Meisten im Herbst zieht es uns nach Wunsiedel. Wir haben schon seit „Menschengedenken“ immer in der gleichen Ferienwohnung.

Das ist Schönbrunn

Schönbrunn
Ferienwohnung in Schönbrunn
Ferienwohnung in Schönbrunn

Dieses Jahr wurden wir mit etwas ganz Besonderem begrüßt. Auf der Terrasse unserer Vermieterin blühte eine Agave. Dazu muss man wissen, dass diese Pflanzen in ihrem Leben nur einmal blüht. Und dann kann sie solche prächtigen Blüten austreiben.

Agave Blüte
Blüte einer Agave

Die Blüte ragt mächtig in die Höhe. So eine Begrüßung.

Unser Quartier liegt in Schönbrunn, einem Ortsteil von Wunsiedel. Bis Wunsiedel sind es etwa zwei Kilometer. Das ist ein schöner Weg auf der früheren Eisenbahntrasse von Marktredwitz – Leupoldsdorf. Der Weg führt unmittelbar an unserer Unterkunft vorbei.

Schönbrunn ist ein schönes kleines Dorf. Zur Brauerei „Lang-Bräu“ gehört auch das „Bräustüberl“, eine urige Gaststätte, in der es auch gutes Essen gibt.
Auf einem der Wege zwischen Wunsiedel und Schönbrunn hatte der Gemeinderat für durstige Wanderer Getränke bereit gestellt. Für einen Euro in die „Kasse des Vertrauens“ gab es Bier oder Alkoholfreies. Dieses Jahr gab es „Nichts“. Und das ist der Grund.

So sah es im September 2018 aus
so sind die Leut'
Auf dem roten Zettel steht: Es gibt leider Menschen, die das ehrenamtliche Engagement nicht zu schätzen wissen.
für durstige Kehlen
für durstige Kehlen gibt es nichts mehr

Jaja, so sind die Leut‘. Nicht mal einen Euro in der Tasche, aber trinken wollen. So etwas kann ich nicht verstehen.

Auch zwei Kilometer, aber in entgegengesetzter Richtung, liegt Tröstau. Morgens mach ich mich auf den Weg, um in Tröstau beim Bäcker frische Brötchen zu holen. (Der Bäcker öffnet 6.00 Uhr.) Damit ist der Start in den neuen Tag schon ein kleines Ereignis.
Oft nutze ich für den Rückweg nicht die ehemalige Eisenbahnstecke. Ich geh über Feldwege zurück nach Schönbrunn. Dieser Weg fühlt sich an wie „Natur pur“.

Etwa eine „Autoviertelstunde“ von der Unterkunft ist Bischofsgrün. Der schmucke kleine Ferienort liegt am Fuße des Ochsenkopfs. Der Ochsenkopf ist der zweithöchste Berg im Fichtelgebirge. Mit 1024 Metern ist er etwa höher als die Badener Höhe im Schwarzwald. Früher war der Ochsenkopf jenseits der ehemaligen Grenze bekannt als Antenne des Westfernsehens.
An einem Nachmittag bei schönem Wetter fahren wir also in das nahe gelegene Bischofsgrün, um auf den Ochsenkopf zu wandern. Unterwegs treffen wir wenige Wanderer. Wir sind fast alleine unterwegs. Macht nichts, da haben wir viel Platz auf dem Weg nach oben.
Anfangs ist die Steigung moderat.

Hinauf zum Ochsenkopf

Auf dem Weg zum Ochsenkopf
Auf dem Weg zum Ochsenkopf

Aha, die Seilbahn ist auch unterwegs. Na, die könnten wir doch nehmen auf dem Weg nach unten.

Seilbahn nach oben
Seilbahn am Ochsenkopf

Aus der Forststraße wird ein Forstweg.

Forstweg
Jetzt sind wir auf einem Forstweg

Eine Rast ist notwendig. Frauchen und Hund wollen etwas ruhen.

Eine Rast.
Eine Rast ist nötig.

Es wird „fichtelgebirgssteinig“.

steiniger Weg
Der „fichtelgebirgssteinige“ Weg.

Bald ist es geschafft.

Weiter geht's
Immer weiter bergauf

Nur noch über dieses Felsenmeer, dann sind wir oben …

je höher, desto größer die zu überwindenden Felsen

Natürlich steige ich auch auf den Turm. Wer weiß, wann ich wieder hierher komme. Und außerdem will ich doch sehen, was man von oben sieht.

Der Turm auf dem Ochsenkopf

Bilder vom Weg nach oben

Und was gibt es vom Turm aus zu sehen? Auf jeden Fall den Schneeberg und Bichofsgrün.

Vom Turm aus gibt es viel zu sehen. Hier auf jeden Fall den Schneeberg und Bichofsgrün

Wer auf den Ochsenkopf steigt, in der Gaststätte etwas essen und trinken will, um dann sie Seilbahn zu nehmen für den Weg nach unten, der muss wissen, dass die Gastronomie nur begrenzt geöffnet hat. Und wenn das Wirtshaus schließt, geht auch keine Seilbahn mehr. Wir jedenfalls mussten zu Fuß wieder nach unten gehen. Aber wir gehen doch auf bekannten Wegen. Was soll denn da noch passieren.
Stolz kehren wir zum Auto auf dem Parkplatz zurück und fahren nach Hause. Das Abendbrot schmeckt nach der Wanderung auf jeden Fall besonders gut.

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