selbst.
Das Wiedener Eck ist ein Hotel direkt am Westweg gelegen.

Wiedener Eck
Hotel „Wiedener Eck“, direkt am Westweg gelegen.

Wir haben eine Pension nahe der Kirche bezogen. Zum Wiedener Eck gehen wir etwa zwei Kilometer bergauf. Mit Rucksack auf dem Rücken ist Schwitzen vorprogrammiert.

Unerer Pension von oben gesehen.
Unsere Pension von oben gesehen.

Die Wiedener Häuser sind mit Blumen geschmückt, so wie andernorts auch.

Blumen am Haus
Blumen am Haus

Steil führt ein Weg hinauf zum Wiedener Eck.

Wieden
Wieden

Die Kirche in Wieden

Etwa sechs Kilometer von Wieden talabwärts liegt der kleine Ort Utzenfeld. In Utzenfeld gibt es die „Marmeladenmanufaktur“ Faller. Die Firma bietet u.a. auch Führungen durch den Betrieb an. Es gibt einen Werksverkauf. Im Café gibt’s Kuchen bzw. Torte und natürlich Kaffee dazu. Eine freundliche Bedienung serviert alles auf Wunsch auch in der kleinen schmucken Außenanlage. Sehr zu empfehlen!

Marmeladenmanufaktur Faller


Noch eine Attraktion bieten viele Prospekte und Tourist-Infos an. So ungefähr in der Mitte des Wegs von Utzenfeld nach Wieden führt eine schmale Straße zum „Besucherbergwerk Finstergrund Wieden“. Neben dem Eingang zum Stollen ist eine Vesperstube. Etwas weiter oben (keine 30 Meter) brennt ein Meiler. Hier wird Holzkohle erzeugt und gleich verkauft. Die Vesperstube war geschlossen und der Meiler qualmte ohne Köhler. Keine Menschenseele konnte Auskunft geben, was da los ist. Schade! Die kühle Luft, die aus dem Stollen kam, war recht angenehm.

Besucherbergwerk Finstergrund

Der Belchen

Wenn wir nun schon mal in Wieden sind, dann reizt auch der Belchen. Es gibt viele Möglichkeiten, auf den Belchen zu gelangen. Dreimal bin ich den Westweg komplett gelaufen. Viermal war ich auf dem Belchen. Das letzte Mal war im April 2017. Ich kam von Kandern. Auf dem „Blauen“ war noch Sonnenschein. Ein paar Stunden später ein paar Kilometer weiter lag Schnee auf dem Belchen und es schneite noch. Das Belchenhaus war geschlossen, die Seilbahn hatte ihren Betrieb eingestellt. Der Abstieg auf dem Westweg war nicht leicht zu finden. Durchnässt und kaputt kam ich in Wieden an.
In diesem Jahr, so waren meine Gedanken, fahren wir zur Talstation der Seilbahn. Meine Marlies fährt mit der Eilbahn nach oben und ich nehme den Fußweg.
Bei herrlichem Sonnenschein bin ich von der Talstation losgelaufen. Etwa zwei Kilometer geht`s bergauf. Der Weg war schön zu gehen. Für den zwei Kilometer langen Weg benötige ich etwa eine gute vierzig Minuten.

Talstation der Belchenbahn
Talstation der Belchenbahn

Der Weg nach oben führt mich direkt zum Belchenhaus. Die Gaststätte wirbt u.a. damit, dass sie die „höchstgelegene Gaststätte Baden-Württembergs“ ist. Wichtiger ist, dass keiner lange warten muss, um Essen und Trinken zu bekommen.

Belchenhaus
Belchenhaus

Oben angekommen, dauert es nicht lange und meine Frau kommt mit unserem Bolek entgegen.

Marlies und Bolek
Auf dem Belchen

Das Wetter ist bombig. Die Belchenbahn schafft Leute nach oben. Jeder findet hier eine Möglichkeit zur Entspannung. Im und vor dem Belchenhaus ist Hochbetrieb. Die Sonnenschirme sind aufgespannt. Aber auch am Gifelkreuz tummeln sich Menschen. Viele gehen den Weg in Richtung Blauen weiter. Da geniesst man den Blick auf das Tal. Dieses Stück des Westweges hat alpinen Charakter.

Auch am Gipfelkreuz war Hochbetrieb (im doppelten Sinn des Wortes). Natürlich stellten wir uns auch hin und fotografierten uns.

wir-auf-dem-gipfel
Wir auf dem Gipfel

An der Talstation der Belchenbahn beginnt der „Regenwurmpfad“. Er wurde von Kinder für Kinder geschaffen. Ich finde diesen Pfad sehr schön. Anschaulich werden an verschiedenen Station Vorgänge in der Natur erklärt.

Regenwurmpfad

Im November ’17 war ich in der cts Klinik Stöckenhöfe in Wittnau bei Freiburg. Wir nutzten die Gelegenheit und fuhren nach Wittnau. Meine Marlies sollte sich diese Klinik in „natura“ ansehen.

Klinik Stöckenhöfe in Wittnau

Es war schön, diese Klinik wieder zu sehen. Ich habe gute Erinnerungen daran.
Bei dieser Gelegenheit sind wir auch zum „Schauinsland“, dem Hausberg Freiburgs, gefahren. Unendlich viele Serpentinen gehts den Berg hoch. Dann kommt man unvermittelt an einen Parkplatz und wenige Meter weiter ist man bei der Bergstation der „Schauinslandbahn“.

Schauinslandbahn
Schauinslandbahn

Von der Bergstation bis zum „Schauinsland-Turm“ sind es noch ein paar hundert Meter zu gehen. Aber das war keine Hürden. Klar, ich musste auf den Turm. Wer weiß, wann ich wieder einmal hierher komme.

Schauinsland
Schauinsland

Auf dem Weg zum Turm
Auf dem Weg zum Turm

Ausblick vom Schauinsland-Turm

Die Zeit verging wieder einmal viel zu schnell. Was sind schon vier Tage für den Belchen.

Hier noch ein paar Bilder von unterwegs.

Lupine

Interessanter Bam
Interessanter Baum

Ein kleiner Käfer
Ein kleiner Käfer

Mein Fazit von unserem kleinen Aufenthalt im Südschwarzwald: „Wir kommen wieder!“

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