Wunsiedel und darum herum

Wie jedes Jahr sind wir auch im Spätsommer/Herbstanfang ins Fichtelgebirge gefahren. Die Berge, ach was, die gesamte Gegend hat etwas Unwiderstehliches an sich.
Obwohl wir uns an einem Freitag auf die Autobahn getraut haben, hatten wir eine gute Fahrt. Wie so oft hatten wir in eine Gaststätte nahe der Autobahn Halt gemacht und zu Mittag gegessen.
Am Nachmittag kamen wir in Schönbrunn, einem Ortsteil von Wunsiedel, an. Die Kirche begrüßte uns mit den goldenen Farben, die die Abendsonne auf das Dach und den Turm der Kirche malte.

Die Schönbrunner Kirche in der Abendsonne

Auch wenn es bald Abend wurde, einmal auf den Schönbrunner Berg stiefeln und einen Blick auf den Schneeberg werfen, dass mußte sein.

Abendrundgang in Schönbrunn

Schönbrunns Dorfteich liegt etwas versteckt, aber er hat einen gewissen Reiz.

Schönbrunns Dorfteich

In Wunsiedel und darum herum, dazu gehört auf jeden Fall auch der Schneeberg. Der Schneeberg ist weithin auszumachen. Sowohl von der Autobahn A 9 als auch von der A 93 erkennt man den Berg.

Der Schneeberg ist leicht an seinem Turm zu erkennen

Pilze sammeln um Wunsiedel herum

Im Fichtelgebirge läßt es sich auch trefflich Pilze sammeln. Mit Maronen, Steinpilze, Butterpilze aber auch Perlpilze kann man seinen Pilzkorb füllen.

Ein Maroner hat sich hier „versteckt“.
Nach dem Sammeln kommt das Putzen
Pilze geputzt
Natürlich findet man auch giftige Pilze, wie hier den Fliegenpilz
Beim Pilze putzen

Schönbrunn – Hildenbach – Leupoldsdorf

Von der Schönbrunner Kirche aus führt uns ein schöner Rundweg über Hildenbach und Leupoldsdorf an den Rand der Gemeinde Tröstau und von da aus zurück nach Schönbrunn.
Der Weg ist nicht schwierig zu gehen. Auch für Familien mit Kindern ist diese kleine Tour gut zu gehen.

Kirche in Schönbrunn

Hier geht es los mit der kleinen Runde, an der evangelischen St.-Peter-Kirche in Schönbrunn.
Der Weg führt zunächst auf der alten Verbindungsstraße in den Nachbarort Hildenbach. Vom Weg aus hat man eine wunderbare Sicht auf den Gebirgszug, der in Weißenstadt beginnt und über den Rudolphstein, Schneeberg und Ochsenkopf bis nach Bischofsgrün führt.

Auf dem Weg nach Hildenbach

Die Beiden auf dem Bild genießen den wunderbaren Ausblick.

Die Früchte der „Vogelbeere“ strahlen weithin sichtbar.

Gleich kommen wir in den kleinen Ort „Hildenbach“, etwas abseits und trotzdem nur einen Katzensprung von Wunsiedel entfernt. Es fehlt aber eine Einkaufsmöglichkeit und eine Gaststätte. So kenne ich Hildenbach schon mehr als ein Vierteljahrhundert.

Die „5“ kennzeichnet den Wanderweg.

Mit der Kennzeichnung des Wanderweges mit der „roten 5“ kann man sich nicht verlaufen.

Kurz nach Hildenbach flatterte dieses „Pfauenauge“ auf einer Wiese.

Sogar ein „Pfauenauge“ diente als Model. Es lies sich ohne Aufregung fotografieren.

Naturbelassene Wege sind ein Genuß.

Herrlich zu gehen ist der naturbelassene Weg quer durch die Natur. Das ist etwas für Mensch und Hund. Der Vierbeiner fühlt sich „pudelwohl“, auch wenn er ein „Mix“ ist.

Ein Steg, gesichert mit einem Metallgitter führt über ein Bächlein.

Ein kleiner Steg, auf dem ein Metallgitter (Hasendraht) liegt, ermöglicht es, trockenen Fußes auf die andere Seite des Bächleins zu kommen.

Eine Orchidee

Kurz nach Passieren des Steges konnte ich dies Orchidee fotografieren.
Leupoldsdorf passieren wir am Ortsrand und gehen dann auf einer wenig befahrenen Straße in Richtung Tröstau.

Die Straße von Leupoldsdorf nach Tröstau.

Noch vor Tröstau wenden wir uns nach links und gehen auf einem Fahrweg, der eigentlich nur von der Landwirtschaft befahren wir, in Richtung Schönbrunn.
Nach etwa einem Kilometer kommen wir an eine Kreuzung, an der eine mächtige Linde steht.

Eine mächtige Linde steht an dieser Kreuzung

Schönbrunn ist schon in Sicht. Die Bäume an der Straße zeigen den beginnende Herbst.

Der „Vogelbeerbaum“ mit seinen Vogelbeeren.

Am Ortsrand von Schönbrunn entdecken wir noch diesen kleinen Teich.

Ein kleiner Teich kurz vor Schönbrunn.

Noch einmal ein paar Bilder in der Galerie …

… und hier noch eine kleine Diaschau

Hinauf auf die Kösseine

Immer wenn ich in Schönbrunn bin, muss ich auf die Kösseine gehen. Vom Schönbrunn bis zum Gipfel gehe ich etwa fünf Kilometer.

Hier geht es los, auf die Kösseine

Viele Häuslebesitzer haben zur Zeit etwas zu renovieren.

Überall wird renoviert

Nach dem Ortsteil Furthammer überqueren wir die B 303, gehen ein Feldweg hoch bis zum Wald. Rechts gehen wir am Waldrand entlang und tauchen nach etwa 200 oder 300 Metern endgültig in den Wald ein.

Oben am Wald rechts …

Unterwegs gönnen wir uns noch einen Blick zurück auf Tröstau auf den Leupoldsdorfer Steinbruch.

Tröstau und Leupoldsdorf

Bevor es endgültig in den Wald geht, kann man auf einem der „Sitzmöbel“ für den Anstieg Kraft sammeln.

Zwei „Sitzmöbel“

Nach dem ersten Anstieg kommen wir auf einer eben verlaufenden Forststraße gut voran.
Die Beschilderung des Weges ist gut. Hier sehen wir, dass vier Wanderwege in die gleiche Richtung führen.

Wanderwegzeichen – alle führen in Richtung Kösseine

Nach vielleicht einem Kilometer kommen wir an diese Hütte.

Schutzhütte

Wenige Meter nach der Hütte wird die Forststraße zu einem steinigen Weg.
Aber, es wird noch bessern nach diesem Brunnen.

.

„Brünnele“ auf dem Weg zum Kösseinegipfel

Endlich ist es geschafft. Das Kösseinehaus lädt ein zur Rast. Es gibt Essen und Trinken, wer will, kann auch Kaffee und Kuchen wählen.

Das Kösseinehaus.

Wenn man einmal so hoch gestiegen ist, möchte man auch auf den Kösseineturm ( 939 m ) steigen.

Kösseineturm

Noch einmal ein paar Bilder in einer Galerie

Hier eine kleine Diaschau – Aussicht vom Turm

Eine Runde um Arzberg

Unsere kleine Runde beginnt am Rathaus. Die Kennzeichnung ist eine weiße „1“ in einem grünen Kreis. Die Auszeichnung des Weges ist gut.

Rechts am Baum die „1“.

Auch der Hund muss den Berg hoch. Aber der hat ja auch vier Beine. Aber er schafft alle An- und Abstiege mühelos. Und wenn es möglich ist, patscht er auch mit den Füßen im Wasser herum.

Unser Bolek unterwegs.

Natürlich interessieren wir uns auch für Waldameisen und ihre Ameisenhügel. Auch wenn man meint, alles rennt planlos durcheinander, so hat doch alles seinen Sinn.

Ein Ameisenhügel am Wegesrand

Und neben den Pilzen die man essen kann wachsen ja im Wald an den Bäumen auch noch Pilze. Manche brauchen das abgestorbene Holz als Lebensraum, andere, die man auch essen kann, zerstören lebende Bäume. Ein Beispiel dafür ist der Hallimasch.

Totes Holz bietet diesen Pilzen Lebensraum

Jetzt kommt ein kleiner Höhepunkt dieser Wanderung. Wir nähern uns der Waldenfelswarte. Dazu gehört auch die Schutzhütte des Fichtelgebirgsvereins.

Interessant ist natürlich der Turm. Türmen kann ich nicht widerstehen, ich muss hinauf. Man weiß ja nicht, wann man wieder mal in die Gegend kommt. Und ob dann dieser Turm noch da ist.
Bis hinauf sind es 150 Stufen, falls ich mich nicht verzählt habe. Von hier oben hat man einen hervorragenden Ausblick auf Oberfranken, Böhmen und das Vogtland.

Von der Waldenfelswarte bis zur Röslau geht es alles bergab, zunächst durch den Wald, dann über eine Wiese und schließlich wieder durch den Wald bis hinunter ins „Gsteinigt“.

Bergab in Richtung „Gsteinigt

Am Eingang ins Gsteinigt findet man ein Gasthaus gleichen Namens.
Das Gsteinigt selbst erinnert an eine Schlucht.
Am Ende der Schlucht kommt man an einer Nagelfabrik vorbei. In der Diaschau ist ein Bild mit einer Maschine zu sehen, die früher in der Fabrik zur Nagelherstellung benötigt wurde.

Hier noch mal eine Galerie als Zusammenfassung

2 Kommentare

  1. Wir sehen an den vielen Fotos wie naturverbunden Ihr 3 seid und wie Euch das Wandern Freude bereitet. Natürlich wissen wir, dass jedes Fleckchen unseres Vaterlands seinen besonderen Reiz hat. Die Umgebung von Schönbrunn liegt dabei über dem Durchschnitt und gefällt auch uns sehr. Wir bewundern Euren Willen und Eure Tatkraft, die nötig sind, diese Vorhaben einigermaßen regelmäßig in die Tat umzusetzen. Wir wünschen Euch, dass Ihr solche Aktivitäten noch oft realisieren könnt.
    Es grüßen herzlich Heike & Stefan

    1. Hallo Heike, hallo Stefan,
      danke für euren Beitrag.
      Das Wandern gibt Kraft. Bewegung an der frischen Luft tut einfach gut.
      Zu Fuß sieht man auch viel mehr als wenn man hinterm Lenkrad sitzt. Man kann die Welt aus einer ganz anderen Perspektive entdecken.
      Viele liebe Grüße von
      Frieder

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.