In Baden-Württemberg gibt es wunderbare Ausflugs- und Urlaubsziele. Der Schwarzwald und die Schwäbische Alb fallen uns sofort ein. Entlang der Donau oder des Rheins gibt es viele interessante Orte. Auch der Neckar bietet viel Interessantes und Wissenswertes. Der Neckar ist eine neben den zuerst genannten Flüssen eine wichtige Wasserstraße im „Ländle“.
Wir hatten uns Anfang August die Gegend um Eberbach, Hirschhorn und Neckarsteinach ausgesucht (als den nördlichen Teil Baden-Württembergs). In dem kleinen Dorf Brombach, jetzt ein Teilort der Stadt Eberbach, hatten wir eine schöne Ferienwohnung gefunden. Schlafen bei dieser Ruhe kann man ja schon ungewöhnlich nennen. Die Fenster geöffnet und nachts die frische kühle Luft atmen, wunderbar!

Wer heutzutage von A nach B fährt, lässt sich von einem Navi leiten. Bevor die Reise losging, geb ich dem Navi die Zieladresse und los geht’s. Es läuft wie am Schnürchen. Auch die bekannten Staus durchfahre ich wie geplant. Nach der Abfahrt von der A6 bei der Rhein-Neckar-Arena wird es interessant. Die „Navifrau“ leitet mich anders, als es mir bekannt ist. Na gut, die muss es ja wissen. Die Straßen werden schmal, es geht steil bergab … und plötzlich stehe kurz vor dem Ufer des Neckar. Aha, wir sind im „Neckarhäuserhof“. Um die andere Seite des Flusses zu erreichen, brauchen wir eine Fähre. Und da kommt auch schon die Fähre. 2,50 € für ein Auto, zwei Personen und einen Hund.

Unsere Ferienwohnung ist relativ groß. Sogar einen Balkon gibt es hier. Manchmal ist es erholsam, sich auf dem Balkon die Beine ausstrecken zu können und einen Kaffee zu trinken.

Auf dem Balkon "relaxen".
Auf dem Balkon „relaxen“ (Bildautor: Marie-Luise Büttner).
Ein Blick aus dem Fenster
Ein Blick aus dem Fenster
Blumen auf dem Balkon
Blumen auf dem Balkon

Brombach ist eine kleine Gemeinde im Norden Baden-Württembergs. Von Hirschhorn aus führte eine kleine Straße ins Dorf. Es ist die einzige Zufahrt. Wer in Brombach lebt, lebt gesund. Bei jedem Kirchgang muss man den Berg hinauf gehen, entweder vor oder nach dem Gottesdienst. Bewegung erhält gesund!

Hier ein paar Bilder von Brombach.

An diesem großen Schaufelrad muss der Wanderer einfach stehen bleiben (Bilder unten). Bei näherer Betrachtung sieht man auf den Schaufeln Namen eingeschnitzt. In der Nähe hatten Straßenbauarbeiter zu tun. Ich frage einfach einen von ihnen, was die Namen bedeuten. Er erzählt mir, dass die gesamte Anlage im Jahr 2000 restauriert wurde. Auf den Schaufeln stehen die Namen der Bürger (nicht nur aus Brombach), die für die Erhaltung des Wasserrades gespendet haben. Ich denke, dass war eine gute Idee.

In Brombach gibt es keine Einkaufsmöglichkeit, nicht mal einen „Tante-Emma-Laden“. Im benachbarten Städtchen „Hirschhorn“ findet man aber einen Supermarkt, eine Apotheke und auch Gaststätten, in denen man je nach Geldbeutel gut essen kann.

Hirschhorn

Gaststätte in Hirschhorn

Das Essen in dieser Gaststätte ist sehr reichlich und schmackhaft. Im Urlaub ist es schon mal erlaubt, dass nach der Mahlzeit der „Ranzen spannt“.

Die Altstadt Hirschhorns ist sehenswert. Zum Teil kann man noch Fachwerkhäuser bestaunen.

Fachwerkhäuser in Hirschhorn (Bildautor: Marie-Luise Büttner)
Hirschhorn Altstadt

Die etwas verwinkelten Gassen der Altstadt laden zum Bummeln. Es gibt Cafè’s und kleine Läden, die Souvernirs anbieten.
Hirschhorn direkt am Neckar gelegen, kann seinen Besuchern auch ein Schloß „anbieten“.
Der direkte Weg führt von der Altstadt aus steil bergan. An einer Kirche, am Weg noch oben gelegen, bietet sich die Möglichkeit an, zu verschnaufen.
Es sind auch recht viele Stufen zu steigen. Der Schloßhof ist aber auch ein wunderbarer Aussichtspunkt. Die Menschen unten am Neckar sind von oben ganz klein anzusehen. Während wir zum Schloß hochsteigen schauen wir auf den Neckar und auf die Schleuse.

Altstadt von Hirschhorn
Altstadt von Hirschhorn

Bilder von Neckar und dem Aufstieg zum Schloß Hirschhorn

Weiter gehts. Wir wollen doch noch bis zum Schloßhof.

Junge und ältere Paare, Menschen, die sich trauen lassen wollen, haben die Möglichkeit, sich das „Ja-Wort“ im Schloß Hirschhorn zu geben. Die Atmosphäre ist beeindruckend. Der Schloßhof bietet dem Fotograf viele Möglichkeiten, diesen historischen Moment auf Zelluloid (auf die Speicherkarte) zu bannen.

Bilder vom Schloß

Der Brunnen steht im Schloßhof.

Zurück nach Hirschhorn gehen wir einen anderen Weg. Dieser Weg ist etwas länger, dafür aber nicht so steil. Im schattige Wald läßt es sich viel angenehmer gehen als in der prallen Sonne. Und außerdem liegt der „Gnadenhof“ an dem Weg zurück nach Hirschhorn. Zu besichtigen war das nichts, aber ein paar Hunde begrüßten uns mit ihrem freudigen Gebell.

Gnadenhof

Gnadenhof in Hirschhorn
Gnadenhof in Hirschhorn

Neckarsteinach 4-Burgen-Tour

Neckarsteinach ist eine kleine Stadt, etwa zehn Kilometer von Hirschhorn entfernt. Der Neckarsteig, ein Premiumwanderweg von Heidelberg bis Bad Wimpfen, verläuft auch durch Neckarsteinach. Neckarsteinach ist Etappenziel dieses Weges.
Neckarsteinach hat aber für Touristen noch mehr zu bieten. Der 4-Burgen-Weg bietet gleich vier Burgen auf eine recht kurzen Wanderung an. Die Vorder- und die Mittelburg sind in Privatbesitz. Die Vorderburg ist eingezäunt. Sie ist nur von der Ferne zu sehen.
Vom „Schiff“ aus führt (rechts in Richtung Neckargemünd) ein kleine Weg bergan zu Mittelburg. Es zeigt sich ein gut erhaltenes Bauwerk, das man aber nicht betreten kann. Menr von der wechselvollen Geschichte der Mittelburg kann unter Mittelburg nachgelesen werden.

Fürs die Bewegung im Freien gibt es kein schlechtes Wetter. Naja, bei Regen ist auch eine kurze Tour nicht immer ein Hochgenuß. Als wir in Neckarsteinach losgelaufen sind, die Burgen anzuschauen, nieselte es. Aus dem Niesel wurde Regen, aber auch der konnte uns nicht von unserem Vorhaben abbringen. Wir absolvierten eine kleine „Regentour“.

Start war das „Schiff“ (ein Restaurant in Neckarsteinach). Der Weg zur Mittelburg ist schnell bewältigt.

Mittelburg Neckarsteinach
Im Regen von der Mittelburg zur Hinterburg
Hinterburgburg

Wir wandern noch ein paar hundert Meter (vielleicht auch einen Kilometer) weiter und sehen schon vom Weiten das Schwalbennest, die vierte Burg in Neckarsteinach.

Schwalbennest

Den Turm des Schwalbennestes kann man besteigen. Klar, lass ich mir diese Gelegenheit nicht nehmen. Wer weiß, wann ich wieder an diesen Ort komme. Und wenn, ob ich dann noch da rauf komme.

Auf dem Schwalbennest

Von hier oben läßt es sich auch wunderbar fotografieren. Der Neckar únd die Stadt liegen einem zu Füßen.

Die Mittelburg? Oder doch den Neckar?

Selbst bei Regenwetter macht das Lust auf mehr.
„Mehr“ gibt es später. Für heute sind wir erst mal nass „bis auf die Haut“. Zugegeben, das ist etwas übertrieben.

Darsberg

Wir wollen noch einmal dem „Darsberg“ einen Besuch abstatten.
Der „Darsberg“ ist ein Ortsteil von Neckarsteinach. Wer hier wohnt, findet auch Ruhe. Der Ort hat eine kleine Kirche. Die letzte Gaststätte hat schon geraumer Zeit geschlossen. Mir scheint, das ist der Lauf der Zeit. In den liebenswerten kleinen Orten werden Gaststätten, Bäcker und Fleischer immer weniger.

Blick auf Darsberg
Darsberg

Bolek, unser Hund, fühlt sich offensichtlich wohl auf den Darsberger Wiesen.

Bolek auf dem Darsberg

Fünf Tage hatten wir für die Erholung am Neckar eingeplant. Es waren fünf schöne Tag

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